Schneiden mit dem Schlittenmikrotom

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    • Schneiden mit dem Schlittenmikrotom

      Hallo,


      Vor einiger Zeit kaufte ich günstig ein gebrauchtes, gut erhaltenes Schlittenmikrotom. Diese Woche war es zum ersten Mal bei mir im Einsatz. Als Schneidwerkzeug verwendete ich die Leica 818 Klingen. Der Klingenhalter war eine Spur zu stark, sodass ich ihn seitlich einspannen musste.

      Als Präparat diente unter anderem eine in AFE fixierte Löwenzahnwurzel, eingeklemmt in Holundermark. War etwas wackelig, da ich nicht so fest spannen konnte.

      Die Fotos davon sind eingebettet in 70 prozentigen Alkohol, noch ungefärbt, aufgenommen worden. Gestern wurde mit EtzoldFCA gefärbt und heute eingedeckt. Sie liegen zu Zeit noch am Kachelofen zur Trocknung.
      Als Anfänger wäre ich für Kritik und Verbesserungsvorschläge dankbar.
      Bilder
      • a Schlittenmikrotom Fa. Jung_1.jpg

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      • d Schlittenmikrotom Fa. Jung_4.jpg

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      • e Löwenzahnwurzel_1.jpg

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      • h Löwenzahnwurzel_4.jpg

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    • Servus,

      Das sieht doch alles wirklich gut aus!

      Ich klemme die Einmalklinge immer komplett ein, das lose aufliegende Ende kann sich beim Schneiden härteren Materials bewegen und es immer besser, wenn sich da nichts bewegen kann.

      Ansonsten: Glückwunsch zu dem Traumstück!!

      Solltest Du Fragen zur Wartung haben: Genau dieses Mikrometerwerk birgt einige Schrauben mit Linksgewinde, ich hab´s vor längerem komplett zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder zusammengebaut. Ich helf´ Dir gerne!
      Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
      Hugo
    • Büroamöbe schrieb:

      Ich klemme die Einmalklinge immer komplett ein, das lose aufliegende Ende kann sich beim Schneiden härteren Materials bewegen und es immer besser, wenn sich da nichts bewegen kann
      Hallo Hugo,
      das Verschieben außerhalb des Klemmstückes hab ich gemacht, weil ich die Klingenschneide vollständig ausnutzen wollte. Bis zur Mitte verschieben und dann die Klinge umdrehen.
      Danke für dein Angebot zur Wartung. Im Moment bewegt sich alles wie es soll.
      LG
      David
    • Mario1966 schrieb:

      dein Schnitt sie schon mal als Anfänger sehr gut aus, bin mal gespannt auf deine gefärbten Präparate, mach weiter so.
      Immer daran denken es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
      Hallo Mario,
      da hast recht. Einige Dinge die ich verbessern muss:
      Zum Reinigen der Objektträger ein nicht faserndes Tuch verwenden. Ich finde in meinen Schnitten haarartige Fasern vom (sauberen) Taschentuch.
      In meiner Anleitung zu Etzold FCA Färbung steht 1 Tropfen Farblösung in > 10 cm3 Wasser bei 24 Stunden Färbezeit. Ich kenn die Konzentration meiner Farblösung nicht, aber ein Tropfen ist eindeutig zu wenig. Vielleicht ist auch meine Farblösung aus 2015 schon zu alt.

      Auch das Einbetten im Holundermark war noch nicht optimal. Die dünneren Schnitte sind im Randbereich häufig ausgerissen.

      Werde demnächst ein paar der besseren Schnitte einstellen.

      VG

      David
    • Hallo David,

      zum reinigen reicht ein Spiritus getränktes Küchentuch.
      Die Farblösung hält lange, ich habe meine schon Jahre stehen und sie funktioniert immer noch.
      Wenn ich Färbe gehe ich so vor.

      Die Probe liegt in 70 % Ethanol
      1. 50% Ethanol 3 min.
      2. 30% Ethanol 3 min.
      3. zwei mal Aqua spülen 1 min.
      4. FCA-Farblösg. 5-8 Min. gelegentlich schwenken. aber die Farblösung nicht verdünnen
      5. zwei mal Aqua spülen 1 min.
      6. Isopropanol 99 % 1 Stufe 30 sek. 2 Stufe 3 min. 3 Stufe 5 min.
      7. Einschließen in Euparal
      Deine Farblösung müsste eigentlich noch gehen.
      Und was dir fehlt ist ein passender Probenhalter, das eingespannte sieht aus als könnte es abkippen, beim schneiden musst du die Probe mit Ethanol feucht halten dabei wird Holundermark noch weicher und wenn du Pech hast hält es nicht mehr.
      Darum habe ich mir solche Halter hergestellt, weil mir das passiert ist.

