Beiträge von Nomarski

    Hallo zusammen,


    folgender Beitrag soll die Wartung vom koaxialen Tischtrieb vom Jenalab beschreiben.



    Um einen verharzten Koaxtrieb demontieren zu können, ist es zunächst ratsam, den ganzen Tisch vom Tischträger des Stativs zu trennen. Er ist mit zwei Schrauben befestigt.

    Es folgt der Abbau der Zahnstange für den Y-Antrieb. Nach dem Lösen der beiden Schrauben des Lagerblocks läßt sich auch schon der ganze XY-Koaxantrieb vom restlichen Tisch trennen.

    Zur weiteren Demontage ist zunächst die aufgesteckte Blechkappe vom obereb Knopf für den X-Antrieb abzuhebeln, wonach die dadurch zugängliche Kontermutter von der X-Triebwelle zu lösen ist. Um danach auch den den Knopf von der Triebwelle abschrauben zu können, ist eine kleine Madenschraube seitlich am Knopf zu lösen, welche die Position des Knopfes auf der Achse fixiert. Nach dem Abschrauben des Knopfes wird an der Triebwelle eine kleine Ansenkung sichtbar. Auf diese Stelle muß beim späteren Wiederzusammenbau die Madenschraube wieder treffen. Es kann nun ein elastisches Pufferelement vom Y-Triebknopf abgenommen werden, welches zur Orientierung einen Stahlstift hat. Er muß bei der Montage in die Nute der Hohlachse treffen. Es läßt sich nun auch der Y-Triebknopf von der Hohlachse abziehen. Nachdem nun auch die innere Welle mit dem Ritzel für den X-Antrieb aus der Hohlachse gezogen wurde, können nun alle Einzelteile für den Wiederzusammenbau gereinigt und neu gefettet werden. Es ist darauf auch zu achten, daß die kleinen Reibscheiben auf der Triebwelle nicht verlorengehen. Auch nach dem Wiederanbringen des Koaxantriebes an den Tisch sollte dieser spielfrei angetrieben werden.


    Beste Grüße

    Bernd

    Das ist sehr schade. Von Bresser scheint es dazu wohl nichts zu geben, aber da es ein Endlich-System ist, könnte man ggf. auch eine PH-Einrichtung vom anderen Hersteller einsetzen.

    Mit der genaueren Bestimmung von Nr. 6 und Nr. 7 wird es leider vorerst nichts, dazu müßte man die Objekte doch genauer im Mikroskop betrachten können. Was da steht, habe ich zusammen mit einem Bekannten gemacht, der sich in Sachen Mikro-Organismen schon recht gut auskennt. Immerhin ist dabei doch schon was zusammengekommen. Unter vornehmer Zurückhaltung passiert in der Regel nicht sehr viel.

    In meinem Fall hat es mit dem Kleben eigentlich ganz gut geklappt.


    Anders als geplant habe ich nun zuerst das innere Lager mit den Kugeln bestückt.


    Nach dem Umdrehen kamen die anderen Kugeln dran. Hatte eine Weile gedauert, bis die alle drauf waren.


    Alle nun in dem Zustand einzusetzen wäre doch etwas eng geworden. Aber man sieht, es hat geklappt.



    Und nun läuft er wieder leicht und sanft.



    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo zuammen,


    wie in einem anderen Faden bereits andiskutiert steht nun eine kompliziert erscheinende Montage des Objektivrevolvers vom Jenalab bevor.


    Es ist zwar bereits alles in die Einzelteile demontiert, aber es steht nun die Montage bevor.


    Der Durchmesser der beiten eingelegten Kugeln von 1mm läßt im Verhältnis zum Laufbahndurchmesser schon erahnen, wieviele Kugeln noch eingelegt werden müssen. Ist das geschafft, muß der Teller im Hintergrund aufgesetzt werden.


    Das Problem dabei ist, wenn der Teller nicht richtig aufgesetzt wird und verschoben werden muß, können einige der vielen Kugeln aus der Laufbahn geschoben werden. Für das innere Lager müssen auch noch einige Kugeln einesetzt werden die leicht bei dem Spalt in das Innere fallen können.


