Tischlein druck dich

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    • Sehr schön. Ich hab vor kurzem einen Filterhalter für die Fluoreszenz gedruckt. Ganz fertig ist er noch nicht, sieht aber schon gut aus.
      Vielleicht sollten wir in der Filebase eine Sammlung von 3D-Modellen zum Drucken anlegen. Exportieren als eine übliche STL-Datei geht von allen CAD Programmen. Eine Schwalbe für das Zeiss Standard hab ich auch schon gemacht, da kann man beliebig weiter konstruieren. Ich verwende übrigens Inventor.
      Mittelfristig werde ich meinen Fokusantrieb von Zanhriemen auf direkte Kopplung umbauen und alles in 3D drucken.

      Druckst du PLA? Ich verwende seit einiger Zeit PET oder noch besser PETG, PLA nur für die ersten Prototypen. Druckt sich wie PLA (mit höherer Temperatur), ist aber mechanisch und thermisch stabiler. TPE für elastische Teile geht auch wie PLA, wenn man den Extruder etwas pimpt.
      Falls du PP für flexiblere Teile drucken willst, verwende auf dem kalten Bett ein PP Klebeband (bei Hofer/Aldi gab es ein farbloses) und 190°C, max. 15 mm/s für den ersten Layer, dann Temperatur erhöhen auf 220-240°C. Ist aber trotzdem kein Spaß das Material, weil es sich so stark verzieht.

      VG
      Klemens
    • Hallo Klemens,

      Danke für deine Ausführungen und Anregungen. Nach etwas längerer Pause habe ich mal wieder etwas im 3D-Druck gemacht.
      Der Reflektoreinsatz für den IV-FL wäre übrigens auch ein schönes Projekt. :)
      Das Schöne ist halt, daß man sich Prototypen frei nach Schnauze erstellen kann, was es als Originalteil eben nicht gibt.
      Zudem ist dieses Junior-Stativ auch noch ein Sonderfall, denn der Tischträger stammt von den großen Standards. Das Lochbild ist auch etwas anders als bei den Junior-Tischen. Ein Standard-Tisch passt aber wiederum auch nicht drauf, dazu ist die Ausladung vom Stativhals zu klein und der Triebkasten würde stören. Der kleine Rundtisch erfüllt nun genau diesen Zweck. :thumbsup:
      Vorher hatte ich noch auf Malerkrepp geduckt, für den Anfang sicher auch ok, aber die Oberfläche hat eben die charakteristische Struktur, was nun für die meisten Anwendungen auch nicht weiter tragisch ist. Nun drucke ich auf einer Glasplatte und die Tischoberfläche ist auch glatt wie ein Spiegel, auch wenn das auf dem Foto nicht so aussehen mag. Ich war selber erstaunt. 8o
      Gedruckt habe ich auch bislang nur in PLA, aber um die Hauptplatine etwas zu entlasten, habe ich bereits die Mosfet-Platine für das Hot-Bed nachgerüstet. Die Umrüstung auf Auto-Leveling steht auch noch an, aber bis dahin habe ich erstmal die Einstellmöglichkeit für die Bettnivelierung verbessert. Im Netz gibt es jede Menge Verbesserungsvorschläge, aber man muß aufpassen, denn nicht jeder Vorschlag bringt wirklich eine Verbesserung. So hatte ich schon auf Anti-Z-Wobbling umgebaut, aber die Seitenflächen waren schlechter wie vorher. Also habe ich wieder zurückgebaut.

      kljosc schrieb:

      Vielleicht sollten wir in der Filebase eine Sammlung von 3D-Modellen zum Drucken anlegen.
      Ich glaube, das wäre zu begrüßen. :thumbup:

      VG
      Bernd
    • Hallo Bernd,

      die ersten Verbesserungen, die ich gemacht habe, waren
      • Ringdüse
      • 2 x MOSFET
      • Autoleveling mit dem Tronxy XY-08, funktioniert nach Startschwierigkeiten blendend (Extruderdüse im Bett versenkt, Bett leicht verbogen <X ), Abhilfe gegen Versagen des Sensors bringt jetzt der etwas brutale Z-Saver, ich werde noch den mechanischen Schalter elektrisch zum Sensor einschleifen, ist eleganter

