Gezinkter Holzkasten

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    • Gezinkter Holzkasten

      Hallo zusammen,

      ich geb´s zu, ich habe eine Schwäche für ordentlich gearbeitete Holzkästen. Diese sind zwar schwer, aber zur bruch- und staubsicheren Aufbewahrung unserer meist nicht ganz billigen Geräte ideal. Leider wird sowas heute nicht mehr zu erschinglichen Preisen hergestellt, und wenn man nichts passendes mitgeliefert bekommt ist guter Rat teuer. Für mein AO 900 Reise- und Tischmikrotom suchte ich längere Zeit vergeblich einen Kasten, in dem es sicher und platzsparend untergebracht werden kann.

      Die Lösung fand sich in der Neujahrswoche bei der Fa. Boesner in Form von Malkörpern, die unter dem Namen "Casani" verkauft werden. Es handelt sich um unbehandelte, gezinkte Buchenholzkästen, die in unterschiedlichen Größen verkauft werden. Es gibt sie in den Tiefen 3cm, 6cm und 9cm, so daß sich daraus unproblematisch Kästen mit Deckel bauen lassen. Man muss nur noch kleine Scharniere und Schatullenschließen im Baumarkt holen. Einziger Wermutstropfen: Die Kästen sind nicht 100%ig maßhaltig, ggfls. muss man nach Fertigstellung ein paar zehntel mm abschleifen - wenn man denn einen Schönheitspreis haben will.


      So sieht nun der Boden meines Kästchens für das AO 900 Tischmikrotom aus, ich habe lediglich ein paar Leisten eingeleimt, damit das Mikrotom im Kasten unverrückbar festgeklemmt werden kann. Kosten: 18,25 €.
      Ganz fertig ist es noch nicht, aber ich bin zufrieden und wollte es gern mal zeigen:
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Büroamöbe ()

    • Hallo Hugo,
      gefällt mir so eine saubere Tischlerarbeit. Dass der Boesner mal was preiswertes hat erstaunt mich, wenn meine Frau dort einkauft ist der Geldbeutel danach immer sehr schlank!

      Wird es deinem Mikroskop nicht schwindlig, wenn es dauernd auf dem Kopf steht?

      Nachtrag: wenigstens habe ich nicht Mikrofon geschrieben. Aber wer nicht nur Bilder kuckt sondern auch liest ist oft im Vorteil! ;(
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klaus Herrmann ()

    • Hallo Klaus,

      dank deines Beitrages wird das Mikrotom zukünftig auf dem Kopfe stehend transportiert und gelagert werden, denn dank wohnlicher Filzpolsterung ist die Gefahr eines Transportschadens so am geringsten.

      Bernd hat mit seinem Hinweis auf die Unverrückbarkeit recht, genau das war auch mein ursprünglicher Gedanke, denn das Mikrotom hat 2 recht empfindliche Glasbahnen, die auch oft kaputt sind, wenn denn überhaupt mal eins angeboten wird.

      Leider hatte ich vergangene Woche Probleme, Messing-Senkkopfschrauben 3,5 x 10 zu bekommen, Bauhaus und Hornbach haben kläglich versagt, der örtliche Schraubenhandel konnte mir heute dann mit einer Bestellung helfen.

      Wenn das Schränkchen fertig ist, gibt´s noch ein paar Fotos.
    • Hallo Hugo,
      bis ich immer nachgeschaut habe, wie dein hiesig gültiger Vorname ist habe ich fast schon wieder vergessen, was ich sagen wollte. Wenn du dir wie ich auch so eine praktische Signatur anschaffen würdest könntest du unglaublich Zeit sparen - vor allem meine! ;)

      Jetzt fällts mir wieder ein: wenn du Probleme mit der Fertigstellung hast, dann kannst du mir den Kasten mit Inhalt vermachen. Ich such dieses Wunderwerk schon lange! 8)
      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Lieber Klaus,

      deine Dienstleistungen als günstiger Entsorger unvollendeten Altmaterials sind ja landauf - landab bekannt - gleichwohl bin ich eher Konkurrent denn Kunde!

      Dieses geniale, kleine und wahrscheinlich von Leitz abgekupferte Gerät bekommt man leider nur jenseits von Nordsee und Antlantik und ich finde es viel besser als jedes noch so gute Handzylindermikrotom, denn man hat beim Schneiden beide Hände frei und das Ding klemmt unverrückbar fest an der Tischkante.

      Mach Dir keine Hoffnungen, das Käschtle wird bald fertig, die fehlenden Holzschrauben halten mich nicht auf :D !
    • Lieber Hugo,

      na gut wenn du meine wohlgemeinte Hilfe schnöde ablehnst - du wirst schon sehen, was das für Folgen hat.
      Ich such das AO 900 schon lange aber es war immer zu teuer. Bei mir wärs in kundigen und liebevollen Händen. Ob es sich bei dir so wohl fühlen wird wie bei mir ist sehr fraglich.!
      Das z. B. hat mir erst gestern versichert wie schön es bei mir ist!

      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Hallo Klaus,

      ist das ein Miehe / Hildesheim oder Schanze / Leipzig? Welches auch immer, feines Teil! Mit dem AO 900 hatte ich nach langer Suche gleich zweimal Glück: Eines hab ich in GB ergattert, eines in Amiland, beide um die hundert Euronen. Mit einem schnippelt der Wuppertaler Mikroklaus und ist glücklich, da das Käschtle in seinen Küchenschrank passt, das andere reist mit mir durch die Weltgeschichte.
    • Hallo Holger, das ist das kleine Schlittenmikrotom Nr 1210 von Leitz. Aus einem Katalog von 1921. Ist also sicher früher gebaut worden, dürfte damit schon 100 Jahre auf dem Puckel haben, funktioniert aber tadellos. Nur eine moderne Klemme habe ich statt der originalen drangeschraubt. Bernd hat mir dafür den perfekten Adapter gemacht. Ich hab den Fachausdruck vergessen Klemmblock?

      Mit herzlichen Mikrogrüßen

      Klaus
    • Klaus Herrmann schrieb:

      Nur eine moderne Klemme habe ich statt der originalen drangeschraubt. Bernd hat mir dafür den perfekten Adapter gemacht. Ich hab den Fachausdruck vergessen Klemmblock?
      Dürfte wohl das gewesen sein:



      In der Beziehung kann man den Klaus nur loben, er weiß halt immer, an wen er sich bei solchen Angelegenheiten wenden muß.
      Deswegen kann man das nur unterstreichen:

      Klaus Herrmann schrieb:

      Bei mir wärs in kundigen und liebevollen Händen.

      VG
      Bernd
    • Klaus Herrmann schrieb:

      Und man bedenke: nur nach meiner genialen technischen Zeichnung und 2 Telefonaten und drei Klärungsmails gefertigt.
      Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll: Bernds Fähigkeit mit meinen Skizzen zu Recht zu kommen oder seine Präzision bei der Umsetzung.
      Dazu muß man allerdings sagen, daß sich eben nicht immer alles so umsetzen läßt wie man sich das so vorstellt. In den Fällen muß eben schon Rücksprache gehalten werden, denn ansosnten braucht man sich die Arbeit eben gar nicht zu machen für etwas das nicht passen oder funktionieren wird. Dabei kann es zwar mitunter schon zu einer etwas aufwändigeren Komunikation kommen, um am Ende das zu bekommen, was auch gewünscht ist. Wer dazu jedeoch nicht bereit ist, dem kann man schlecht helfen. Und etwas Kooperativität gehört eben auch dazu. Aber mit Klaus gab es in der Hinsicht bislang wenig Probleme. :)

      VG
      Bernd