Dunkelfeld Aufrüstung Zeiss Standard KF2

  • Liebe Mikroskopie-Gemeinde!
    Wer kann mir helfen, mein Problem zu lösen?
    Ich möchte mit meinem Zeiss Standard KF2 in's Dunkelfeld.
    Laut Handbuch gibt es für das KF2 eine spezielle Zeiss Kondensorwippe mit Dunkelfeldblende (D 0,7 für Objektive 10- bis 40fach). Man muss also lediglich die Kondensorwippe umbauen, die mit einer Rändelschraube fixiert ist.
    Mein Problem: Einerseits besitze ich diese Kondensorwippe mit Dunkelfeldblende (D 0,7) nicht. Andererseits sind damit laut Handbuch offenbar nur Dunkelfeld Beobachtungen mit 10- bis 40fach Objektiv möglich.
    Ich würde aber gern mein 100fach Objektiv im Dunkelfeld verwenden.
    Wie kann ich mein KF2 für's Dunkelfeld mit 100fach Objektiv aufrüsten?
    Vermutlich benötige ich einen neuen Dunkelfeld Kondensor? Wenn ja, welcher Typ ist geeignet, wo bekomme ich den einigermaßen günstig und wie kann dieser eingebaut werden?
    Vermutlich benötige ich einen Öl-Kondensor oder ist auch ein Trocken-Kondensor für ein 100fach Objektiv verwendbar?
    Den Dunkelfeld-Kondensor muss ich dann vermutlich immer umbauen, wenn ich im Hellfeld arbeiten möchte? Das ist natürlich nicht so komfortabel wie die einfache Umschaltung an der Kondensorwippe, wäre aber für mich auch ok.
    Oder kann man vielleicht mit der im Handbuch beschriebenen Kondensorwippe mit Dunkelfeldblende (D 0,7) doch bereits mit dem 100fach Objektiv arbeiten? Vermutlich ist aber ein spezieller Dunkelfeld-Kondensor leistungsfähiger als die Lösung mit der Blende?


    Viele Fragen. Aber hier scheinen so viele Leute unterwegs zu sein, die wirklich etwas von der Thematik verstehen...
    Im Voraus vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung!!!

    Frank

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frank,

    zuerst einmal Willkommen hier im Forum!
    Mein erstes Mikroskop war auch so ein Standard KF2 und ich hatte es für Dunkelfeld aufrüsten können. Was man dazu benötigt, ist ein passendes Glasplättchen, das genau in die Bohrung der Kondensorwippe reinpasst, in der die Übersichtslinse nicht drin ist und auf dieses Glasplättchen wird ein schwarzes Scheibchen bestimmten Durchmessers geklebt, nennt sich auch Zentralblende, und schon hat man auch Dunkelfeld.
    Da der Kondensor nun eine Apertur von 0,9 hat, funktioniert diese Methode leider nur bis zu den 40er-Objektiven. Für viele Anwendungen mag das schon ausreichen.
    Aber wenn man mit einem 100er Ölimmersions-Objektiv Dunkelfeld machen möchte, benötigt man auch einen hochaperturigen Öl-Immersionskondensor und das Objektiv muß zudem mit einer Iris zur Aperturverringerung ausgestattet sein.
    Nur ist mir für das KF2 leider kein passender Immersionskondensor bekannt, daher wird es wohl etwas schwierig werden.
    Anders ist es dagegen bei den Standard-Modellen, wo sich der Kondensor über die Schwalbenaufnahme wechseln läßt. Dafür gibt es das passende Equipment und selbst beim einfacheren Standard Junior mit dem Steck-Kondensor bestünde dafür noch die Möglichkeit.

    VG
    Bernd

  • Hallo Bernd!
    Vielen Dank für die schnelle Antwort! Und danke für das tolle Forum hier!
    Wenn ich das richtig verstehe, ist diese selbst gebaute Zentralblende nichts anderes wie diese Kondensorwippe mit Dunkelfeldblende, die es original zum KF2 gibt.
    Sieht so aus, als wenn ich für das 100er Dunkelfeld aber ein anderes Mikroskop benötige. Was würdest Du mir denn hier empfehlen, was nicht gleich extrem teuer wird?


    LG Frank

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frank,

    genauso ist es. So gibt es auch eine wechselbare Kondensorwippe mit eingebauter Phasenblende für Phasenkontrast, die eben zentrierbar ist.

    Für das 100er Dunkelfeld würden sich im Prinzip alle Standard-Stative der grauen Serie eignen, angefangen vom Standard RA über das Standard 14 bis zum Standard 18, die desöfteren angeboten werden. Selbst an einem alten Standard GFL läßt sich noch ein 1,4er PH-Kondensor mit Dunkelfeldblende verwenden. Auch diese werden desöfteren angeboten.

