Lujavrit

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    • Dünnschliff von Kola

      Den Steinbrocken von dem dieser
      Dünnschliff ist, hab ich vor ewiger Zeit auf einer Mineralienmesse
      gekriegt.Als Herkunftsort habe ich nur die Bezeichnung : Kola

      Bei der Benennung als „ Lujavrit „

      halte ich mich an eine Kopie, in der folgende Tabelle ist :
      Petrographic composition of the main Rock Types of the Khibina and Lovozero Alkaline Massifs

      Danach führen alle Gesteinsarten von
      Khibina - Titanit ( mikroskopie-forum.at/index.php…366-Titanitfleckendiorit/? )

      also bleibt als Herkunftsort Lovozero ,
      die dort noch vorkommenden Urtite hätten auch Titanit als „Nebengemengeanteil“, und beim „ Foyait“ müßten noch Sodalih (mikroskopie-forum.at/index.php/Thread/215-Naujait/? ) und Analcim vorkommen.

      Für einen „ Eudyalith Lujavrit „
      sind als Hauptminerale angegeben : Mikroklin ( Feldspat ) , Aegirine , Eudyalith,
      Arvedsonit, Nephelin sind die Hauptminerale, Lamprophyllit, Murmanit,
      und Lovozerit die wichtigsten Nebengemengeteile.

      Auf der ersten Zeichnung
      2,5 mal 6
      sieht man schwarze Nadeln und runde plumpe schwarze Kristalle

      das ist
      Arvedsonit eine alkalische Hornblende - meiner Meinung nach

      Lujavrit 2,5 mal 6 und 2,5 mal 8 daneben
      sind ein Überblick über die vorhandene Vielfalt
      von Mineralen.
      Das rot - schwarz Gefleckte in beiden Bildern wird der Pyroxen Ägirin sein.

      Bild 3
      Eudialyit

      2,5 mal 8

      zeigt wie groß der grau gelbe Eudialyt ist, der fast das ganze Bild ausfüllt.

      Eudialyt ist ein zirkonhaltiges Mineral und wird auf Kola abgebaut.
      ( fast 15 % Zirkon )

      Im hell- dunkelgrauen Teil in der Mitte
      sieht man die für Eudialyt typische „ Sanduhrform“ der obere
      gelbe Teil ist, glaube ich umgewandelt, ich habe vier bis fünf Tage zum Schluß
      nur mit 800 er Körnung geschliffen, und glaube bei der richtigen Dicke
      zu sein, hatte mir aber gedacht, das sich der gelbe Teil beim
      Dünnerschleifen noch in Richtung weiß grau bewegen könnte, das
      Risiko war mir aber zu größ, und ich belasse es bei der
      Umwandlungstheorie.
      Das Bestimmen der Enddicke ohne das Richtmineral Quarz wurde allgemein als schwierig angegeben.

      Heutzutage gibt es Neuerungen:

      Gibt man auf Google Eudialyt ein erhält
      man die Adresse: Mineralienatlas de

      scrollt man dort etwas nach unten
      erhält man ein Bild der Doppelbrechungsfarben bei 0,30 mymeter (maximale Doppelbrechung 0, 008 ) welche dort von schwarz bis hellgrau reichen

      Durch Anklicken des Bildes kann man die Schichtdicke variieren, Nicht einmal bei 50 mymeter Schichtdicke
      erreicht man den im Bild sichtbaren intensiv orangenen Farbton.
      Also. schein `ich doch richtig zu liegen.

      Was hört man sich dazu an? : Sybel Can - Kis Masati hab`ich auch dauernd gemacht.

      Bild 4

      Eudialyt und ein extrem buntes Mineral
      ( erscheint als letztes Bild- hatte ich vergessen )

      Hier hatte ich mir aufgeschrieben
      was ich hier beim Zeichnen hörte :

      Ibrahim Tatlisses Bebegim

      Bild 5
      Katapleit 1


      6,3 mal 6

      und daraus vergrößert

      Bild 6
      Katapleit 2


      10 mal 6

      Was soll ich dazu sagen, ist das das
      Mineral Katapleit?

      Katapleit wäre ein Umwandlungsprudukt
      von Eudialyt

      Gibt man im Mineraltlas Katapleit ein, erhält man nach dem Scrollen ein Bild der Doppelbrechungsfarben von
      Katapleit bei 0,30 mymeter ( maximale Doppelbrechung 0, 018 ) welche
      von schwarz bis lila reichen.( Was man ja dort auch ändern kann- standartisierte Dünnschliffdicken scheinen ja fast überflüssig zu werden )

      Ich habe mal 35 mymeter eingegeben und
      hätte bei dieser Dicke alle Farben die hier zu sehen sind, also auch
      das blau.

      (Wenn das also Katapleit wäre.)

      Also bei der ersten Zeichnung hörte
      ich doch wieder den ganzen Tag Ibrahim Tatlissen ( Kurde )

      Bei der anderen zweiten war ich zu
      Omid in den Iran abgewandert : Yas ameen

      Im vorletzten Bild habe ich einen sehr
      großen Nephelin gezeichnet.

