Erste Versuche

  • Hallo zusammen,


    ich habe kürzlich ein Jena Werkstatt-Mikroskop (0,5-5x20) erworben und versucht ein paar Fotos zu machen. Mich interessiert u.a. die Kontrolle von Werkzeugschneiden (Holzbearbeitung), aber auch Insekten und Pflanzen.



    Direkt durch das Okular oder den Okularschacht war das erwartungsgemäß wenig hervorragend.



    Ich habe mir daher einen günstige Adapter für meine Nikon D7000 besorgt. Damit sind schon mittelmäßige Fotos möglich.



    Mich interessiert jetzt vor allem, was für eine Qualitätsverbesserung ich noch von einem 150€ AmScope Adapter (CA-NIK-SLR) oder einem noch wesentlich teureren von lmscope (DSLRNT) erwarten kann.


    Besten Dank.


    Gruß, David

  • Muss nicht perfekt sein, ging mir nur darum, ob ich mit moderatem Aufwand wesentliche Verbesserungen erwarten kann; so ist das schon ganz okay für meine Zwecke:


    Diamant-Schleifplatte (Atoma 140)



    Belgischer Brocken (blau)


    Sind das dann Trinokular Mikroskope die für Fotografie (Auflicht) ausgelegt sind, oder gibt es da noch andere Bauweisen? Gerne Modellbeispiele, damit ich etwas eine Vorstellung bekomme. Muss nicht das günstigste sein, aber ich will auch kein Labor aufmachen. :)

    Ich war davon ausgegangen, dass die meisten digitalen Mikroskope wenig taugen, oder ist sowas wie das Bresser Analyth oder AmScope digital ernsthaft gut?


    Gruß, David

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    Hallo David,


    natürlich gibt es auch noch andere Bauweisen, die aber nach dem Anwendungsbereich zugeschnitten sind. Bei den Auflichtgeräten gibt es die Art mit der Beleuchtung durch das Objektiv mittels einem Illuminator im Strahlengang und wo zwischen Objektiv und Objekt beleuchtet wird mit größerem Arbeitsabstand, dafür weniger Auflösungsvermögen. Und mit steigender Vergrößerung sinkt wieder die Abbildungstiefe.

    Bei Stereomikroskopen ist der Strahlengang konstruktionsbedingt leicht geneigt, was man durch einen passenden Keil beim Fotografieren wieder ausgleichen kann. Und die Art der Beleuchtung spielt eben auch noch eine nicht unwesentliche Rolle.


    VG

    Bernd

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    Hallo David,

    Das Technival (Citoval ebenso) hatte einen eigen Adapter wo der Strahlengang des Linken Auges über eine
    Umlenkung mit Spiegel und ein Linsensystem zur Kamera ging. Das funktioniert sehr gut.


    fg, Franz

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    Die Welt wäre so schön wenn Frauen so einfach gestrickt wie die Maxwellschen Gleichungen wären --
    Mann könnte dann Störfelder berechnen und Wellen, Phasen und Ströme ....
    und die Harmonischen ganz leicht checken..

    http://interphako.at

  • Hallo Franz,


    danke für die Information, jetzt weiß ich auch was für eine Modellart ich da habe. Dass dort nur Jena, nicht Zeiss draufsteht, hat das eine wesentliche Bewandtnis?


    Falls du mir die genaue Bezeichnung des Adapters angeben könntest wäre ich dankbar, ich konnte hier (https://www.mikroskop-online.d…%202%20%20CITOVAL%202.pdf) nicht genau identifizieren welches Bauteil du meinst, oder war das ein Drittanbieter-Teil?


    Zum Unterschied zwischen Technival und Citoval habe ich bisher nichts finden können.



    Was die Beleuchtung angeht habe ich den (Original?)Trafo vermutlich verheizt; da hatte sich sicherlich Staub gesammelt und das hat der dann bei längerem Einsatz nicht mehr gemocht. Wäre ja nicht so aufwändig zu ersetzen, jetzt nutze ich aber erst einmal eine LED Videoleuchte. Die günstigeren LED Ringlichter sind mir etwas suspekt und vor allem scheinen die keinen ausreichend großen Durchmesser zu haben. Da schau ich mich aber nochmal um.


    VG, David

  • Hallo David.

    Wenn "aus Jena" auf dem Mikroskop steht, war es die damalige Exportversion für das kapitalistische Ausland.

    Wenn "Zeiss Jena" drauf steht, war es für die DDR oder den damaligen Ostblock gebaut.


    Ein Technival hat eine Schaltwalze zum Einstellen der gewünschten Vergrößerung,

    beim Citoval handelt sich es um ein so genanntes Zoom-Mikroskop. Dort kann die Vergrößerung stufenlos

    eingestellt werden.


    Der Adapter den du brauchst ist der Fototubus, in der Dokumentation Teil 27 im Systemdiagramm

    auf Seite 4 bzw. 5. Dazu gehören entsprechende Projektive, wobei der Fototubus mit den Projektiven für Kameras im KB-Format

    gedacht war also die heute so genanntnen Vollformat-Kameras. Für Kameras mit kleinerem Sensor benötigt man dann

    Verkleinerungsoptiken anstatt der Projektive.

    LG Rene

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