Beiträge von kljosc

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    Ich war ja eigentlich auf der Suche nach diesen "flexures", weil mich das fasziniert und mit 3D Druck machbar ist.

    Das erste Mal hab ich so etwas vor Jahren gesehen, als ich eine defekte Laborwaage von Mettler zerlegt hab. Die Teile waren aus Aluminium und angeschraubten Federstahlblechen als flexible Gelenke.


    VG

    Klemens

    Hallo Bernd,


    ich hab für eine andere Anwendung (HMI für eine SPS) einen Pi4 mit einem 7" Touchpanel um ca. €50 in den Schaltkasten eingebaut. Das gibt es aber auch gleich mit ganz brauchbaren Gehäusen z.B. bei Pollin. Tastatur und Maus lassen sich natürlich auch anstecken. Wenn man die GUI ordentlich baut, braucht man das aber nicht.


    VG

    Klemens

    Hallo Sandra!


    Wie Bernd bereits schrieb, würd ich mir mal Folien kaufen (Amazon, eBay, ...), rund zuschneiden und in einen Papprahmen kleben. Du brauchst ein Stück passender Größe, damit du zwei Scheiben ausschneiden kannst.

    Ich hab mir kleine 30 mm Polfilter mit schöner Metallfassung aus der Fotoecke gekauft. Einer liegt als Polarisator (drehbar) über der Leuchtfeldblende. Die kosten nicht viel. Für den Analysator hab ich auch einen aus Glas ohne Einfassung, der liegt einfach im Strahlengang unter dem Binokular über dem Revolver meines Zeiss Standard 14. So viel ich mich erinnere, waren das Kosten < 30€.


    VG

    Klemens

    ... und dir sagen, dass du keine Chemikalien bekommst. Siehe AGB


    10.1. Soweit wir bei bestimmten Produkten eine Lieferzusage von dem Verwendungszweck abhängig machen müssen, haftet der Kunde für alle etwaigen Nachteile, die uns aus unzutreffenden Angaben erwachsen. Bei Giften und anderen Stoffen, deren Verwendung nur im Rahmen gesetzlicher oder behördlicher Vorschriften erfolgen darf, gilt die Bestellung des Kunden gleichzeitig als Erklärung, dass diese Stoffe für einen erlaubten Zweck im vorstehenden Sinne benutzt werden sollen. Sie haben die gesetzlichen Vorschriften im Umgang und bei der Verwendung der von uns erworbenen Stoffe, Gemische und Erzeugnisse zu beachten. Privatpersonen können nicht mit Chemikalien beliefert werden.


    Nicht mal ich als Chemiker mit Nachweis der Ausbildung bekomme privat von denen Chemikalien. Ich hatte schon ein nettes aber bestimmtes Gespräch nach einer Bestellung von Wischiwaschichemikalien ...


    VG

    Klemens

    Hallo Tinkle,


    einen Thermocycler würd ich mir nicht selber bauen, den kann man günstig gebraucht kaufen und der hat auch einen standardisierten Heizblock. Der ist wichtig, damit der Wärmeübergang schnell und akkurat mit den üblichen dünnwandigen Reaktoren funktioniert. Am Thermocycler wird es aber sicher nicht scheitern. Wenn's wirklich DIY sein soll, schau mal hier. Wahrscheinlich fehlt dir dann noch die Elektrophorese mit allem Zubehör.

    Alleine die benötigten Primer wirst du nicht als Privater bekommen. Als Institut oder Gewerbetreibender mit Genehmigung liegst du bei mindestens 100-200+ € nur für einen spezifischen Primer. Das gesamte Protokoll samt Ausrüstung ist außerdem viel zu kompliziert und hat nichts mit einer normalen Laborantenausbildung zu tun. Du brauchst dafür eine Ausrüstung in etwa wie ein Genetiklabor und jemanden, der dir zeigt, wie das richtig geht. Dafür gibt es die MTA Ausbildung (für reine Labordiagnostik) oder ein Studium der Biologie, Biophysik oder Medizin auf der Uni (allgemeine Ausbildung). Wenn dich PCR interessiert.


