Kunstlichtbeleuchtung für Handspektroskop

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    • Kunstlichtbeleuchtung für Handspektroskop

      Hallo -

      bekanntlich habe die meisten "weißen" LEDs diese Blaugrünlücke, was öfter stört, wenn man Spektren von Filtern o.ä. untersuchen will (hier eine Cree XM-L, 8000 K).

      Andererseits schwächeln Halogenbeleuchtungen systembedingt auf der kurzwelligen Seite des Spektrums (hier eine 12 V/10 W Halogenbirne, leicht überlastet:

      In einem ersten Schritt habe ich mal versucht, durch eine Kombination Halogen/LED 405 nm das zu verbessern:


      Jetzt haben wir ausgerechnet eine Lücke , wo sonst die weiße LED das übliche Maximum aufweist. Kombination weiße LED mit Halogen ergabt leider eine übermäßige Steigerung des Rotgrünbereichs und natürlich fehlt dann der Bereich unterhalb 440 nm.
      Also wird es auf die Kombination LED 405, LED 450 (Royal blue) und Halogen hinauslaufen - project under progress.

      Als Versuchsbasis verwende ich einen alten Durchlichtuntersatz aus der Hammerschlag-Stemizeit, Kollektoroptik ausgebaut. Beim ersten Versuch mit einer 230V Hal-Reflektorlampe war es mir gelungen trotz untergelegtem Wärmeschutzfilter die mattierte Feldlinse zu sprengen - der Riss ist noch sichtbar. Mit einem 10W-Halogenlämpchen macht das keine Probleme mehr. Die vorgesehene Sterobeleuchtung es Untersatzes ist etwas hinderlich, man kann aber den Spiegel etwas verdrehen. Das Halogenlämpchen sitzt vor dem linken Beleuchtungsloch relativ nahe am Spiegel. Die Zusatzbeleuchtung mit der 405 nm sitzt genau dahinter, rechts könnte man wahrscheinlich irgendwie eine LED 450 nm platzieren:



      Frage an Fachleute: Wie steht es mit erschwinglichen LEDs mit komplettem Spektrum? Die derzeit mir bekannten Fabrikate scheinen für Mikroskopbeleuchtung wenig geeignet, weil es sich um Kombinationen verschiedenfarbiger kleiner LED auf einer größeren Fläche handelt, aber für solche eine Spektroskopbeleuchtung müsste das ja angehen.

      Typische Schwierigkeiten liegen in der unterschiedlichen Farbempfindlichkeit des Auges im Vergleich zum Kamerasensor.
      Frage an Fachleute: Wie sieht das im kurzwelligen Bereich aus - mir scheint, der Kamerasensor bzw. ein Filter davor schneidet unterhalb 425 nm ab?

      Material und Methoden: Die Fotos wurden mit einer EOS 5D Mk II gemacht und verschiedene Einstellungen der Farbtemperatur ausprobiert. Foto war auf dem Gestell befestigt, das ich illegal in Bernds Spektroskopthread diskutiert habe

      Viele Grüße

      Rolf