      Mfg Mario
    • Hallo,
      hier ein paar der gefärbten Schnitte. Ein Tropfen der FCA-Farblösung war nicht ausreichend. Kann es sein, dass nach dem Färben, bei der Entwässerung in den Isopropanolstufen, Farbe ausgeschwemmt wird?
      VG David
      Bilder
      • a 2020_01_25_Löwenzahnwurzel quer_Aufnahme Leitz Orthoplan_BG 20.jpg

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      • b 2020_01_25_Brennnessel Stängel quer_BG 20Aufnahme Leitz Orthoplan.jpg

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      • c Brennnessel Stängel quer_Aufnahme Leitz Orthoplan_BG 10.jpg

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      • d 2020_01_25_Brennnessel Stängel quer Detail_BG 20_Aufnahme Leitz Orthoplan.jpg

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    • ligustica schrieb:

      In meiner Anleitung zu Etzold FCA Färbung steht 1 Tropfen Farblösung in > 10 cm3 Wasser bei 24 Stunden Färbezeit. I
      Hallo David, was ist das denn für eie Vorschrift? Von mir istdie sicher nicht
      Man kann 1:1 verdünnen und dann länger färben. Aber ein Tropfen auf 10 ml ist schon homöopatisch und das halte ich für Humbug.

      ligustica schrieb:

      Ein Tropfen der FCA-Farblösung war nicht ausreichend.
      Hallo David, bist du nach Schottland emmigrierter Schwabe? Wenn du auf OT färbst muss der Schnitt komplett mit Farblösung bedeckt sein, großzügig, weil im warmen Zimmer auch etwas verdampft.
      Dann gut auswaschen. Die Entwässerungsprozedur erfordert etwas Sorgfalt und am Anfang Geschwindigkeit. Wasser muss weitgehend weg dann kurz mit 100% Isopropanol spülen und danach frisches auftropfen 30 sec drauf lassen und wieder mit frischem bedecken. Jetzt 1- 2 Minuten drauf lassen und um sicher zu sein dann nochmal aber gut 3 Min drauf lassen, abgießen und noch feucht vom letzten Iso mit Euparal eindecken.
      Schnitte dürfen nie austrocknen!
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Hallo David,

      Klaus war schneller und hat vollkommen Recht.
      Da wir an unseren Mikrotreffen immer größere Mengen Schnitte auf einmal färben, nutze ich ein sog. Salznäpfchen und färbe mit 5-10 Tropfen. Etwas Restflüssigkeit von auswaschen mit dest. Wasser ist ja eh immer noch in den Schnitten. Zusätzlich erwärme ich auf ca. 60°C. Ist dann manchmal leider überfärbt, aber mit der Zeit kriegst du den Bogen raus!
      Der Schnitt vom Tulpenbaum ist auch so entstanden. Nicht perfekt, aber auch nicht unbrauchbar.
      Bilder
      • 2020011121341100.jpg

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      Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
      Hugo
    • Büroamöbe schrieb:

      Da wir an unseren Mikrotreffen immer größere Mengen Schnitte auf einmal färben, nutze ich ein sog. Salznäpfchen und färbe mit 5-10 Tropfen.
      Hallo Hugo,
      ich hab eine kleine Petrischale mit 10 ml dest. Wasser genommen und einen Tropfen Farblösung dazu. Wundert mich nicht, wenn von der Farbe nicht viel zu sehen war. Hab gelesen, dass die Färbung bei geringerer Farbkonzentration schöner und ein nachfolgendes differenzieren überflüssig wird.
      Auch meine Schnitttechnik muss ich noch verbessern, damit die Schnitte nicht ausfransen.
      VG david
    • Hallo David,

      die Färbevorschrift kenne ich auch, habe aber die 24 Std. Variante noch nie ausprobiert. 1 Tropfen auf 10ml erscheint mir trotz der langen Färbedauer sehr wenig, erst recht, wenn ich dein Ergebnis sehe.
      Vielleicht hat der Klaus ja die Original-Vorschrift zur Hand und kann sie hier zeigen.


      Wer suchet, der findet:

      zobodat.at/pdf/Mikrokosmos_91_5_0001.pdf

      ab Seite 316ff findet sich das Original!
      Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
      Hugo

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