Beiträge von ephestia

    Hallo -

    noch ein Hinweis zum Grundkörper.

    Um ihn zum Einspiegeln eines Blitzes zu benutzen empfiehlt sich die Suche nach einem ZEISS-WINKEL GrK, denn dieser hat ein viel größeres Strahlenteilerprisma als der spätere ZEISS (dafür enthält er keine 125 mm Linse). Man hat es dann leichter eine größere Menge Licht reinzubringen, falls man zum Blitzen einen vorhandenen Aufsteckblitz auf das Prima setzen will.

    Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Strahlenteilung, die nicht 50/50 ist sondern 30/70 (oder so). Unter Umständen lohnt es sich deshalb, das Dauerlicht seitlich und den Blitz hinten einzuspiegeln.

    Viel Erfolg beim Basteln

    Rolf

    Hallo Bruno -

    du musst auch in Betracht ziehen, dass die Beleuchtung durch das Objektiv ein fast schattenfreies, oft reizloses Bild produziert, so ähnlich wie der Effekt eines frontalen Blitzlichtes bei Porträtfotografien. Erfreuliche Bilder bei stärkeren Vergrößerungen bekommst du nur, wenn deine Oberflächen schöne Farbkontraste aufweisen. Entweder eigene oder physikalisch durch Polarisation und Interferenzen hervorgerufene. Dazu sind dann oft weitere finanzielle Aufwendungen notwendig ...

    Erste Versuche solltest Du deshalb mit einer seitlich einstrahlenden Beleuchtung anstellen - Taschenlampe reicht da völlig und gibt z.B. bei faserigen Oberflächen von einfarbigen Stoffen kräftige Kontraste, die bei senkrechter Beleuchtung fehlen und das Bild langweilig erscheinen lassen.

    Gruß

    Rolf

    Hallo -

    welche Beleuchtung hat das Mikroskop?
    Ich hatte mal bei einem Zeiss Std. 16 einen Flecken im Bild, der von der LED herrührte. Diese hatte eine Feldlinse aus Silikon, die (wohl durch einen Tupfer mit einer heißen Lötkolbenspitze) beschädigt war.
    Da habe ich auch ewig nach der Ursache gesucht...

    Gruß

    Rolf

    Hallo Bernd -

    vielen Dank für diese erleuchtende Aufklärung - jetzt habe ich es begriffen! Dass meine verkehrte Montage zufällig zu ganz brauchbaren Ergebnissen geführt hat ist wohl darauf zurückzuführen, dass der Adapterachromat nicht in der Mittelebene des Tubus sitzt, dadurch wurde dessen Abstand zur Auflage 44 durch das Wenden ganz unabsichtlich um einige mm verringert.
    Leider bedeutet das aber auch, dass der Konverter auf der korrekten Auflageseite nicht durch Abdrehen gekürzt werden kann - die Fassung der Optik ist da zu nahe.
    Es muss also doch noch weiter gegrübelt und mit fliegenden Aufbauten probiert werden, bis Du evt. eine professionelle Lösung drechseln kannst - wir sind ja einst ähnlich vorgegangen :D :

    Viele Grüße

    Rolf

    P.S. Das Rumprobieren ist nicht ganz fruchtlos - immerhin habe ich einen Anpassungsfehler meiner bisherigen Ofenrohradaptation bemerkt. Ich hatte dazu das Ringsystem an meinem Axiovert 35 verwendet - aber da hat Zeiss ja eine T2-Adaptation verwendet und nicht die Schnittstelle 44 obwohl der Stutzen ganz ähnlich aussieht.

    Hallo Bernd -

    über spanabhebende Bearbeitung an diesen Mikroskopen würde ich nicht entfernt nachdenken wollen ...

    Nachdem die empirisch ermittelten Auflagemaße der Inverskonstruktion gut funktionieren ich möchte mich noch vergewissern ob ich die Theorie des korrekt positionierten Adapters richtig verstanden habe:

    a) Die Unterseite des Konverters (mit der 49 mm Ringschwalbe) erwartet eine Schnittstelle 50,5. Das Axioskop hat eine 44 er, eigentlich stünden für einen Adapter (unten 43,2 mm Schwalbe, oben Fassung für 49 mm Schwalbe) dann doch 6,5 mm zur Verfügung - ohne was abzudrehen?
    b) Die Oberseite des Konverters projiziert dann ein scharfes Bild in 50,5 mm Entfernung von der Auflage - unter dem 1,5 starken EOS/M42 Adapter entsprechend noch ein 5 mm starker Ring erforderlich?

