Meine Kamera Adaption für das Jenaval

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Meine Kamera Adaption für das Jenaval

      Hallo allerseits!

      Wie in meinem Thread „Instandsetzung Jenaval“ angekündigt, berichte ich hier über meine Kamera Adaption am Jenaval, das Ganze hat incl. Kamera nur knapp über 200 Euro gekostet.

      Beim Mikroskop war das Aufsetzkamerasystem mf-AKS mit dabei, der obere Teil mit der analogen Kamera ist heutzutage sowieso obsolet, also habe ich die Bodenplatte abgeschraubt und mit einer kleinen Bandsäge einen Kreis mit 60mm Durchmesser um die Ringschwalbe gesägt. Das Alu lässt sich schneiden wie Butter. ;) Dann habe ich die Schnittkante ausgiebig mit Stahlfeile und Schmirgelpapier bearbeitet, bis alles schön glatt und gleichmäßig war. Das ist die Basis für das Ofenrohr.



      Bei Amazon habe ich folgende Artikel gekauft:
      „KECAY® Objektiv Adapter Ring M42 (42mm) an 42mm Mount Focusing Helicoid Ring Adapter 35mm - 90mm“ (35,99.-) und „M42 EOS ∞ p Adapter RINGE für OBJEKTIV M42 mit Canon EOS EF EFS PLATE adapter“ (6,90.-). Der Adapterring lässt sich feinfühlig von 35 bis 90mm durch Drehen des Mittelteils verstellen.



      Bei Willhaben habe ich sehr günstig eine gebrauchte Canon EOS 600D geschossen, mit Ladegerät, 3 Akkus und Kameratasche.

      Zuerst habe ich die Ringschwalbe zusammen mit Adapterring und Kamera im Trockentraining auf dem Mikroskop getestet und den Adapterring auf die optimale Höhe gedreht. Dann habe ich einen Objektträger mit Mikrometer Skalierung (1mm in 100 Teilstrichen) mit dem Binokulartubus zentriert. Mit dem Objektiv 25x und der Einstellung 1.0x am Vergrößerungswechsler kann man 99 von 100 Teilstrichen sehen. Das erschien mir praktisch, alle weiteren Tests habe ich daher mit dieser Konfiguration vorgenommen. Mit Hilfe von Live View und einem 24“ Monitor habe ich probeweise das Ofenrohr so lange verschoben, bis es analog zum Bild vom Binokulartubus genau zentriert war.

      Dann habe ich die Oberseite der Ringschwalbe und die Unterseite des Adapterringes gut angeschliffen und anschließend mit 2 Komponenten Epoxidharz verklebt.



      Die endgültige Zentrierung habe ich wie oben beschrieben auf dem Mikroskop vorgenommen, da ich nicht viel von Epoxy auf Prismen halte, habe ich zur Sicherheit dünne Kunststofffolie zwischen Fotoausgang und Ringschwalbe gelegt. :) Man hat nach dem Anrühren und Auftragen des Klebers nur wenige Minute Zeit für das Zentrieren, daher sollte man vor dem Kleben brav üben. Die Stellung mit der optimalen Höhe des Adapterrings habe ich einfach mit Strichen markiert.

      Hier ist das Ofenrohr direkt auf den Fotoausgang gesetzt:



      Hier zusammen mit dem Unterteil des mf-AKS, der Adapter Ring muss fast ganz nach oben geschraubt werden:



      GF Planachromat 25x/0.5, Blick durch das Okular, mit Kompaktkamera freihändig aufgenommen. Sorry, die Mitte ist unscharf, aber zum Striche zählen reicht es:



      GF Planachromat 25x/0.5, Ofenrohr direkt auf Fotoausgang:



      GF Planachromat 25x/0.5, mit mf-AKS, Einstellung 2:1:



      GF Planachromat 25x/0.5, mit mf-AKS, Einstellung 4:1:



      Wenn man die Striche zählt, merkt man, dass 2:1 eher 2.5:1 und 4:1 eher 5:1 ist, wobei die Stellung 4:1 ohnehin nur ein Relikt aus analogen Zeiten ist.
      Das Ganze funktioniert wunderbar einfach und benutzerfreundlich mit der EOS Utility und Live View, das Basteln hat sich definitiv gelohnt. :)

      L.G.

      Christian