Will BX 300 Instandsetzung

  • Hallo allerseits,


    nach Zeiss, Leitz und Olympus zur Abwechslung die Instandsetzung eines Will BX 300. Zunächst war die Überholung des Revolvers notwendig, der sich nur noch schwer bewegen ließ und es sich dabei recht kratzig anfühlte. :huh:



    Der Revolver mußte also zwecks Reinigung zerlegt werden. Dazu war es notwendig, ihn vom Stativhals abzuschrauben.



    Es beginnt mit dem Einsetzen der winzigen Kügelchen. Insgesamt 34 an der Zahl, dabei 24 für die äußere Laufbahn und später 10 für die inner Laufbahn des Revolvertellers.



    Bevor nun der Teller auf den Halter aufgesetzt wird, ist darauf zu achten, daß die Hohlschraube für die Befestigung am Stativ mit eingesetzt wird, da dies sonst nachträglich nicht mehr möglich ist.



    Erst dann können die 10 Kugeln für die innere Laufbahn eingesetzt und der Lagerdeckel mit Schraube (Rechtsgewinde) montiert werden.



    Der Revolver kann dann schon nicht mehr auseinanderfallen, aber es muß noch der Überwurfring aufgeschraubt werden, der mit zwei Senkschrauben fixiert wird.
    Die Schrauben lassen sich nur in einer bestimmten Einschraubtiefe und Orientierung einsetzen.



    Zum Schluß kann der Revolver wieder am Stativ, vorzugsweise im Kopfstand, befestigt werden.

  • Nun war das aber noch längst nicht alles, was die Instandsetzung betrifft. Zwei Objektive konnten nicht mehr einfedern und vor allem fehlte das Innenleben im Fuß des Statives.



    Es fehlte der Trafo mit Regelung. Eine Halogenlampe 12V/20W wurde über ein externes Stecker-Netzteil betrieben und die Niederspannung über den Netzanschluß geführt. Das Potentiometer mit Ein-Aus-Schalter war noch vorhanden, wenn auch ohne Funktion.



    Da für die Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes keine Originalteile mehr verfügbar sind, mußte nun ein wenig improvisiert werden.
    Zunächst wird dazu die Lampenfassung wieder mit einer 6V/10Watt Halogenlampe bestückt. Die Dimmfunktion übernimmt nun ein Steo-Down-Wandler, der für eine maximale Stromstärke von 3 Ampere ausgelegt ist. Die Belastung beträgt bei 6V Lampenspannung jedoch gerade mal 1,7 Ampere. Auch das Original-Potentiometer mit 10KOhm eignet sich mit einem Parallelwiderstand für die Regelung der Lampenspannung.



    Um nun die Niederspannung zu bekommen, wird anstatt eines Transformators ein Schaltnetzteil verbaut. Es liefert eine Ausgangspannung von 7,5V, ist bis 2 Ampere belastbar und obendrein noch kurzschlußfest.



    Die Bodenplatte aus Nicht-Metall verhindert eine mögliche Berührung mit der Hochspannung. Wer jetzt noch den Netzwahlschalter vermisst, der sich mal oben rechts hinter dem Lochausschnitt befand, dem kann ich sagen, daß das Schaltnetzteil für eine Eingangsspannung von 85-264V Wechselspannung oder sogar 120-370V Gleichspannung laut Herstellerangabe ausgelegt ist. :P



    Zu guter letzt noch der Funktionstest. Nach dem Einschalten glimmt die Lampe schwach auf und läßt sich bis zu einer maximalen Lampenspannung von 6V hochregulieren.

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