      Der Kristall ist sehr groß und zieht
      sich fast ganz am oberen Rand entlang. Hier ist nur ein Teil zu sehen
      zusammen mit hell - dunkelgrauem Feldspat ? bei dem ich ebenfalls die
      den dafür üblichen Farbton bei 0,30 mymeter von dunkelgrau erreicht habe.

      Nephelin meine ich zu erkennen, wegen
      der Farbe und den sich unter 60 Grad schneidenden
      Spaltflächen. ( Nephelin ist hexagonal )

      so reicht erst mal zum ersten
      Fortsetzung folgt, es gibt ja 16 Zeichnungen davon
      Bilder
      • Lujavrit 2,5 mal 6 001.jpg

        123,3 kB, 483×480, 10 mal angesehen
      • Lujavrit 2,5 mal 8 001.jpg

        137,34 kB, 491×493, 7 mal angesehen
      • Eudyalith 2,5 mal 8 001.jpg

        140,92 kB, 493×490, 8 mal angesehen
      • katapleit 1 001.jpg

        138,06 kB, 485×487, 7 mal angesehen
      • katapleit 2 001.jpg

        122,95 kB, 462×457, 6 mal angesehen
      • Nephelin 001.jpg

        128,98 kB, 477×480, 7 mal angesehen
      • Lujavrit.jpg

        137,6 kB, 469×472, 8 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von moräne ()

    • Morgn`Wolfgang

      Der Durchmesser in dem ich zeichne ist immer etwa 13 cm.
      Drei .vier , fünf Tage, je nachdem wie ich dazukomme, schätzungsweise 20 Stunden oder mehr?
      Ich muß mir die Zeiten mal aufschreib`m
      grüß
      dich
      Gerd
    • Hallo Gerd,

      ich bin von Deinen Zeichnungen auch beeindruckt!
      Das ist ja ein erheblicher Aufwand, den Du da betreibst.
      Nutzt Du beim Zeichnen eine Zeicheneinrichtung und projezierst das Bild auf das Blatt?
      Und mit was für Stiften arbeitest Du, mit Aquarellstiften?
      Früher war das Zeichnen der mirkroskopischen Bilder ja an der Tagesordnung.
      Ich hätte fast Lust, auch mal ein Bild zu zeichnen, allerdings ist mein "Zeichentalent" seid der Schulzeit ein wenig eingerostet.

      Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächsten Bilder.

      Viele Grüße
      Detlef
    • Moin zusammen,

      tja, so geht´s mir auch, wenn ich dem Gerd seine Bilder seh´ werd´ ich schon ´n bisschen neidisch. Einfach Klasse! Zeit müsst´ man haben...
      Mir ist letztens (leider) ein schöner Zeichenapparat durch die Lappen gegangen, ich wollte ihn für meine Tochter kaufen, die derzeit in der Schule Zeichnung von Zwiebelhautzellen usw. anfertigen muss und sich mit der Zeichnerei auch schwer tut. Dem Lehrer kam es allerding wohl eher darauf an, daß das Besprochene in der Zeichnung zu sehen ist, so daß schon eine "abstrakte" Darstellung des Gesehenen ausreichte. Es hat dann für eine Eins gereicht... Ich denke man kann angesichts der Schulmikroskope, der anwesenden chaotischen Schüler und der Kürze der Zeit auch nicht mehr verlangen, denn sonst müsste man ja erst mal erklären, wie man bei so einer Zeichnung vorgeht.
      Auch ich freue mich auf die nächsten Zeichnung von Gerd.
      @moräne : Benutzt Du einen Zeichenapparat?
      Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
      Hugo
    • Hallo Gerd,

      bemerkenswert, wie immer, deine Bilder.
      meine Hochachtung.

      lg
      Franz
      --------------------------------------------------------------------------------------------------
      Die Welt wäre so schön wenn Frauen so einfach gestrickt wie die Maxwellschen Gleichungen wären --
      Mann könnte dann Störfelder berechnen und Wellen, Phasen und Ströme ....
      und die Harmonischen ganz leicht checken..

      http://interphako.at
    • Hallo Gerd,

      auch ich bin von deinen Zeichnungen immer wieder begeistert. Was mir immer gut gefällt, ist wie viele feine Farbschattierungen und Details in deinen Zeichnungen stecken. Ein bisschen Zeichnen könnte ich zwar schon wenn ich wollte, aber die Muße da zig Stunden in jede Zeichnung zu investieren, die hätte ich nicht.

      Viele Grüße
      Michael
    • Hallo Büroamöbe,

      ich habe erst vor kurzem einen Zeichenapparat von Leitz aus der Bucht fischen können.
      Es ist ein kleiner Aufsatz, der über dem Okular sitzt und das Bild von der Fläche auf der man zeichnet mittels Prisma mit dem mikroskopischen Bild vereint.
      So sieht man gleichzeitig beide Bilder übereinandergelegt.
      Dieser kleine Apparat wird öfters mal angeboten, wie ich gesehen habe.
      Man müsste dann nur noch das Zeichenbrett im richtigen Abstand zum Prisma positionieren.

