Beiträge von Nomarski

    Hallo Martin,


    bei diesen kleinen Zähnchen gehört gar nicht so viel Gewalt dazu, um mit zu viel Kraft, weil die Lagerung verharzt ist, Schaden anzurichten.

    Wenn man die Ersatzteile nicht mehr auftreiben kann, hilft eben nur noch, die Teile nachfertigen zu können. Das Problem ist dann meist, die dafür nötigen Werkzeuge aufzutreiben.


    BG

    Bernd

    Ich könnte anbieten, mir die Sache mal selbst anzuschauen in der Hoffnung das Interferometer zum Laufen zu kriegen, sofern es nicht an den Glaskeilen liegt.

    Und da war ja noch die Sache mit der gebrochenen Welle wie eingangs gezeigt. Ist die eigentlich inzwischen repariert?

    Das System reagiert eben sehr empfindlich auf die Verstellung der Drehkeile. Und die Inteferenz kann eben nur im zusammengebauten Zustand inkl. Teilerprismen stattfinden. Und dazu muß man den inneren Drehkeil justieren können.

    Das wäre ja sonst ein immenser Aufwand, wenn man dazu jedesmal das ganze Interferometer auseinanderbauen müßte.

    Vielleicht ist bei dir ja doch das Problem, daß die Glaskeile nicht alle aus einer Schmelze sind, wenn es schon Diskrepanzen bei den Fertigungsnummern gibt, Aber von hier sind meine Möglichkeiten halt auch nur begrenzt.

    Man hat eben mehrere Stellmöglichkeiten, die man systematisch betätigen muß.

    Aber wenn man nun mit dem Drehkeilschieber arbeitet und damit das Bild aufspaltet, sollten schon durch Drehen der anderen beiden Stellknöpfe kräftige Interferenzstreifen erscheinen. Die Wirkung der vertikalen Aufspaltung hat man übrigens auch durch das drehen des linken Stellknopfes.


    Hier habe ich zum Test mal ein Bild aufgepaltet. Durch die Bertrandlinse sieht man dabei ein Streifenmuster, welches horizontal orientiert ist.

    Die Breite der Spaltblende darf dabei nicht größer sein als die Breite einer Farbe für einen Gangunterschied. Durch Drehen an der Meßschraube erreicht man, daß sich jedes Teilbild mit einer Interfernzfarbe einfärben läßt, in dem Fall mal das Schwarz. Dabei wird übrigens auch das Bild in der Bertrandlinse aufgespalten. Es gibt dann zwei Spalte, die mit verschiedenen Farben durchleuchtet werden.

    Dem widerspreche ich eben. Solange eine symmetrische Gegenrotation um den gleichen Betrag stattfindet (und der Drehkeilschieber selbst in waagrechter Position bleibt und korrekt zusammengebaut ist), dann ist die summierte Glasdicke eines jeden horizontalen Schnittes konstant.

    Wenn das so wäre, dürfte die Kirchturmspitze beim Drehen des Ritzels auch nicht wandern. Aber dabei wird eben der eine Keil im Uhrzeigersinn gedreht und der andere gegen den Uhrzeigersinn.

    Danke für die Mühe!

    Das Glaskeilpaar hat einen gewissen Abstand, damit man es gegensinnig zueinander verdrehen kann. So bleibt die Summe der Glasstärken eigentlich nur im Drehpunkt konstant. Zum Rand hin verändert sie sich kontinuierlich, es sei denn sie stehen so, daß sie sich zur planparallelen Platte ergänzen.

    Hast du denn schon den Kirchturmtest gemacht? Es geht natürlich auch mit etwas in ca. 3m Entfernung.


    Verdreht man die Keile, ändert sich natürlich dabei das Interferenzmuster und es kommt zur Bildaufspaltung.

    Aber genau das läßt sich wieder durch die Verstellung der rechteckigen Keile wieder kompensieren.

    Hier ein Beispiel.

    Aber logisch, im Drehkeilschieber ist durch die Gegendrehung das Glas quasi immer gleich dick in der horizontalen, egal wie weit auseinander in der Vertikalen.