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo Bernd -

    Du hast mir ja in den letzten Jahren schon einige tolle lösbare Verbindungen hergestellt, von den meisten bin ich immer noch umgeben - ich erinnere da z.B. an den Kondensortubus fürs Axiovert, der im Gegensatz zum Zeiss-Original sogar noch zerlegt werden kann und nebst Iris noch eine Schiebeoptik enthält ...

    Im vorliegenden Fall möchte ich den Aufwand allerdings nicht so weit treiben, zumal ich die Fotomöglichkeit am Stemi 2000 doch eher selten benutze.

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo Klaus -

    hier bemerkt man ja nicht, wenn jemand während man schreibt schon seinen Senf dazu gegeben hat :D - danke zum Hinweis mit dem Opmi - zur jetzigen Ästhetik habe ich ja schon meiner finalen Zufriedenheit Ausdruck gegeben (nicht mal meine Frau hat sich negativ geäußert) und schließlich werden auch große Flugzeuge weitgehend verklebt!

    Viele Grüße et goutez voir si le vin est bon!

    Rolf

    Hallo Bernd -

    aus der Lage der Ringschwalbe war mir schon klar, dass der Konverter verkehrt herum sitzt. Deshalb habe ich auch vor der Klebeaktion beide Stellungen in fliegendem Aufbau ziemlich ausführlich getestet und keinen merklichen Unterschied in der Bildqualität oder gar eine Bildfeldwölbung festgestellt - obwohl das Bildfeld des Objektivs fast zu sehr ausgenutzt ist (siehe Foto). Es ist wohl ein Achromat drin (3 Reflexe), dessen Linsenflächen auf beiden Seiten zwar verschieden gewölbt sind, aber nur wenig. Da ich keinen Unterschied feststellen konnte, habe ich es vorgezogen, dass die markante Beschriftung nicht auf dem Kopf steht, auch wäre das Ankleben der vorhandenen Adapter in "Normstellung" wesentlich umständlicher geworden.

    Da Du das Auflagemaß kennst, weißt Du wohl auch wo das Teil dazu gehört - ich habe vermutet zu einem Opmi? Wahrscheinlich sitzt es dort waagerecht, sodass die Schrift nicht auf dem Kopf stehen muss.

    Mit der Klebekombination auf dem Axioskop bin ich ja jetzt voll zufrieden und sie sieht auch nicht häßlich aus. Hier mit der EOS R, die eigentlich nur 20 mm Auflagemaß hat und deshalb hier mit einem EF/RF-Adapter versehen ist. Ich hatte auch mal einen Ofenrohradapter dafür gemacht, muss dann aber auf das APS-C-Format (Crop) umschalten.


    Mit dem Stemi 2000 fotografiere ich nur selten und möchte da auch keinen besonderen Aufwand treiben. Eine Hülsenkonstruktion aus POM mit einer Schwalbenaufnahme am überstehenden Ende sähe ohne Lackierung gut aus, wäre wohl auch mechanisch sehr sicher und würde mir außerdem erlauben den Ofenrohraufsatz draufzusetzen, wenn es schnell gehen soll - oder andere Teile mit 43,2 mm Ringschwalbe. Die Hülse könnte ja auch mit einer Stellschraube auf dem Schnittstelle 60-Tubus fixiert werden. Weiteres vielleicht besser per eMail.

    Bis dann viele Grüße und schon mal Frohe Feiertage!

    Rolf

    Hallo Technikfreaks -

    vor einiger Zeit hatte ich bei eBay ein Stück Optik erstanden auf dem lediglich stand: "Carl Zeiss 1,6x T*". Es hatte einseitig eine Ringschwalbe etwa 46 mm D, die an nix aus meinem Bestand passte und auf der anderen eine Schwalbenaufnahme vermutlich für den gleichen Schwalbendurchmesser.
    Wie erhofft, konnte ich es aber jetzt mit Hilfe von UHU-Plus, einer 43,5 mm Ringschwalbe von einem Zeiss-Monotubus und einem EOS-M42 Adapter in ein brauchbares Teil für mein Axioskop umwandeln - und wie das Schicksal so spielt, es funktioniert mit meiner Canon parfokal auf der Schnittstelle 44 und ersetzt jetzt meinen klobigen Panzerfaust-Adapter mit Fotookular P 2,5x. Der Bildausschnitt im Vollformat ist dabei viel besser als mit 2,5x weil ich eine 1,25 Vergrößerung im Tubus habe.

