Einfaches Testobjekt für die Fluoreszenz

  • Hallo,

    für ein einfaches Fluoreszenz-Testobjekt braucht man nicht viel. Einen Objektträger auf den ein Etikette aufgeklebt wird und einen Gang in ein Papierfachgeschäft. Wer klug ist nimmt den Objektträger mit und probiert dort darauf einige Leuchtstifte aus, die Anderen kaufen sie eben. :D

    Das fertige Testobjekt sieht dann in etwa so aus:
    [Blockierte Grafik: http://i1116.photobucket.com/albums/k561/Googol1972/IMG_3590_zpse20ff153.jpg]

    Passen nun Erregungslicht und Sperrfilter zusammen, sollten zumindest einige Farben der Stifte unter dem Mikroskop schön fluoreszieren und der Rest möglichst schwarz bleiben.

    Viele Grüße,
    Johannes

  • Hallo Bernd,

    falls du damit die Aufteilung der Linien auf dem Papier ansprichst, dass ist absichtlich so. Ich möchte meinen Mitmenschen nämlich die Gelegenheit geben es besser als ich zu machen. Spornt zum nachmachen an und entmutigt nicht gleich von Anfang an, Kindergartenpädagogik. ;) :D

    Viele Grüße,
    Johannes

    Biologisches Mikroskop: Zeiss Standard 16
    Stereomikroskop: Lomo MBS 10
    Kameras: EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da
    Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? George Bernard Shaw

  • Ein sehr preiswertes Medium für UV Tests ist Urin. Ich habe früher oft mit einer kleinen UV Taschenlampe die Sauberkeit in Hotel Bädern überprüft.

    Einmal editiert, zuletzt von Safari (10. Januar 2015 um 23:17)

  • Hallo Bernd,

    ich dachte du wolltest mit deinem Beitrag die Ausführung des Testobjektes kritisieren, womit du dann sicher auch recht gehabt hättest. Es geht natürlich auch sauberer.
    [Blockierte Grafik: http://i1116.photobucket.com/albums/k561/Googol1972/IMG_3591_zpse13abff8.jpg]
    Ein Mehr zahlt sich meiner Meinung nach, bei der einfachen Herstellbarkeit dieses Testobjektes, wohl nicht mehr aus. Die Linien sind im übrigen diesmal mit der Kante eines Stahllineals gestempelt und nicht direkt gemalt, da die Stifte nur recht dicke Linien imstande sind zu malen.

    Für UV-Anregung bei 365nm ist dieses Testobjekt übrigens auch geeignet, wobei das Beste daran ist, dass sich die Fluoreszenzfarben im Vergleich zur Blauanregung verändern. Das diesmal der Hintergrund nicht so schwarz ist hat den Grund, das ohne Anregungsfilter (die LED strahlt recht Breitbandig) und mit dem selben Sperrfilter wie oben fotografiert wurde, es ist also eher ein Negativbeispiel einer gelungen Filterkombination.

    Auf dein Testobjekt für Fluoreszenz bin ich natürlich neugierig, wie sicher andere auch. ;)

    @'Safari

    Das Urin fluoresziert ist mir bekannt, es gibt sogar Greifvögel die dies sehen können und somit die Spur ihrer Beute verfolgen können. Von daher ist dein Vorschlag sicher eine Überlegung wert. Einzig die Beständigkeit der dafür verantwortlichen Moleküle lässt mich noch zögern auf ein solches Testobjekt zu urinieren, okay, das ein solches Testobjekt bei einigen Forenmitglieder auf Abneigung stoßen könnte, ist auch ein weiterer Grund. :D

    Viele Grüße,
    Johannes

  • Hallo Franz,

    ich bin mir zwar nicht sicher wo der Pfad der Mikroskopie verlassen wurde, aber natürlich kann man auch einen Schnitt der Berberitze machen, keine Frage. Der Titel diese Beitrages lautet aber "Einfaches Testobjekt für die Fluoreszenz" und was ist einfacher als Striche auf ein Stück Papier zu malen?