    Nein, die Glasdicke verändert sich beim Verdrehen über die Fläche betrachtet. Besonders wenn die beiden hohen und die beiden flachen Seiten gegenüberstehen.


    Zu 1: Das kann an der nicht optimalen Fokussierung gelegen habe, dazu habe ich auch noch freihändig fotografiert. Beim Interphako sollte es schon keinen Bildversatz geben. Daher ist der Interphako-Schieber auch nicht als Drehkeilschieber ausgeführt und das Keilpaar entsprechend justiert als planparallele Platte.

    Zu 2: Da reichen eigentlich schon wenige Grad aus. Der andere Stellknopf bewirkt das gleiche in horizontaler Richtung.

    Freut mich, daß ich ein wenig helfen konnte.

    Dann versuche es nochmal mit einer Position der Prismen ohne diese Papierzwischenklemmung.


    Hier nun noch die verprochenen Fotos für die Einstellung, wenn auch im Durchlicht. Bei Auflicht gilt aber das gleiche Prinzip.


    Hier erstmal der Blick durch die Bertrandlinse, geht eben leider nur über die visuelle Beobachtung. Obwohl ich den äußeren Ringspalt abgeblendet habe, wir er durch die Beugung noch mit beleuchtet. Das Smartphone packt eben den Helligkeitskontrast nicht, deswegen die Überstrahlung des kleineren Ringes.

    Das Bild dazu ohne Bertrandlinse sollte sich dabei auf den homogenen Hintergrund einstellen lassen.

    Hier ist es nun absichtlich verstellt, so daß eben mehrere Interfernzfarben des "Regenbogens" zu sehen sind.

    Der schwarze Streifen in der Mitte sollte sich dann auch soweit dehen lassen, daß er sich möglichst homogen über das Sehfeld verteilt.


    Um nochmal auf die Glaskeile zu sprechen zu kommen, diese müssen so orientiert sein, daß sie wie eine planparallele Platte wirken.

    Beim Drehkeilschieber läßt sich das gut beobachten, indem man durch ihn auf ein entferntes Objekt wie z.B, eine Kirchturmspitze schaut.

    Wird der Schieber waagerecht gehalten, sollte sich beim Verdrehen der Keile der Kirchturm vertikal bewegen. Dreht man den Schieber um die optische Achse, bewegt sich der Kirchturm mit, außer die Keile wirken gerade als planparallele Platte, indem die hohe Seite der flachen Seite gegenübersteht. Bei dem Keilpaar in deinem Teil mit der 12 im unteren Zweig ist es tatsächlich um 90° verdreht.

    Die Keile haben sogar an der Seite einem Markierung, durch die sich erkennen läßt, wo die höchste Stelle ist. Nur sieht man diese eben nicht, wenn sie in der Fassung verbaut sind.

    Dieser Ausgleichs-Drehkeil ist für den Abgleich des Interferometers mit den anderen Keilen. Hast du diesen verstellt?

    Stehen noch andere Objekte zur Auswahl wie z.B. Wafer, Mikrochips o.ä.?

    Dazu hier ein Beispiel:

    Danke, schon fertig. :)

    Die Streifen müssen aber trotdem gedehnt sein, denn es darf nur eine Interferenzfarbe im RIng erscheinen.

    Der Kontrast steigert sich, wenn der äußere Ring über die Iris abgeblendet wird und nur der innere Ring wirkt,

    Man nennt den strengen Phasenkontast wie auch beim variablen Phasenkontrast.

    Trotzdem eigenartig, daß der innere Ring gegenüber dem äußeren derart überstrahlt ist als wäre die Pupillenausleuchtung sehr inhomogen.

    Hallo Julia,


    dann kannst du ja gerne erstmal hier etwas über das Zeiss Axiostar erzählen, das du gerne anbieten möchtest und später in den Marktplatz transferieren.

    Und was für eins hast du denn in Gebrauch, wenn nun dieses Axiostar zum Verkauf steht? Oder hast du es vielleicht nur duch irgendwelche Umstände geschenkt bekommen, hast keine Verwendung dafür und möchtest es halt nur veräußern? Dafür gibt es andere Plattformen, die eben nur für den Verkauf gedacht sind.


    Beste Grüße

    Bernd