      Viele Grüße
      Detlef
    • Hallo,

      ich hätte da einen weiteren Vorschlag. Man nähme einen Beamer und projiziert das Bild, Live oder auch nicht, auf ein Blattpapier, dieses dürfte dann auch 2 Meter oder mehr in der Diagonale haben. Bei Langweile werde ich das mal ausprobieren, vielleicht kann moderne Technik das fehlende Talent, welches Gerd mir immer wieder mit seinen tollen Zeichnungen in Erinnerung ruft, ersetzen. 8o

      Viele Grüße,
      Johannes
      Biologisches Mikroskop: Zeiss Standard 16
      Stereomikroskop: Lomo MBS 10
      Kameras: EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da
      Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? George Bernard Shaw
    • Da bin ich ja ganz sprachlos, bei`am solchen Feedback! Dank`schön
      Detlef, Bernd, Franz 2 Michael und Johannes.....Schreibtischviecherl... .
      abnd allerseits

      Zu einem Zeichenapparat kann ich aber wenig sagen, außer das ich bei einem Berliner Händler durch einen gesehen habe, - das war einer von der besseren Sorte, also kein Spiegel, sondern irgendwas wurde da projeziert, ich kann`s nicht besser erklären. Für 100 oder 150 Euro hätte ich das Ding haben können,wollt`ich aber nicht, denn es kam mir recht beschwerlich vor mich daran zu gewöhnen, man sieht seine Hand mit dem Stift auf der Zeichenebene und muß die da bewegen.
      Das halt ich längere Zeit nicht aus aus, vor allem wie soll den da die Disco auf dem Zeichenbrett funktionieren.
      Das ist eher was für akribische Zeichner.
      By the way: was halt`s ihr den von da Musi?
      Ich rate dringend an, die Bilder auch in ihrem richtigen "Kontext" zu betrachten.
      Ist ja fast bei jeder Zeichnug das Musikrezept angegeben.
      Ja was ich noch schreiben könnte: die Idee von Johannes ist nicht schlecht, für den Allgemeingebrauch, nur bei mir funktioniert die nicht, denn ich brauche Tageslicht.
      Ich komme zur Zeit ja immer erst recht spät hier rein, deswegen dauerts mit den nächsten Bildern etwas, wahrscheinlich bis es mal wieder so viel regnet hier, das ich zu Hause bleibe und Zeit habe
      Die Stifte: ich habe bestimmt 200 bis 300 Farbstiften, alle möglichen Sorten, aber in der Hauptsache sind es normale Farbstifte ( ich bin da nicht so der Fachmann, woraus die bestehen )
      Griasz aich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von moräne ()

    • detlef.q schrieb:

      Hallo Büroamöbe,

      ich habe erst vor kurzem einen Zeichenapparat von Leitz aus der Bucht fischen können.
      Es ist ein kleiner Aufsatz, der über dem Okular sitzt und das Bild von der Fläche auf der man zeichnet mittels Prisma mit dem mikroskopischen Bild vereint.
      So sieht man gleichzeitig beide Bilder übereinandergelegt.
      Dieser kleine Apparat wird öfters mal angeboten, wie ich gesehen habe.
      Man müsste dann nur noch das Zeichenbrett im richtigen Abstand zum Prisma positionieren.
      Detlef

      Müsste der sein, den ich auch haben wollte, ich hatte die Auktion verpennt...
      Die Apparate sind doch so gedacht, daß das Zeichenpapier dann auf dem Tisch liegt, denn wie hätte der Herr Student der Botanik das denn sonst handhaben sollen? Oder liege ich da ganz falsch?? Aber vielleicht sollten wir das in einem neuen Thema erörtern, das passt hier nicht so ganz hin.
      Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
      Hugo
    • Hallo Hugo und andere Interessierte,

      Zeicheneinrichtungen gibt es natürlich nicht nur für Leitz, sondern auch noch für andere Fabrikate. ;)
      Dabei gibt es zwei Varianten.
      Bei der einen Variante wird ein Prisma oder ein einfacher Umlenkspiegel am Okular befestigt. Das Bild landet dann nach der Projektionsmethode auf dem Blatt Papier. Die Bildgröße läßt sich über den Abstand des Papieres und der Okularbrennweite beeinflussen.
      Bei der anderen Variante wird zwischen dem Okulareinblick und dem Miroskoobjektiv ein Strahlenteiler eingesetzt, z.B, ein Zwischentubus, der dann über einen Querstutzen mit Optik das Blatt Papier in das mikroskopische Bild einblendet. Den Einblendungsgrad kann man dann sogar noch bei einigen Ausführungen über drehbare Polfilter (Lichtreglerprinzip) beeinflussen.
      In einem neuen Thread wie von Hugo angeregt, könnte man die verschiedenen Varianten der Zeicheneinrichtungen mal gegenüberstellen.

      Viele Grüße
      Bernd

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