    VG
    Bernd

  • Ich danke Dir, Bernd!
    Ich werd mal mein Glück versuchen. Ich werde dann hier berichten, was raus gekommen ist. Vielleicht interessiert es ja noch andere Leute, wie man ins Dunkelfeld einsteigen kann.
    Wenn man sich nicht so auskennt, ist man schnell mit all den Dingen etwas überfordert. Da braucht man einfach mal jemanden, der einen Licht an's Fahrrad (in dem Fall an's Mikroskop) macht!
    In dem Sinne nochmals vielen herzlichen Dank für die Tipps,

    Frank

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frank,

    würde mich freuen. Aber du kannst es ja zunächst mal mit der Zentralblende in der Kondensorwippe probieren.
    Mit dieser wird gleichzeitig die Irisblende betätigt, aber diese muss bei Dunkelfeld natürlich voll geöffnet bleiben, da du sonst ein dunkles Feld hast und nichts weiter siehst.

    VG
    Bernd

  • Ja Bernd, das würde ich ja machen, aber ich habe keine Kondensorwippe mit Zentralblende. Und bisher habe ich auch nicht gesehen, dass die irgendwo angeboten wird. Oder nach was und wo muss ich da suchen?

    Gruß, Frank

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frank,

    die Original-Kondensorwippe mit Zentralblende wird einzeln auch schlecht zu bekommen sein. Soweit ich weiß, hat Zeiss diese auch nicht mehr im Lieferprogramm. Daher der Vorschlag, eine Blende selber einzusetzen wie ich es bereits beschrieben habe. Ich bin aber nicht mehr sicher, ob dieses Loch in der Wippe einen kleinen Absatz hat, damit das Glaslpättchen (z.B. rundes Deckglas) nicht durchfallen kann. Aber mit einer selbstgedrehten Hülse läßt sich das ggf. lösen oder etwas anderem, was dort zufällig reinpasst.

    VG
    Bernd

  • OK, danke Bernd und Jürgen!
    Ich brauche ein rundes Glasplättchen mit 19,0 mm Durchmesser. Das wird schon mal nicht ganz einfach? Aber, ok, vielleicht funktioniert auch ein klarer Kunststoff.? Dann klebe ich in die Mitte zentriert eine schwarze Scheibe, die weniger als 16,0 mm Durchmesser hat, so dass ein freier Rand übrig bleibt, welches das Licht zum Kondensor durchlässt. Jetzt stellt sich die Frage, wie breit dieser durchsichtige Rand optimal sein sollte, bzw. wie groß der Durchmesser der schwarzen Scheibe sein sollte?


    Gruß aus Stuttgart,
    Frank

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Frank,

    das ideale Maß der Zentralblende habe ich nun nach der langen Zeit auch nicht mehr im Gedächtnis. Aber das kannst du selbst ermitteln, indem du dich von unten angefangen bei 10mm herantastest. Ab einem bestimmten Durchmesser gelangen die Lichtstrahlen dann nicht mehr direkt in das Objektiv, sondern nur noch über Reflektion und Brechung.

    BTW: Wie ich mitbekommen habe, lauft deine Anfrage auch woanders. Ich bin erstaunt, welche Freundlichkeit dir dort entgegen gebracht wird. Vielleicht melde ich mich dort auch noch an. :)

    VG
    Bernd

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Jorrit,

    deine Filtervorlagen hast du vor längerer Zeit im nicht-öffentlichen Teil dieses Forums vorgestellt. Interessierte Mitleser von außerhalb können sich also wenig darunter vorstellen. Gleiches gilt für ein PDF zu deinem Dezembervortrag. Man muß also erst Sherkock Holmes spielen, um ggf. mehr darüber zu erfahren.

    VG
    Bernd

  • Hallo Frank.

    Sicher, daß es nicht 18mm sind? Falls die 19mm nicht passen, hätte ich 18mm da. Wegen der Größe der Pappscheiben (aus schwarzer Pappe). Erstmal mit Overheadfolie oder durchsichtigen Dokumentenhüllen testen. ;) Der äussere Rand (durchsichtig) ist relativ schmal.

    Am besten, Du fokusierst auf die Irisblende und ziehst Sie soweit zu (oder auf) bis Sie nicht mehr zu sehen ist (Sichtfeldrand). Vorher legst Du ein durchsichtiges Plättchen mit Markierungen in den "(Filterhalter)" (sprich Kondensorschacht). Nun merkkst Du dir, welche Markierung am Sichtfeldrand liegt. Das ist die Größe der DF-Blende (Pappe). Aber ein wenig (0,5mm pro Seite) breiter. ;)

    Jedes Objektiv benötigt eine andere DF-Blende. Allerdings funktionieren z.B. die 20x auch für das 10x.

    Liebe Grüße Jorrit.

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