Stitchen und Stacken mit Jenaval Mikroskopen

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    • Stitchen und Stacken mit Jenaval Mikroskopen

      Hallo Foristen,

      Da im Bild des Monats vielleicht nicht ganz der richtige Ort ist um über Technik, die vieleicht Besucher anspricht die nicht das Bild des Monats interessiert, schreibe ich den beitrag hier nocheinmal.
      Es geht um Stitch udn Stack Versuche meinerseits.

      Wie gesagt, der Zahn im Bild des Monats mit Kiefer und Zahnfleisch besteht aus 1682 Einzelbildern.
      Aufgenommen wurde er mit Durchlicht (ohne UV) am Jenalumar, mit einer von mir selbst entwickelten LED Beleuchtung (Die an jedes Jena/val/pol/vert/tech/map usw adaptierbar ist)
      Und einem gesteuerten Motortisch. Ich habe einige modifizierte Tische, dieses Bild wurde mit einem Olympus Tisch, der an das Jenalumar hier (geht aber auch an jedes der Jenaval Serie) adaptiert wurde
      und mit zwei 0.9 ° Steppermotoren versehen wurde (also 400 Schritte pro Drehung sowie optoelektr. Endanschläge)
      Die Motorsteuerung, die bis zu 40.000 Mikroschritte schafft, wurde unter OS9 (hat nichts mit MAC oder Apple zu tun) programmiert,
      und der Interpreter wurde so geschrieben, dass meine Axiovision Software (und auch MyManager) glaubt
      es mit einer Tango, bzw. LEP Steuerung zu tun zu haben. Damit lässt sich nun eigentlich alles was bei mir Mikroskop heisst theoretisch / wie auch praktisch in 3 Achsen, Filter, Shutter und Kamera ansteuern.
      Die Erweiterung in die Z Ebene wird gerade getestet. Dann sind Bilder auch in 3 Dimensionen machbar, die aus zigtausenden Einzelbilder bestehen können.

      Das hier gemachte Bild, wie auch der Embryo vom letzten Monat wurde mit einem Planachromat 10x/0,20 oo/-A, also nichts Besonderes, aufgenommen.

      Der Rechner selbst hat 64 GB Arbeitsspeicher, 8 CPU Kerne und läuft mit 3.6 GHz

      Als Kamera wurde in dem Bild eine AxioCam HRC verwendet, ich spiele aber auch mit Axiocam Mrm für UV und Axiocam MRC5, so wie mit Tucsen und Hamamatsu Kameras rum.

      Achja, sollte wer die Lust verspüren meine Bilder in Originalsize zu sehen und tief rein zu zoomen, der kann sie hier abholen und runterladen.
      aesfga.com/Hanh/
      Ich empfehle sie am Rechner abzuspeichern und dann mit Foto o.ä. Viewer anzusehen und reinzoomen.
      Achtung bei manchen Rechnern kann es bis zu 3 Minuten dauern bis er die Bilddaten beim Zoomen nachstellt und man sie scharf sieht.
      (Auch bitte förderliche Vergrößerung beachten)


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      Die Welt wäre so schön wenn Frauen so einfach gestrickt wie die Maxwellschen Gleichungen wären --
      Mann könnte dann Störfelder berechnen und Wellen, Phasen und Ströme ....
      und die Harmonischen ganz leicht checken..

      http://interphako.at
    • Hallo Adalbert,

      Das ist eine selbstentwickelte Ansteuerung für 0.6 bzw. 0.8 Ampere Motoren, deren Betriebsspannung auch noch über einen DAC gesteuert wird.
      Ich habe das mal für eine Firma gebaut, vor Jahren, und nun für mich in modifizierter Form neu angewendet.
      fg
      Franz
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    • kljosc schrieb:

      Mit koaxialen Steppern meinst du Linearantriebe?
      Nein. Die Tische haben oftmals einen Koaxialantrieb, wobei über die innere Achse in X-Richtung verschoben wird, über die äußere Hülse in Y-Richtung. Praktisch wäre ein entsprechender Motor, mit dem man einfach aufkuppeln kann. Sonst muß man die Y-Achse eben über ein Zwischengetriebe dem Motor zuführen. Am Tisch selbst wollte ich möglichst nichts verändern.

      VG
      Bernd
    • OK, diese Stepperversionen sind mir auch noch nicht untergekommen.

      So einen Koaxialantrieb, den du meinst, hab ich dann auch bei meinem Dreiachsmikroskop. Ich hab es mit 2 untersetzten Steppern und einem Zahnriemen gelöst. Das Umkehrspiel der Untersetzung wird durch geeignete Fahrweise in der Software vermieden, was bei geraden Fahrten nicht schwierig ist. Ein direkter Antrieb mit kleinen Steppern ist gerade in Planung.

      VG
      Klemens
    • Hallo Bernd,

      ja geht, habe ich schon gemacht, mit so einem ähnlichem Tisch in meinen Anfangszeiten.
      Funktioniert ausgesprochen gut nur würde ich hier Steppermotoren mit mind. 0.9° per Step nehmen,
      oder noch feiner.

      lg
      Franz
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    • Hallo Klemes

      Das sollte eigentlich nicht vorkommen, bei mir zittert nichts.
      Ist deine Versorgungsspannung nicht ausreichend stabilisiert ?

      fg
      Franz
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    • Nein, Spannung ist stabil. Das (Mikro)zittern kommt vom Treiber vor allem mit kleinen Steppern vom hochfrequenten Haltestrom. Man muss auf jeden Fall den Motorstrom richtig einstellen, dazu gibt es auf den kleinen Treiberplatinen einen Pin oder ein Pad bei dem man die Referenzspannung einstellen kann. Das Zittern ist makroskopisch nur lästig, weil es pfeift, mikroskopisch kann es bei hoher Vergrößerung schon sichtbar werden. Die einfachste Methode ist eben das Abschalten des Stroms, was auch die Erwärmung des Steppers verringert.

      VG
      Klemens