      • Kabelkette zum Bett
      • Gleitlager statt Linearkugellager

      • Glas auf dem Bett, da hatte ich alte Bilder :D
      • eine Versteifung bzw. kompletten Rahmen/Gehäuse aus meinem geliebten Alfer-Profil und Plexiplatten
      • eine Siebdruck-Grundplatte + Schwingungsdämpfer wie man sie unter Bassboxen legt

      • einen kleinen Einsatz im Extruder zum Drucken von flexiblem Filament, druckt sich jetzt wie PLA
      • Filamentspulenhalter
      • natürlich Octoprint auf einem Raspi3 + Kamera + Homematic Funkschalter für den Drucker, so kann ich den Drucker im Bastelkeller vom Büro im EG einschalten, mit Druckdateien füttern, beobachten, etc.
      Zur Zeit konstruiere ich gerade eine Rückenplatte mit den drei Lagern für schnell wechselbare Extruder (den standardmäßigen und einen E3D Bowden Clon). Ziel ist es einen Bowden Doppelextruder für die üblichen Filamente zu montieren und im Bedarfsfall, wenn das mit Bowden tatsächlich so schlecht geht, den Originalextruder drauf zu schrauben.

      Mein Sohn hat auch den A8 mit einigen Verbesserungen und vor allem mit einer printbite+ Auflage für das Bett. Das funktioniert wirklich blendend. Wenn man direkt bei der Firma bestellt, kann man einen Zuschneidewunsch per Email schicken, dann passt die Auflage exakt.

      Eigentlich gibt es immer was zu Schrauben :D

      VG
      Klemens
    • Hallo ihr genialen Drucker. Ein Objekt würde sich für Serie lohnen. Bei den Standard-Mikroskopen sind sehr oft die Dämpfungsfüße nur noch eine braune Schmiere. Bei Zeiss gibt es die als Ersatzteil einzeln pro Stück für ich glaube 5.-. Sind jetzt wohl aus Silikon, aber der Preis ist schon gewaltig. Gibt es denn einen Kunststoff, der nicht zu glatt ist, also etwas gummiartig, "rutschfest" Die dürften pro Stück sagen wir mal 1.- kosten, dann wär das ein Renner.
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Hallo Klemens,

      zu viel Firlefanz muß das Ding ja nun auch nicht haben, sondern eben nur das, was nötig bzw. sinnvoll ist. Und schließlich soll es ja auch drucken. ;)
      Die zweite Mosfet-Platine muß ich mir noch besorgen, aber den Aufnahmerahmen habe ich bereits für beide gedruckt. :)
      Der Extruder-Aufbau ist m.E. auch nicht sonderlich elegant gelöst. Wenn man da mal ran muß, muß erst der Lüfter abgebaut werden. Dessen Schrauben tragen auch den gefederten Arm von der Andruckrolle im Extruder und alles ist lose. Auch das habe ich etwas wartungsfreundlicher gestaltet.
      Größere Teile werden zwar schnell zeitintensiv, aber bei komplizierten Geometrien ist das Ding fast unschlagbar. Wenn man diesen Tisch aus dem Vollen dreht und alles so ausfräsen muß, bricht man sich schnell einen ab. :D

      VG
      Bernd
    • Also:


      Auf der Gewindestange holpert die volle Spule wie ein plattgefahrener Autoreifen. Die Spulenkerne lassen sich zwar auch drucken, aber Drehen geht für mich schneller.


      Ein Schalter ist schon besser, auch ein Netzkabel, das man abziehen kann. Außerdem ist die Klemmleiste dann nicht so offen.

      Hier herrscht Ordnung:





      Hier zwar weniger, aber wir haben bereits über die MosFet-Platinen gesprochen.


      Der nächste Tisch ist schon in Arbeit.


      Hier habe ich die Bereifung gedruckt.

