Meine ersten Versuche mit Holz

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    • Meine ersten Versuche mit Holz

      Hallo zusammen,


      ich habe mal Versucht Holz zu präparieren und zu färben.
      Da ich als Anfänger der Mikroskopie keine Ahnung hatte wie man
      da vorgehen muß, habe ich mir das Buch von Bernd Miggel gekauft.
      Holz hatte ich als ehemaliger Spielzeugschreiner genug und so habe
      ich losgelegt mit Zebrano, Holunder und Birke. Geschnitten, zumindest versucht,
      habe ich mit einem Jung Mikrotom, welches ich mir in der Bucht besorgt
      hatte. Die Färbemittel habe ich mir von Dr. K. Herrmann besorgt.
      Einige Tipps habe ich von Gerhard Zimmert bekommen, von dem ich
      auch die Mikroskope habe. Hier nun einige Fotos die ich mit Etzold gefärbt habe.
      So, jetzt Kritik damit ich lerne. Ich kann viel vertragen und ertragen.


      LG Udo


      1.Holunder Querschnitt mit Olympus DPlan Apo 10x




      2. Zebrano Holz mit Olympus DPlan Apo 4x




      3. Birke mit Olympus DPlan Apo 4x




      4. Birke mit Olympus DPlan Apo 10x

      Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nikonudo ()

    • Hallo Udo,

      es freut mich in Dir einen weiteren Holzwurm gefunden zu haben! :thumbsup:
      Wie es scheint wagen sich nur wenige ans Holz. Viele Bilder habe ich jedenfalls noch nicht gesehen.
      Ist ja auch nicht ganz so einfach zu bearbeiten.

      Deine ersten gefärbten Schnitte sehen für mich, als Laien, gut aus.

      Zum Glück haben wir mit Bernd ja eine supertolle Begleitung unserer Anfänge in Sachen Holzschnitte. :thumbup:

      Viele Grüße
      Detlef
    • Hallo Udo,

      deine Arbeit gefällt mir! :)
      Ein paar Dinge noch:
      a) Machst du Hand- oder Mikrotomschnitte?
      b) Darf ich deine Bilder mit Kommentaren versehen?
      c) An deiner Stelle würde ich mich anfangs nur mit einer einzigen Holzart beschäftigen, z.B. mit Birkenholz, und dort alle wichtigen Merkmale "herauskitzeln", siehe mein Büchlein. Dabei helfe ich gerne!

      Liebe Grüße
      Bernd (der aus dem Schwarzwald)
      Wenn du in Schwung bist, gelingt dir alles!
    • Hallo Bernd,

      danke für deinen ermutigenden Kommentar.
      Natürlich darfst du meine Bilder kommentieren. Nur so kann ich
      mit 68 Jahren neu dazu lernen.
      Die Schnitte habe ich, ausser Holunder, mit dem Jung Mikrotom gemacht.
      Das Holz ( war schon getrocknet ) habe ich in eine Lösung, nach einer Rezeptur von
      Gerhard Zimmert, einige Wochen eingeweicht.
      Ist aber trotzdem noch schwierig zu schneiden.
      Ich habe heute Kirschbaum präpariert. Zeige es die Tage mal.


      LG Udo der sich weiter auf Kommentare freut.
      Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.
    • detlef.q schrieb:

      Hallo Udo,

      es freut mich in Dir einen weiteren Holzwurm gefunden zu haben! :thumbsup:
      Wie es scheint wagen sich nur wenige ans Holz. Viele Bilder habe ich jedenfalls noch nicht gesehen.
      Ist ja auch nicht ganz so einfach zu bearbeiten.

      Deine ersten gefärbten Schnitte sehen für mich, als Laien, gut aus.

      Zum Glück haben wir mit Bernd ja eine supertolle Begleitung unserer Anfänge in Sachen Holzschnitte. :thumbup:

      Viele Grüße
      Detlef
      Hallo Detlef,


      ich freue mich, das wir zusammen ein seltenes und doch interessanten Hobby hier teilen können.



      LG Udo
      Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.
    • Hallo Udo,

      erst mal einen herzlichen Gruß an Gerhard Zimmert, den ich vor knapp einem Jahr kennenlernen durfte!