    Über dem steht aber noch das Gesetz. Du möchtest mit pathogenen Viren oder Bakterien arbeiten. Dazu braucht es eine Befähigung und eine Genehmigung, sowie ein dafür ausgestattetes Labor. Selbst "gewöhnliche" Bakterien (z.B. Fäkalkeime) zu vermehren, von denen du nicht weißt, was du da noch alles züchtest, kann arg ins Auge gehen und dir Strafe einbringen oder dich oder andere im schlimmsten Fall töten.


    Geh lieber zum Arzt deines Vertrauens, wenn du krank bist. Diese Diagnostik hat nichts mit einem Lackmusstreifen zu tun, den man einfach eintunkt und ablesen kann, was man hat. Die meisten Krankheiten sieht man auch nicht einfach so unter dem Mikroskop.


    Wenn dir aber nur die Mikroskopie langweilig wird, probier doch harmlosere Dinge, wie Wasser aus Tümpeln, etc. zu untersuchen und ein ordentliches Protokoll zu entwickeln, wie man das Gesehene/Gefangene mit einfach zugänglichen Chemikalien sicher fixiert, färbt und eindeckt. Die Welt der Fluoreszenzmikroskopie ist auch sehr spannend und für den versierten Bastler sicher ein Bereich sich auszutoben. Du kannst dein Mikroskop motorisieren und automatisch Stacken/Stitchen. Übe dich in scharfen, präsentationsfähigen Bildern. Geh an oder über die üblichen Grenzen deines (Licht)Mikroskopes. Beschäftige dich mit Image Processing, evtl. in Verbindung mit Machine Learning, Dekonvolution, Ptychographie. Bei letzterem kannst du dich mit Elektronik und Programmierung beschäftigen.


    VG

    Klemens

    Also für PCR brauchst du schon ein wenig Erfahrung, ein passendes Protokoll und das nötige Material. Zentrale Dinge sind ein Thermocycler einen zum Test passenden Primer, Pufferlösung, Polymerase, ... Vor allem Primer sind teuer und privat schwer zu bekommen.


    Unter dem Mikroskop wirst du eine Erkältung oder Schlimmeres nicht erkennen oder gar unterscheiden können, schon gar nicht wenn es Viren sind.


    VG

    Klemens

    So ein Antrieb braucht ja auch eine Steuerung mit passender Leistungsendstufe für die Stepper. Wie schon ein paar Mal im Forum erwähnt, nehme ich dazu Standardhard- und -software aus dem 3D Druckbereich (Arduino Mega 2560, RAMPS 1.4 mit Sprinter Firmware). Ins Gehäuse hab ich dann neben der 12V Stromversorgung für die Steuerung noch eine variable Stromquelle für eine 3W LED (Durchlicht von unten) und eine weitere variable Stromquelle für eine zweite max. 10W LED (z.B. UV LED am Fluoreszenzaufsatz) gepackt. Die Stecker für die Stepper und Endschalter muss ich noch auf das Flachbandkabel crimpen und ein wenig nackte Kontakte isolieren. Dazu kommt wieder der UV-Kleber zum Einsatz.



    VG

    Klemens

    Hier sieht man die 8 mm Trapezspindel und die M5 Gewindestange mit den Muttern im Vergleich


    Zur Minimierung des Axialspiels wird - wie bei billigen Spindelmuttern üblich - eine zweite Mutter mittels Druckfeder vorgespannt. Eine Mutter wird fest im Schlitten montiert, die andere wird nur gegen Verdrehen gesichert und kann sich axial leicht bewegen. Damit muss das Axialspiel die Vorspannung überwinden, was bei so einem Antrieb kaum vorkommen wird und somit das Spiel nahezu eliminiert ist.


    Es gibt auch noch kleinere Linearführungen und Spindeln zu kaufen. Diese sind aber überproportional teurer und schwieriger zu beschaffen, da diese nicht als Massenware im 3D Druckbereich verwendet werden.


    VG

    Klemens

    Etwas mehr Herausforderung ist der X-Schlitten. Es ist kein Wunderwerk der Feinmechanik , aber für den Prototypen reicht es mir. Die 8 mm Spindel ist schon sehr voluminös mit dem ganzen Drumherum. Ich werde noch versuchen, eine M5 Gewindestange aus Edelstahl mit zwei federgespannten Muttern in den Antrieb einzubauen. Das erfordert aber noch etwas Dreh- und Fräsarbeit. Da keine großen Kräfte übertragen werden, sollte es auch mit diesem 60° Spitzgewinde funktionieren.