    Eine Abhilfe dagegen soll nun dieser Zentrierbolzen schaffen, der auf den Gewindebolzen vom Karusell aufgeschraubt wird.


    Auch das innere Lager kann nun mit Kugeln bestückt werden, ohne daß diese dabei in den Spalt fallen können.


    Nun wäre aber im darauffolgenden Gang die Lagerschraube und dessen Kontermutter zu montieren. Dafür wurde kurzerhand dieses zweiteilige Hilfswerkzeug angefertigt.


    Über die Lagerschraube wird zunächst das Spiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen eingestellt. Dieses darf weder zu eng sein, aber auch nicht zu groß.

    Die Konterschraube fixiert die Lagerschraube dann in der nötigen Position.


    Wichtig dabei ist, daß sich die Lagerschraube beim Anziehen der Kontermutter nicht verstellen darf, da dadurch auch wieder die Einstellung des Lagerspiels verstellt wird.

    Dazu bekommt der Steckschlüssel für die Lagerschraube einen Hebel zum Gegenhalten.



    Über den inneren Steckschlüssel für die Kontermutter kann diese mit einem gängigen Werkzeug angezogen werden.


    Zwar wäre unser Franz auch sicher so freundlich gewesen, um mir das Originalwerkzeug zu leihen, aber das hätte allerdings dann einige Tage gedauert, bis es vor Ort ist, viel Porto gekostet und ärgerlich gewesen, wenn es auf dem Postweg abhanden käme. All dieser Streß wurde nun gespart. :saint:


    Beste Grüße

    Bernd

    Moin Detlef,


    so wäre zunächst die Vorgehensweise. Durch das Fett haften die Kugeln in der Laufrille. Danach muß der Revolverteller aber ziemlich genau aufgesetzt werden. Wird er verschoben, wandern die Kugeln aus der Rille und landen womöglich wieder im Innenraum. Es müssen dann aber noch Kugeln im Bereich der Lagerschraube eingesetzt werden, wenn das ganze um 180° gedreht ist. Ich denke das wäre genug Material für einen separaten Faden...


    Beste Grüße

    Bernd

    Dabei kann man sie doch als Schüttgut einfach nachbestellen. Gerade bei einem Kugeldurchmesser von 1 mm. Etwas kniffeliger wird es dagegen werden, die Lagerung wieder einzustellen. Dazu braucht man mal wieder Spezialwerkzeug, das erst noch gebaut werden muß.

    Hallo Harald,


    das Einsetzen von den Irislamellen, auch bei den PH-Kondensoren wie hier einst vorgezeigt

    Reparatur an Mikroskopen: Die Irisblende im PH-Kondensor (Zeiss Standard)

    sieht schlimmer aus als es eigentlich ist. Vorausgesetzt, daß die Lamellen weder verbogen noch geknickt sind. Hilfsmittel wie Fett oder Magneten sind dabei nicht vonnöten. Nach 10 Minuten sind die Dinger wieder drin. Wenn aber der Arbeitsteil drankommt, bei dem die Blenden untereinander geschoben werden müssen und der Bolzen seine Bohrung finden muß, kann es mit langen gewölbten Lamellenbrechen schon recht haarig werden. Aber auch da gibt es dann Tricks mit speziellen Niederhaltemethoden.;)

    Ich hatte mal einen Fall mit einem rausgefallenen Bolzen. Aber mit Uhrmacherwerkzeug konnte ich ihn wieder einnieten.

    Bei den Foto-Objektiven ist das ganze übrigens noch etwas kritischer. Die Blenden sind zwar größer, aber sie müssen abolut trocken und federleicht zu betätigen sein, da sonst die Springblende beim Auslösen nicht funktioniert.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo Harald,


    wie das der Jürgen macht, weiß ich nicht. Aber ich glaube, der wollte mich bloß mal wieder ärgern.:99:

    Sprühen ist da aber schlecht, weil da noch Optik in der Nähe ist. Die Lamellen werden natürlich alle trocken eingesetzt. Nur die Kontaktfläche zwischen dem Ring und dem Gehäuse wird mit einem dünnen Fettfilm versehen, daß es dort eben nicht kratzen kann.

    Wenn du noch zwei Blenden hast, die Probleme haben, könnte ich dir ggf. behilflich sein.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo zusammen,


    nach der Instandsetzung des Kondensors vom Jenalab geht es nun weiter mit dem Binokulartubus.


    Das Problem ist wie bei so vielen älteren Binotuben, daß sich die Dioptrienkorrektur überhaupt nicht mehr einstellen läßt. Sie ist total fest.


    Als Erstes erfolgt der Abbau des Stellringes vom Stutzen. Dadurch kann nun Kriechöl von der einen Seite in das Scheckengewinde einwirken.


    Um auch die andere Seite des Gewindes zu erreichen muß der ganze Okularstutzen vom Gehäuse abgeschraubt werden. Die drei Befestigungsschrauben werden auf der Innenseite nach dem Abnehmen der Prismenhaube zugänglich.


    Nun kann das Kriechöl auch von der anderen Seite in das Schneckengewinde einwirken, so daß die Verharzung erstmal angelöst wird.


    Damit aber die Teile zur Reinigung auseinandergeschraubt werden können, muß noch der Ring am Ende des beweglichen Okularstutzens abgeschraubt werden. Er dient als Sicherung gegen das unbeabsichtigte Herausdrehen.


    Nach dem Zerlegen in die Einzelteile kann nun auch die vollständige Reinigung vom verharzten Fett erfolgen.


    Der Wiederzusammenbau erfolgt mit neu aufgebrachten Fett im Schneckengewinde in umgekehrter Reihenfolge.

    Dabei erfolgt die Ausrichtung des Stellringes mit der 0-Marke , wenn der der Stutzen auf die gleiche Länge wie der andere Stutzen ausgefahren ist.

    Weiterhin ist zu beachten, daß der Stutzen mit der Dioptrieneinstellung nach dem Anbau wieder so einjustiert werden muß, daß es keinen Versatz der Bildmitten gibt.

    Ein Okular mit Fadenkreuz ist dazu vonnöten.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo zusammen,


    damit es nicht langweilig wird, ein neuer Reparaturfall:


    Zu tun haben wir es mit einem Kondensor von einem Jenalab. Einige Lamellen sind gar nicht mehr in ihren Führungsbolzen drin. Ein Rätsel wie so etwas passieren kann.

    In so einem Fall darf der Hebel der Irisblende auf keinen Fall betätigt werden, da sonst weitere Schäden an den Lamellen entstehen können. Zu dem geht auch das Ein- und Ausklappen der Feldlinse sehr schwer.


    Was kann man anderes machen als die Irisblende auseinanderzubauen. Der Ring mit den Bohrungen und der Skala wird mit drei kleinen Schrauben am Kondensorgehäuse gehalten.

    Zum Glück waren die einzelnen Lamellen nur leicht verbogen und noch nicht gerissen. Dadurch wird es aber schon ein ziemliches Geduldsspiel, die vielen Lamellen wieder eingesetzt zu bekommen, ohne daß diese sich verschieben.


    Nun ist es aber doch geschafft und es sitzen wieder alle Lamellenbolzen in ihren Führungen. Der Hebel ist auch wieder leicht beweglich, ohne daß es hakelt.


    Zu guter letzt kann auch die klappbare Feldlinse wieder montiert werden. Mit frischen Schmierstoff in der Achse läßt sich diese auch wieder ganz leicht bewegen.


    Das Schöne an diesem Kondensor ist, daß er mit einem Schacht ausgestattet ist. Viele Kontrastverfahren werden dadurch ermöglicht insbesondere für den DIY-Bereich.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hier schon mal eine Tabelle für die Auflistung zur Übersicht:

    NummerObjekt
    1
    2Wimpertierchen / Ciliat der Gattung Frontonia
    3evtl, Ciliat Haltaria
    4Goldalge Synura uvella
    5Grünalge Eremosphaera viridis
    6
    7
    8Ansammlung kugelförmiger Bakterien (Kokken)
    9Nematode
    10Eremosphaera viridis im DF -- wie Nr. 5
    11Wimpertierchen im DF -- wie Nr.2
    12Rädertier Lepadella
    13Statoplast- Überwinterungsform eines Moostierchens evtl. Plumatella repens