    Nun würde ich das Teil gerne auch alternativ an der Schnittstelle 60 meines Stemis 2000 verwenden können und wenn ich es mit der Ringschwalbe aufsetze (siehe Foto), erhalte ich tatsächlich ein mit der Variooptik des Stemis völlig parfokales Bild.

    Leider kann ich keine Schwalbenschwanzfassung auf die Schnittstelle montieren, weil dadurch der Tubus verlängert würde und die schöne Parfokalität hin wäre. Auch möchte ich sie nicht mechanisch verändern oder bekleben ...
    Da aber der Ringschwalbendurchmesser mit 43,3 mm fast identisch ist mit dem Außendurchmesser der Schnittstelle (44 mm), wäre meine Idee einen Alu- oder (vielleicht besser) POM-Ring darüber zu stülpen, der oben 6 mm übersteht und reversibel befestigt wird indem die 3 Inbus-Madenschrauben umgedreht werden und den Ring von innen halten. Die Ringschwalbe würde dann im überstehenden oberen Rand von 2 Maden und einer Rändelschraube in Normalstellung wie üblich abnehmbar fixiert.

    Hat meine Gedankengang einen Haken oder gibt es andere Vorschläge? Natürlich denke ich da speziell an Bernd (ja, ich lebe und wandle noch ... ) ...

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo -

    diese Mikromanipulatorteile habe ich auch beobachtet - falls die Kiste mit hochwertigster Feinmechanik zu einem Schleuderpreis zu haben gewesen wäre hätte ich zugeschlagen - eine Anwendung dafür hätte ich schon noch gefunden ...

    Gruß

    Rof

    Hallo -

    einerseits freue ich mich immer über Fluoreszenzbilder (insbesondere von ungefärbten Präparaten) aber als ehemaligen Elektronikbastler hat mich wiederum Franzens Bild besonders begeistert - endlich sehe ich mal was in so einem winzigen Kondensator steckt! - aber das hat absolut nichts mit der ästhetischen Qualität zu tun ...

    Viele Grüße

    Rolf

    Genau! Das Teil versorgt jetzt eine geregelte LED-Stromquelle, die ich in einem Hohlraum des Stativs untergebracht habe. Der Poti dafür ersetzt jetzt den alten Regelpoti und den habe ich in die Rückwand versetzt, weil ja fast ausschließlich die LED benutzt wird. Die 12 V-Regelung wird zwar nur noch sehr selten benötigt, aber für den Fall der Fälle blieb sie erhalten.

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo Bernd -

    ja, die Stromversorgung der diversen Axios ist etwas verwirrend! Ich hatte mal ein Axiolab (Made in Mexico), dessen Lampe mit Wechselspannung betrieben wurde, wahrscheinlich auch mit Phasenanschnittsteuerung wie bei dem gezeigten Axioskop 20. Bei meinem jetzigen Axioskop liefert das 50W-Netzteil hingegen Gleichstrom, der so glatt ist, dass er problemlos zur Versorgung eines kleinen LED-Netzteils verwendet werden konnte.

    Viele Grüße

    Rolf

    Lieber Jürgen -

    Danke für die aufschlussreichen Hinweise in puncto TTL-Blitz am Mikroskop!

    Als vielfacher Panzerfausteigentümer und -umbauer sind mir die Vorteile des Zentralverschlusses beim Mikro geläufig und ich habe eigentlich auch immerdie manuelle Einstellung des Blitzes vorgezogen (möglichst kurz), zumal das früher für erschütterungsfreie Belichtung auch obligatorisch war.

    Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und als fauler, aber experimentierender Mensch wäre für mich ein korrekt einzustellender TTL-Blitz am Mikroskop (wie man das ja jetzt auch von der normalen Blitzfotografie gewohnt ist) erstrebenswert, weil ich mich dann nicht immer drum kümmern muss, wie weit die Blenden gerade zugezogen sind und ob ich gerade mit Ph oder DIK zugange bin. Aber hier ist halt der Weg das Ziel, wie meistens bei bastelnden Mikroskopikern ...