    Viele Grüße,
    Johannes

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Franz

    Toller Handschnitt. Da sieht man den Könner......
    Aber es geht doch auch darum zu lernen, entdecken, spielerisch Erfahrungen zu gewinnen usw.
    Und da finde ich, ist Johannes mit seinen Versuchen aber schon genau auf den richtigen Weg.
    Abgesehen nun mal für mich von der Erfahrung die ich nun aus seinem Beitrag gewonnen habe,
    Leuchtstifte als einfach erhältliches Färbemedium nun zu haben (ich werden demnächst einfach versuchen den Leuchtstoff in ihnen mit Alk, Aceton oder H2O zu extrahieren, was wiederum mir sicher Spas macht ;) ) finde ich diese Versuche für Newcomer sehr anregend. Bitte sieh es mal so, und nicht aus der Sicht eines "alten Hasen" wie wir es schon sind.
    Ich für meine Seite bin echt erfreut über einfache Lösungen an die ich selbst im Lebtag schon aus Scheuklappendenken das ich als "Erfahrener" habe, nie gekommen wäre.
    Nicht umsonst hat Johannes in seiner Signatur einen sehr guten Spruch stehen......;-)

    Zitat

    Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.


    lg
    Franz

    --------------------------------------------------------------------------------------------------
    Die Welt wäre so schön wenn Frauen so einfach gestrickt wie die Maxwellschen Gleichungen wären --
    Mann könnte dann Störfelder berechnen und Wellen, Phasen und Ströme ....
    und die Harmonischen ganz leicht checken..

    http://interphako.at

  • Hallo Johannes!

    Der Pfad der Mikroskopie liegt bei mir auf botanischen und histologischen Anwendungen, du kannst ja weiter Striche zeichnen! Die Striche hätten für mich eher Sinn, wenn sie mit definierten Farbstoffen gemacht wurden, z.B. mit Rhodamin o.Ä.

    Einmal editiert, zuletzt von koestlfr (11. Januar 2015 um 11:14)

  • Hallo Franz,

    das Extrahieren der Farbstoffe geht mit Wasser sehr einfach, aber man bekommt die Farben auch zum nachfüllen. Leider beschränkt die leichte Wasserlöslichkeit auch die Einsatzmöglichkeiten.

    Viele Grüße,
    Johannes

    Biologisches Mikroskop: Zeiss Standard 16
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    Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? George Bernard Shaw

  • Hallo Franz,

    Der Pfad der Mikroskopie liegt bei mir auf botanischen und histologischen Anwendungen, du kannst ja weiter Striche zeichnen!

    Risse in einem 64mb SDRAM mit Textmarker gefärbt (drüber gemalt und mit einem Taschentuch abgewischt)
    [Blockierte Grafik: http://i1116.photobucket.com/albums/k561/Googol1972/Ram_zps23e3b8f0.jpg]
    ZeissPlan 10/0.22, Okular Kpl 8x, Relaioptik Tessar=45mm/F:2.8, Kamera EOS 1100D, Blauanregung

    Für mich ist die Mikroskopie eine Entdeckungsreise auch auf weitaus mehr als die von dir genannten Gebieten.

    Viele Grüße,
    Johannes

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    Einmal editiert, zuletzt von Johannes Kropiunig (11. Januar 2015 um 12:19)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Johannes,

    Zitat

    ich dachte du wolltest mit deinem Beitrag die Ausführung des Testobjektes kritisieren, womit du dann sicher auch recht gehabt hättest. Es geht natürlich auch sauberer.


    wie kommst du eigentlich darauf, daß ich die Ausführung deines Testobjektes kritisieren wollte? Es mag zwar für viele primitiv erscheinen, besonders für diejenigen mit besonders hohen Ansprüchen, aber die eine oder andere Anwendung läßt sich trotzdem noch davon machen, wenn auch nicht für die Anfärbung von botanischen Schnitten. Ich kenne z.B. eine Anwendug, bei der Schmierstoffe mit einem Zusatz versehen werden, der bei UV- oder Violettanregung fluoresziert. Wenn es um mikroskopisch kleine Flächen geht, ist das für die Qualitätskontrolle sehr hilfreich. Nur aus Erfahrung weiß ich eben, daß es eben zu nichts führt, darüber mit Leuten zu diskutieren, die es von vornherein als sinnlos oder gar kindisch erachten.

