Die erste Planktonkammer ist fertig

  • Hallo zusammen,

    ich habe den Prototyp entworfen und Gerald hat´s in CNC Technik perfekt gefräst. Die Plexiglassäule sitzt "saugend" im Loch, das Deckglas habe ich wieder mit Neo-Fermit befestigt, das ist einfach sauberer wie Vaseline, weil´s eben nicht schmiert und auch nie fest wird (die im oben zitierten Thread gezeigte Büchse ist mindestens 20 Jahre alt!). Das Rohr ist mit einer hauchdünnen Wachsschicht (Möbelwachs) abgedichtet, weil´s trotz der genauen Passung nach einer Weile aus dem Spalt überlief. Andere Volumen lassen sich natürlich durch längere / kürzere Rohre realisieren.
    Am Boden ist eine Aussparung angebracht, damit der Objektführer für normale Objektträger greifen kann,et werden muss. so daß nicht umständlich auf einen speziellen OF umgerüstet werden muss.
    Die Bohrungen sind angebracht worden, um das Material auf der Fräse zu befestigen, leider musste das POM auch erst plan gefräst werden, da die Ungenauigkeit der Platte einfach zu groß war (dafür war sie gratis).

    Sollte jemand Interesse an einer Kammer haben, bitte PN an mich, einige wenige habe ich übrig.

    • Offizieller Beitrag

    Moin Hugo,

    sehr schöne Konstruktion!

    Zitat

    Das Rohr ist mit einer hauchdünnen Wachsschicht (Möbelwachs) abgedichtet, weil´s trotz der genauen Passung nach einer Weile aus dem Spalt überlief. Andere Volumen lassen sich natürlich durch längere / kürzere Rohre realisieren.


    Das Problem ist mir durchaus bekannt. So hätte man den POM-Klotz noch mit einer O-Ring-Nute versehen können, damit es dicht ist.

    Zitat

    Die Bohrungen sind angebracht worden, um das Material auf der Fräse zu befestigen,


    Die kannst du aber noch nutzen für zwei kleine Nebenkammern. ;)

    Viele Grüße
    Bernd

  • Hallo Bernd,

    Danke!
    Die O-Ring Lösung wäre auch möglich, aber so finde ich es eigentlich besser, denn Wachs, Vaseline oder zur Not auch Margarine oder Hautcreme hat jeder im Hause und passende O-Ringe bekomme ich hier vor Ort leider nur noch sehr umständlich.

    Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
    Hugo

  • Hallo Hugo -

    der Temperatur-Ausdehnungskoeffizient von Acrylglas und POM dürfte unterschiedlich sein...

    Achte mal darauf: Aldi bietet bisweilen eine große gelbe Schachtel mit 420 O-Ringe der verschiedensten Größen (3,1-50 mm)für wenig Geld an. Diese kann man nicht nur ihrer Bestimmung gemäß verwenden, sondern für 1001 Zwecke (Zierringe am Fototubus, Einlagen gegen Streulicht, Okular-Erhöhung, Erhöhen der Griffigkeit von Knöpfen, Stossdämpfer an Stativstangen usw.).

    Viele Grüße

    Rolf

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Hugo,

    es hatte bei mir zwar etwas gedauert, aber inzwischen habe ich einen Händler für Parker-Oringe aufgetan in allen gewünschten Größen und Schnurstärken. Ein hauchdünner Film an Gleitmittel ist auch bei den O-Ringen angebracht, umso besser flutscht es. Abflußrohre lassen sich trocken ja auch nicht zusammenstecken. ;)
    Die 1-Euro-Läden bieten mitunter auch kleine O-Ring-Sortimentskästen an. Aber für Serienproduktionen ist das nix, wenn man daraus nur eine Größe braucht.

    Viele Grüße
    Bernd

  • Hallo O-RIng-Bastler,

    Die 1-Euro-Läden bieten mitunter auch kleine O-Ring-Sortimentskästen an. Aber für Serienproduktionen ist das nix, wenn man daraus nur eine Größe braucht.

    So ein Set für 1,xx Euro aus dem Schnäppchenmarkt habe ich mir auch mal gekauft.... leider war das Material minderwertig, so dass die Ringe schon bei leichter Belastung gerissen sind. Das Problem hatte ich aber bislang nur bei diesem Billigstset. Aber was will man bei einem Stückpreis von unter 1 Cent schon erwarten...

    Viele Grüße
    Michael

  • Die guten O-Ringe, die wir in den Neunzigern für die Taucherei gekauft haben, haben meist 50 Pfennig - 1,50 DM pro Stück im Fachhandel gekostet, dafür haben sie auch gehalten. Wenn das Leben von solchen Dichtungen abhängt, spart man nicht und macht auch keine Experimente. Hier wäre das was anderes, aber die Kammern sind fertig gefräst und damit erübrigt sich auch der O-Ring.
    Bei meinem "Prototyp" hatte ich das Rohr auch mit Neo-Fermit abgedichtet und das hat letztlich auch funktioniert.

    Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
    Hugo

  • Hallo Bruno,

    die Planktonkammer benötigt man für inverse Mikroskope (ich habe das schwarze Zeiss "Planktonmikroskop" auf der Basis des GFL). In ihnen lassen sich die Tiere beobachten, die nicht frei im Wasser schwimmen, sondern am Boden leben. Bei Gewässeruntersuchungen wird Formol hinzugegeben, was alle in der Probe enthaltenen Lebewesen abtötet und dann kann man die toten Viecher am Boden der Kammer auszählen; das habe ich jedoch noch nicht gemacht.
    Da diese Kammer irre teuer sind (ich habe ~180.-€ in Erinnerung), haben Gerald und meine Wenigkeit uns die Arbeit gemacht und selbst welche produziert. Hier werden die Original-Kammern angeboten (ein bisschen nach unten scollen, 4. Absatz):
    limnologisches Gerät
    Zeiss hatte diese Kammern einst auch im Angebot, wenn sie überhaupt mal gebraucht bei Ebay auftauchen, sind sie auch sehr teuer.

    Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
    Hugo

  • Hallo zusammen.

    Ich muß ein wenig widersprechen. Ich habe innerhalb eines Jahres bei Ebay zahlreiche Planktonkammern erworben. Es sind sowohl Säulenverbundkammern als auch Kammern mit festen Aufsätzen. Obendrein habe ich auch Ersatzböden erworben. Das Ganze hat knapp € 100,- gekostet, also nur einen Bruchteil des Neupreises. Richtig ist, daß bei Ebay Kammern nicht so häufig angeboten werden, dafür aber manchmal in Angeboten mit der Bezeichnung "Konvolut" enthalten sind. In einem solchen, für € 74,- erworbenen Konvolut, habe ich mehrere Kammern erhalten, den Rest des Konvoluts einzeln für ingesamt € 64 wieder versteigert und so ein "Kammerschnäppchen" gemacht. Beobachtung und Geduld zahlt sich eben aus! :thumbup:

    Guten Rutsch!

    Lupo

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