    Vorerst sind der Motorhalter und der Schlitten aus dem 3D-Drucker (PLA) in Draft Qualität (0,3 mm Schichten). Wenn dann alles passt, werden die gedruckten Teile durch CNC-Teile ersetzt. Wahrscheinlich :99:

    Unterlagscheiben fehlen noch überall und an der Trapezmutter muss ich den Kopf der M3 Schraube etwas schmäler machen.



    Schraubenlöcher mache ich im Durchmesser des Gewindeaußenmaßes, was bei meinen Einstellungen zu einem leichten Untermaß führt. Dann werden die Löcher entweder auf Maß gebohrt oder mit der Handreibahle aufgerieben. Das passt dann fast wie CNC gefertigt. Flachsenkungen werden genau so behandelt. Dazu mache ich bei diesen Teilen 3 oder 4 Wandlinien.



    VG

    Klemens

    Hallo Freunde der Bastelei,


    da meine motorisierte DIY XY-Stage am Wilozyt V 365 etwas in die Jahre gekommen ist und auch nicht die nötige Präzision hat, habe ich mir für den Weihnachtsurlaub den Neubau vorgenommen.


    Ziel war es mit gut zugänglichen Bauteilen und Halbzeugen eine möglichst präzise Mechanik zu bauen. Da ich im Eigenbau von CNC-Fräsen und 3D Druckern Erfahrung habe, lag es nahe, mich aus diesem Bereich zu bedienen. Die Steuer- und Leistungselektronik sollte gleich bleiben (Arduino Mega 2560 + RAMPS 1.4) und wird normalerweise in 3D Druckern verwendet. Die Firmware ist eine etwas ältere Version von Sprinter, die mit dem Micro Manager 1.4 und 2.0 zusammenarbeitet. Damit können dann alle 3 Antriebe kalibriert (X, Y, Z Fokus) und das Mikroskop über den PC gesteuert und Aufnahmen automatisiert werden (Stiching, Stacking, Timelaps, Kombinationen daraus, Autofokus, ...). Und das Image Processing mit ImageJ oder Icy gibt's gleich dazu.


    So in etwa soll es mal aussehen. Die "Schlitten" muss man sich noch dazudenken.


      


    Den ersten Schlitten hab ich nun fast fertig. Provisorisch montiert und Anreißlack noch drauf ;-) Leichtgängig ist es auch.

        


     


    Wenn alles läuft, kommt noch ein wenig Feinschliff und die abschließende Reinigung im Ultraschallbad.

    TBC


    VG

    Klemens

    Hallo Klaus,


    kommt darauf an was und wie du etwas färben willst für die Fluorezenzmikroskopie. Du kannst relativ unkritisch mit Acridin Orange oder A. Rot in einer Konzentration von 1 g/l gelöst in Wasser tote botanische Schnitte färben, gut wässern und dann mikroskopieren. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Farbstoffen. Je verdünnter, desto länger die Färbedauer.

    Einzeller in Wasserproben platzen bei der hohen Konzentration nach kürzester Zeit durch den osmotischen Schock. Da muss man runter mit der Konzentration.


    Im Romeis (Mikroskopische Technik) stehen einige Anleitungen. Viele Stammlösungen sind so etwa im 0,1 - 10 g/l Bereich, die dann 1:10 bis 1:10.000 verdünnt werden. Mal so über den Daumen.


    Willst du aber lebend färben und die Fluoreszenz beobachten, dann guckst du mal hier als Einstieg.


    Du kannst auch ein ganz simples "zoologisches" Präparat für den Anfang probieren. Epithelzellen aus deiner Mundschleimhaut auf einem Objektträger aufstreichen kurz über der Flamme fixieren und mit 1 mg/l AO oder AR färben, wässern. Ich bette dann in Glyzerin ein, da ich die "Objekte" nicht aufhebe.


    Auch die Fluoreszenz von Chlorophyll ist ganz nett und spannend. Schau mal hier oder hier. Letzteres ist mit AO dazugefärbt + Fluoreszenz von Chlorophyll.


    Viel Spaß

    Klemens