    Viele Grüße
    Bernd

  • Hallo Johannes -
    Ideen muss man haben - dein Vorschlag ist vor allem sehr wichtig für Neueinsteiger in Fluoreszenztechniken, die nicht mal so eben ein Wacker-gefärbtes Präparat aus dem Kasten holen können und auch keine Berberitze im Garten haben. Ich bin gerade "Mitbetreuer" in so einem Fall.
    Viele Grüße
    Rolf

    P.S. Da ich aber Anhänger der Primärfluoreszenz bin - besten Dank an Franz, dass er mir die Nase wieder auf die Berberitze gestoßen hat.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Leute

    Bitte nicht streiten ! X/
    Wir haben nun mal Könner , Anfänger und alle Levels dazwischen hier im Forum
    und ich schätze euch Alle ! ^^

    lg
    Franz

    --------------------------------------------------------------------------------------------------
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    Mann könnte dann Störfelder berechnen und Wellen, Phasen und Ströme ....
    und die Harmonischen ganz leicht checken..

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  • Hallo Bernd,

    Aber haben die auch Leuchtstifte in Ultraviolett? Oder ist das schon der Strich rechts neben Violett?


    Wie gesagt, ich dachte du sprichst damit die schlechte Aufteilung der Striche auf dem Etikette an, weil neben Violett noch so viel Platz frei ist.

    Ich wollte auch keine großartige Diskussion in Gang setzten , sondern lediglich ein einfaches Hilfsmittel zeigen, welches bei Schwierigkeiten dieser Art helfen könnte. Ob es nun kindisch ist, oder nicht, es funktioniert und zwar bei UV-, Blau- und Grünanregung, noch dazu in eine auf jede Anregungsart spezielle Art und Weise.

    Hier noch eine kleine Tabelle zur Übersicht der Fluoreszenzfarben der Stiftfarben bei den verschiedenen Anregungsarten.

    UV-AnregungBlauanregungGrünanregung
    Gelb

    Grün

    Rot

    X

    Hellgrün

    X

    Grün

    X

    Grün

    X

    Grün

    X

    Rosa

    Rot

    Grün

    Rot


    Sollte die Berberitze das auch können, so soll es mir recht sein. ;)

    Viele Grüße,
    Johannes

    Bilder

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Johannes,

    daß du bereits hier das Verhalten der verschiedenen Stiftfarben bei den verschiedenen Anregungsarten tabellarisch aufgestellt hast, ist schon mal recht interessant, auch wenn noch nicht genau bekannt ist, mit welchen Inhaltsstoffen man es zu tun hat und bei anderen Herstellerfabrikaten wieder anders ausfallen kann.
    Auch die Anwendung am gerissenen 64MB-RAM finde ich sehr anschaulich, nur habe ich den Sinn des Links nicht so ganz verstanden.

    Viele Grüße
    Bernd

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Johannes,

    Zitat

    Risse in einem 64mb SDRAM mit Textmarker gefärbt

    Deine Risse,.......bin etwas verwirrt.
    Für mich ist das die Platine (PCB) worauf die SDyn.Rams gelötet wurden, aber sicher nicht die SDRAMS (der Chip also) selbst. Und die Risse befinden sich auch im Lötstoplack ! und nicht im Ram.
    Das "Schwarze" sind die Kupferleiterbahnen, das mit Farbe gefüllte sind Umsteiger der Leitungen in bzw durch die Platine, also Vias.

    ich glaube nicht da mich zu irren .... ;)

    lg
    Franz

    --------------------------------------------------------------------------------------------------
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  • Hallo Johannes!

    Ich bin auch verwirrt, meine Berberitzen kann das alles nicht - aber ich hab das auch nicht mit dem Biologische Mikroskop fotografiert....

    PS: Super Mario rittert auch wieder!

  • Hallo Bernd,

    mit den Inhaltsstoffen kann ich leider nicht dienen, aber mit einem Bild der 4 wichtigen Stifte, die anderen 2 verwendeten Farben fluoreszieren nach meinen Beobachtungen nicht und könnten auch weggelassen werden. Ich habe mich zwar schon auf der Seite des Herstellers nach den Inhaltsstoffen umgesehen, leider erfolglos. Eine Kontaktaufnahme wird da wohl auch nichts bringen, so etwas fällt sicher unter Betriebsgeheimnis.

    Zu dem angesprochenen Link, vielleicht würde er leichter eine Fluoreszenz erkennen können, wenn er ein geeigneteres Testobjekt verwenden würde als Papier, oder ein Etzold-gefärbte Präparat.

    Franz,

    Die Risse sind natürlich in der Platine des 64 mb SDRAM Speicherriegels. Allerdings gehen die Risse sicher tiefer als nur durch den Lötstoplack, so wie ich das Ding über die Tischkante gebogen hatte. :D

    Viele Grüße,
    Johannes

    Bilder

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