      VG
      Bernd
    • Hallo Bernd!

      Sehr schön, besonders die Bereifung. Ist die auch aus PLA?

      Werkzeughalter muss ich noch machen. Kleinwerkzeug liegt meist herum, wobei meine Werkbank genau gegenüber liegt.

      @Klaus: Der Fuß war nur als Beispiel, was so etwa kostet in der Größe. Wie gesagt im Centbereich. Bernd hat's gleich konkret umgesetzt :thumbsup: Mit dem flexiblen TPE lassen sich diese Füße ganz einfach und rutschsicher herstellen und noch viel mehr.
      Ich hab auch nur eine mechanische Schiebelehre und einen Präzisionswinkel. Damit geht fast alles :D Scannen ist bei so "geometrischen" Teilen gar nicht so gut, das nimmt man hauptsächlich für "organische" und vor allem größere Objekte. Da muss man meist viel nacharbeiten im CAD. Mein Sohn hat sowas für Modellbauteile ausprobiert.

      VG
      Bernd
    • Hallo Klemens,

      wie gesagt bin ich noch beim PLA. Die Stollen wurden bei den Reifen im Programm auf dem virtuellen Teilapparat virtuell eingefräst.

      Klaus Herrmann schrieb:

      dann wär das ein Renner.
      Hier wäre dann der nächste Renner für den Klaus:


      Einfache Vorsteckhülse für die Zeiss-Ringschwalbe für Filterdurchmesser 22mm und 25mm.


      Blaufilter auf die Lampe...


      ...und schon hat man Fluoreszenz.

      VG
      Bernd
    • Hallo Bernd,

      die Durchlicht-Fluoreszenz ist wirklich genial einfach. Aber deine Steckhülse wäre ja auch geeignet einen Analysator aufzunehmen. Wäre nur das Problem einen glasgefassten in dem Durchmesser zu finden.
      Das würde das Problem lösen einen Analysator unter zu bringen. Polarisator auf die LFB legen kann jeder, aber den Analysator bekommt man nicht so leicht rein.
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Hallo Klaus,

      Klaus Herrmann schrieb:

      die Durchlicht-Fluoreszenz ist wirklich genial einfach.
      es mag für einige wohl nur schwer vorstellbar sein, aber es geht noch einfacher wie ich es mal vor mittlerweile 4 Jahren vorgemacht habe:
      mikroskopie-forum.at/index.php…light=Fluoreszenz#post529

      Man kan das Filter zwar auch lose in den Revolverkopf reinlegen, aber das Rausangeln ist eben nicht so bequem. Und es ist schon besser, wenn das Filter einigermaßen senkrecht zur opt. Achse platziert ist anstatt in "irgendeiner" Schieflage. Für Experimente zwar sicherlich ausreichend, aber eben doch keine Dauerlösung.

      Klaus Herrmann schrieb:

      Aber deine Steckhülse wäre ja auch geeignet einen Analysator aufzunehmen. Wäre nur das Problem einen glasgefassten in dem Durchmesser zu finden.
      Keine Frage, auch ein Analysator könnte man nach dieser Methode in den Strahlengang platzieren. Der Durchmesser läßt sich vor dem Druckvorgang schließlich auch beliebig anpassen. Ich habe nun einige Filter in 22mm und 25mm Durchmesser, aber es wäre kein Problem, eine Steckhülse für andere Durchmesser zu drucken wie z.B. 23,2mm.

      Mir ist schon bewusst, daß diese Lösung dem Profi längst nicht genügt, denn ein Sperrfilter oder Analysator hat sich schließlich im parallelen Strahlengang zwischen einem Telansystem zu befinden, wofür es auch einen Zwischentubus gibt.
      Aber wenn es darum geht, Gewicht einzusparen. um ein möglichst vielseitiges Mikroskop zum Mitnehmen zu haben, ist es doch m.E. ein recht brauchbarer Kompromiss.



      Und die Senioren waren gestern vom Junior jedenfalls begeistert, auch wenn es nur monokular und ohne Objektführer ausgestattet ist.

      VG
      Bernd