Der Abbe-Kondensor ist dadurch bekannt, daß sich die Aperturblende in alle Richtungen verschieben läßt und oftmals noch an älteren Mikroskopen anzutreffen. So wurde mir kürzlich ein altes Schätzchen anvertraut, bei dem die Mechanik an der Stelle schwergängig bzw. verharzt war.![]()
Es handelt sich dabei um ein [lexicon='Messung',''][/lexicon]-Mikroskop von Otto Teichgräber,Baujahr ca. 1900, ansonsten aber noch erstaunlich gut in Schuß.![]()
Die Iris ist auf einer Längsführung befestigt, die sich über eine Zahnstange und einem Ritzel bewegen läßt.
Die Führung lief sehr "kratzig" und mußte daher zerlegt, gereinigt und neu gefettet werden.![]()
Diese Einheit wird über eine Gewindehülse am Kondensorträger befestig und läßt sich dabei noch verdrehen. Somit läßt sich die Aperturblende später in X- und Y-Richtung verstellen, um den gewünschen Beleuchtungseffekt zu erzielen.![]()
Die Aperturblende mußte nun leider auch in ihre Einzelteile zerlegt werden. Zwar nichts Ungewöhnliches, aber eben doch ein Puzzlespiel, weil nicht jede Lamelle an beliebiger Stelle eingesetzt werden konnte aufgrund der Fertigungstoleranzen.![]()
Zum Glück war das irgendwann auch geschafft und das werte Schätzchen ist wieder voll einsatzfähig.
Viele Grüße
Bernd