      Allgemeines zu Schnitten und Fotos:
      a) Man sollte die Fotos im Hochformat anfertigen. Beim Querschnitt, den ich ab sofort Q nenne, hat man dann eher mal die Chance, dass eine Jahresringgrenze enthalten ist. Der Radialschnitt R und der Tangentialschnitt T passen sich im Hochformat besser der Orientierung des Grundgewebes oder der Gefäße an.
      b) Man kann durchaus Handschnitte machen, die in der Qualität von Mikrotomschnitten heranreichen. Vor allem laufen gute Handschnitte nach einer Seite hin dünn aus, wo dann die Merkmale besonders gut ins Auge fallen.

      Nun zu den Fotos, wobei ich hier das Birkenholz kommentieren möchte:

      Q:
      1) Das Holz besitzt nicht nur Grundgewebe (Tracheiden und/oder Holzfasern), sondern auch Gefäße, d.h. es handelt sich um Laubholz.
      2) Die Gefäßdurchmesser sind über den ganzen Jahresring im Durchmesser in etwa gleich, also haben wir ein zerstreutporiges Laubholz vor uns.
      3) Die Gefäße sind vielfach in radialen Zweier- oder Dreiergruppen angeordnet, was für Birkengewächse (Birke, Erle, Hasel) typisch ist.
      4) Die Holzstrahlen sind anscheinend recht dünn. Zur Beurteilung der Holzstrahlen benötigt man den Tangentialschnitt.





      R:
      Das nächste Bild deutet an, welchen Ausschnitt man fotografieren sollte, um alle Details zu erkennen. Ich selber nehme für R entweder ein x25- oder ein x40-Objektiv (letzteres mit Immersionsöl).





      R-Detail:
      1) Zu erkennen sind in vertikaler Richtung zwei Gefäße, die eine radiale Zweiergruppe bilden und leiterförmige Durchbrechungen besitzen. Bei höherer Auflösung könnte man noch untersuchen, ob Schraubenverdickungen (Spiralverdickungen) an den Gefäßwänden vorhanden sind oder nicht.
      2) In horizontaler Richtung erkennt man mehrere Holzstrahlen, zu deren Beurteilung man ebenfalls eine höhere Auflösung benötigt.




      T:
      Bitte unbedingt Tangentialschnitte anfertigen. Nur sie erlauben eine Beurteilung der Holzstrahlen.


      Mein Fazit:
      a) Bitte fertige noch 10 bis 20 sehr dünne Radialschnitte mit kleiner Fläche an, von denen dur nur die besten 3 oder 4 selektierst und einfärbst. Die Schnittfläche braucht bei R nicht mehr als 2 mm x 2 mm zu betragen, Hauptsache, die Schnitte sind dünn. Fotografiere sie mit einem 20-, 25- oder 40-fach-Objektiv und zwar hochkant in Richtung der Gefäße.
      Auch wichtig zu wissen:
      Im einem einzelnen Radialschnitt sind meist nicht alle Merkmale gleichzeitig zu sehen. Der eine Schnitt zeigt z.B. die Merkmale der Holzstrahlen optimal, ein anderer die Merkmale der Gefäße.

      b) Unbedingt Tangentialschnitte machen, hochkant in Richtung der Gefäße.


      Noch ein Tipp:
      Ich decke für Dauerpräparate mit Euparal ein, welches ich nicht zu knapp dosiere, da es beim Trocknen stark schrumpft. Getrocknet wird über Nacht in einem Joghurtbereiter, wobei die Deckgläser mit hochkant gestellten Stahlmuttern M6 oder M8 beschwert werden. Unbedingt am nächsten Morgen auf Lufteinschlüssel hin untersuchen, diese durch frisches Euparal ersetzen.
      Neuerdings verwende ich zum Beschweren kleine, runde Magnete. Die Objektträger liegen dabei auf einer Eisenplatte.


      Viel Erfolg!

      Bernd
      Wenn du in Schwung bist, gelingt dir alles!