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo -

    das Microblitzen mit TTL-Belichtung hatte ich bei meiner EOS 5D Mk II ad acta gelegt, obwohl es bei Verwendung meines 580 EX II mit live view und EOS-Utility im Prinzip funktionierte. Allerdings sind die auftretenden Verzögerungen beim Tümpeln untragbar, denn für die Belichtungsmessung mit Vorblitz muss erst der Spiegel heruntergeklappt werden und der klappt dann wieder fürs live-view hoch und die normale, auch schon mit Verzögerungen behaftete, Blitzbelichtung läuft ab. Dies gilt auch für die anderen EOS SLRs mit live view.D

    Nun habe ich mit der spiegellosen (und schweineteuren) EOS R einen neuen Anlauf genommen. Die kennt eh nur live view und da geht das Blitzen aus der EOS Utility wirklich verzögerungsfrei und ohne jegliche Erschütterung. Allerdings weiß ich noch nicht, inwiefern der Messblitz nervöse Organismen vor der Belichtung zusammenzucken lässt. Außerdem bin ich mit der automatischen Belichtung noch nicht recht zufrieden.
    Bei Makroaufnahmen mit Ringblitz funxt das tadellos, aber irgendwie scheint die Messung via Mikroskopstrahlengang die Messung zu stören, oft sind die geblitzten Fotos überbelichtet (auch wenn ich das Dauerlicht vor dem Blitz minimiere oder ausschalte) und die Blitzbelichtungskorrektor scheint irgendwie nur sehr schwach anzusprechen.

    Vielleicht verkrafte ich auch intellektuell und/oder altersbedingt die 999 Einstellungsmöglichkeiten bei modernen Digitalameras nicht mehr und habe einen ganz essentiellen Faktor übersehen.

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo -
    die XM-L Cree-LEDs sind ja Standard liefern je nach Variante und Selektion um die 800 lm. In kleinen Schritten wird die Leistung der unterschiedlichen Varianten und Selektionen zwar ständig verbessert - aber nur in relativ kleinen Schritten. 20 % mehr Licht merkt man im Mikroskop mit DIC oder Phase kaum.
    Das Problem mit den Multi-Emitterlampen wurde schon angesprochen: Der Brennfleck einer Bogenlampe ist ziemlich klein und die Original-Kollektoroptik ist daran angepasst. Es gehen sicher 90 % der Lichtleistung in die Binsen, es sei denn man macht eine eigene aufwendige Kollektorkonstruktion.
    Etwas anderes ist es natürlich, wenn man die Leuchtfläche mit einer Mattscheibe homogenisiert und sie ohne Beleuchtungsoptik unter den Kondensor setzt, aber es geht hier ja um den Ersatz des Kohlebogenofens.

    Ich habe schon öfter mit den 4-Emitter-Varianten (Cree XH-P 70) rumprobiert, die eigentlich etwa doppelt so viel Licht geben sollten wie die XM-Ls. Bei einer Zeiss Leuchte 15 kriege ich mit deren Kollektor höchstens die Hälfte des Lichtes auf das Objekt - also keine Gewinn. Auch habe ich mal versucht die alte 100 W Glühlampe in einem Zeiss-Kürbis zu ersetzen aber leider auch nur etwa 20% mehr Licht rausgekriegt...

    Deshalb hatte ich vor vielen Jahren mal eine CBT-140 (Luminus) mit Wasserkühlung in eine alte HBO-Leuchte eingebaut


    Diese hat einen einteiligen runden Emitter von etwa 4,2 mm Durchmesser, hat einen Nennstrom von 21 A und kann mit bis zu 28 A bestromt werden. Sie liefert dann etwa 4000 lm. Die LED ist auf einer Cu-Platine montiert, unmittelbar neben dem Emitter sitzt ein Thermfühler. Versuche mit relativ großen Prozessorkühlkörpern und Gebläse erbrachten keine ausreichende Kühlleistung.

    Nachteile:
    Ein Netzteil, das 28 A = bei etwa 4 V liefert steht kaum im Labor.
    Der Prozessorkühler schlägt auch noch zu Buche.
    Die ganze Anlage wurde genauso groß wie mein Axioskop, bei dem ich sie fürs Auflicht in Betrieb hatte
    Der Preis der LED liegt um die 100.- und alles in allem musste ich für die gesamte Anlage etwa 400.- aufwenden

    Vorteile:
    Alles funktioniert schön leise - Probleme mit der Wasserkühlung hatte ich keine.
    Die Spektralvertreilung der LED (Kaltlichtvariante) war etwas günstiger (Max bei etwa 425, statt bei den üblichen 455 nm) sodass ich mit dem Erregerfilter 435 nm noch brauchbare Fluoreszenz bekam.

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo Stefan -

    da würde ich mal von Trametes versicolor ausgehen. Bei der Algenbesiedelung handelt es sich aber wohl kaum um eine Symbiose - die gammeligen Schmetterlingstrameten bieten bei diesem Wetter halt ein schönes Substrat in dem sich die Feuchtigkeit lange hält. Hast Du mal einen Querschnitt durch die Porenschicht versucht?

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo Bernd -

    Du schreibst, dass Du bei der Neonröhre visuell sogar noch eine Linie unterhalb 400 nm erkennen kannst. Vermutlich macht sich da unsere Altersdifferenz bemerkbar, denn leider konnte ich auch mit einer 405 nnm LD visuell nichts erkennen und meine EOS 5D Mk II zeigt mit dieser LED auch nur was bei > 415 nm, deren 405 nm Maximum liegt wohl in einem Bereich, bei dem deren Sensor nichts mehr bringt (siehe mein Versuch eine handliche "Breitbandbeleuchtung" zusammenzupfriemeln:
    Kunstlichtbeleuchtung für Handspektroskop

    Wahrscheinlich ist ja bei meiner Kamera ein UV-Filter davor - welche Kamera benutzt Du denn bei Deinen Beispielen?

    Viele Grüße

    Rolf

    Hallo -

    bekanntlich habe die meisten "weißen" LEDs diese Blaugrünlücke, was öfter stört, wenn man Spektren von Filtern o.ä. untersuchen will (hier eine Cree XM-L, 8000 K).

    Andererseits schwächeln Halogenbeleuchtungen systembedingt auf der kurzwelligen Seite des Spektrums (hier eine 12 V/10 W Halogenbirne, leicht überlastet:

    In einem ersten Schritt habe ich mal versucht, durch eine Kombination Halogen/LED 405 nm das zu verbessern:


    Jetzt haben wir ausgerechnet eine Lücke , wo sonst die weiße LED das übliche Maximum aufweist. Kombination weiße LED mit Halogen ergabt leider eine übermäßige Steigerung des Rotgrünbereichs und natürlich fehlt dann der Bereich unterhalb 440 nm.
    Also wird es auf die Kombination LED 405, LED 450 (Royal blue) und Halogen hinauslaufen - project under progress.

    Als Versuchsbasis verwende ich einen alten Durchlichtuntersatz aus der Hammerschlag-Stemizeit, Kollektoroptik ausgebaut. Beim ersten Versuch mit einer 230V Hal-Reflektorlampe war es mir gelungen trotz untergelegtem Wärmeschutzfilter die mattierte Feldlinse zu sprengen - der Riss ist noch sichtbar. Mit einem 10W-Halogenlämpchen macht das keine Probleme mehr. Die vorgesehene Sterobeleuchtung es Untersatzes ist etwas hinderlich, man kann aber den Spiegel etwas verdrehen. Das Halogenlämpchen sitzt vor dem linken Beleuchtungsloch relativ nahe am Spiegel. Die Zusatzbeleuchtung mit der 405 nm sitzt genau dahinter, rechts könnte man wahrscheinlich irgendwie eine LED 450 nm platzieren:

    Frage an Fachleute: Wie steht es mit erschwinglichen LEDs mit komplettem Spektrum? Die derzeit mir bekannten Fabrikate scheinen für Mikroskopbeleuchtung wenig geeignet, weil es sich um Kombinationen verschiedenfarbiger kleiner LED auf einer größeren Fläche handelt, aber für solche eine Spektroskopbeleuchtung müsste das ja angehen.

    Typische Schwierigkeiten liegen in der unterschiedlichen Farbempfindlichkeit des Auges im Vergleich zum Kamerasensor.
    Frage an Fachleute: Wie sieht das im kurzwelligen Bereich aus - mir scheint, der Kamerasensor bzw. ein Filter davor schneidet unterhalb 425 nm ab?

    Material und Methoden: Die Fotos wurden mit einer EOS 5D Mk II gemacht und verschiedene Einstellungen der Farbtemperatur ausprobiert. Foto war auf dem Gestell befestigt, das ich illegal in Bernds Spektroskopthread diskutiert habe

    Viele Grüße

    Rolf