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Bernd Miggel ()

    • Hallo Bernd,


      ich bin begeistert wie du Anfängern hilfst.
      Ich werde alles was du mir geschrieben hast zu Herzen nehmen
      und in den nächsten Tagen/Wochen ausprobieren. Aber erst
      werde ich nochmal dein Buch richtig studieren, damit ich weiß
      was los ist. Deinen Wusch, Gerhard von dir zu grüßen, werde ich
      natürlich an Gerhard weiterleiten. Einen schönen Feiertag noch


      wünscht dir Udo
      Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.
    • Hallo Udo,

      wenn du möchtest, können wir uns auch mal dem Zebrano widmen.

      Mein Kommentar zum Radialschnitt:

      a) Dass es ein Radialschnitt ist, erkennt man an den längs geschnittenen Holzstrahlen, die an "Matten" erinnern.
      b) Das Holz enthält Grundgewebe = Holzfasern und Gefäße. Wegen der Gefäße handelt esm sich um Laubholz.
      c) Das gut sichtbare Gefäß besitzt im Bildausschnitt zwei Druchbrechungen. Da man keinerlei Zähnchen sieht, handelt es sich um Einfache Durchbrechungen.
      d) An der Gefäßwandung haben wir wahrscheinlich ein Pilzmyzel, das sich als nicht verholzendes -Gewebe in Etzold-FCA schön blau färbt.




      Wenn du an Zebrano weiterarbeiten möchtest, mach doch bitte den Querschnitt und den Tangentialschnitt. Und außerdem noch feine Radialschnitte mit Objektiv 20x, 25x oder 40x, bei denen Holzstrahlen detailliert im Bild sind. Wir wollen uns die Tüpfel ansehen.


      Viele Grüße

      Bernd
      Wenn du in Schwung bist, gelingt dir alles!
    • Hallo Bernd,


      dein Wissen ist erstaunlich. Ich habe noch Zebrano Holz eingelegt
      und werde, wenn ich genügend Zeit habe, am Wochenende mal einige
      Dünnschnitte machen. Ich weiß aber noch nicht ob ich das zeitlich
      schaffe, da ich trotz 68 Jahren einer selbständigen Arbeit nach gehen muß
      und ich dieses Hobby erst immer nach Feierabend nach gehen kann.


      LG Udo
      Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.
    • Hallo Udo,

      immer mit der Ruhe, die Sache soll ja Spaß machen!

      Sollte es noch andere Forenteilnehmer geben, die sich der Holzmikroskopie widmen wollen, ich helfe gerne.
      Man benötigt wirklich kein Mikrotom, nur eine ruhige Hand und eine Menge Rasierklingen. Und einfärben kann man zur Not mit Baumwollblau.


      Herzlichen Gruß - Bernd
      Wenn du in Schwung bist, gelingt dir alles!
    • Hallo Udo,

      den Workshop habe ich von 2015-2019 gemacht. Ob ich ihn 2021 wieder anbiete, weiß ich noch nicht.
      Voraussetzung wäre natürlich eine genügend große Teilnehmerzahl, so acht bis zehn Leute sollten es schon sein.
      Aber da möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen.

      Viele Grüße

      Bernd
      Wenn du in Schwung bist, gelingt dir alles!
    • Bernd Miggel schrieb:

      Voraussetzung wäre natürlich eine genügend große Teilnehmerzahl, so acht bis zehn Leute sollten es schon sein.
      Hallo,

      ich denke, wenn diese sich erstmal hier angefunden haben werden, um ihre ersten Ergebnisse zu zeigen, wirst du für einen Workshop wohl kaum noch Zeit haben. ^^
      Das Buch habe ich zwar schon seit längerem im Regal stehen, aber nun bin ich doch dabei, es mal durchzustudieren und bin auf jeden Fall interessiert. Mit den Online-Tips dazu ist das auf jeden Fall eine gute Alternative zum Workshop, den ich weit anreisen müßte. 8)

      BG
      Bernd
    • Bernd Miggel schrieb:

      Ob ich ihn 2021 wieder anbiete, weiß ich noch nicht.
      Lieber Bernd,

      das würde ich als schwerden Charakterfehler werten, wenn du es nicht tun würdest. Ich verspreche, dass ich heftig dafür werben werde und ich bin sicher, dass ein weiterer Teilnehmer des letzten Kurses auch kommen würde!
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus