IM35 Grob/Feintrieb

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    • IM35 Grob/Feintrieb

      Hallo,
      benötige Hilfe:
      Z.Zt.bin ich dabei ein übel vernachlässigtes IM35 wieder zum Leben zu erwecken.
      Nachdem ich das defekte Plastikgehäuse des Plantengetriebes durch ein
      Messing Drehteil erstzt habe,die Grob und Feintriebsachsen,das
      Planetengetriebe,gereinigt und mit neuem Fett(Nyogel)versehen habe
      versuche ich den Zusammenbau.
      Immer wenn ich den Lagerblock auf der rechten Seite anziehe, zieht sich
      die Grobtriebwelle derart fest, dass der Feintrieb durchdreht.
      Meines Wissens gibt es beim IM35 außer der Druckfeder unter dem
      Plantengetriebe keine Möglichkeit die Friktion des Triebes zu
      regulieren.
      Oder mache ich da was falsch?
      Klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von docanderecke () aus folgendem Grund: Tippfehler

    • Hallo -

      habe schon bei zwei Axioverts die gebrochene Feintriebachse repariert und ich denke da ist kein Unterschied zum IM 35. Zumindest wird auch dort der Presskontakt der Kugeln mit der Feintriebachse bzw. der Lagerschale lediglich über eine große, relativ weiche Schraubenfeder vermittelt.
      Aber leider ist das so lange her, dass ich mich nicht mehr an Details erinnern kann.
      Ohne Fotos davon fällt mir spontan nur ein:
      Lagerblock leicht verkantet?
      Hat die Hohlwelle für den Grobtrieb oder der Kugelkäfig einen Schlag?
      Hast Du schon mal das Lager auf der anderen Seite untersucht, vielleicht ist die Mutter auf der Hohlwelle dort zu stark angezogen? (Vorsicht - Stellung der Hubbegrenzungsringe skizzieren).
      Gruß

      Rolf
    • Danke Rolf,
      endlich hat sich auf den Hilferuf jemand gemeldet.
      Deine Erinnerung trügt nicht soweit ich das sehen kann müsste die Friktion der Feintriebwelle ausschließlich über den Anpressdruck der Kugeln geregelt werden.
      Für die Friktion der Grobtriebache habe ich bisher keine Einstellmöglichkeit gefunden.
      Da die Wellen keinen Schlag haben und das Phänomem nur beim Festziehen des Lagerblockes auftritt,hatte ich den Lagerblock auch schon im Verdacht.
      Aber wieso verkantet er und wie kann man dem abhelfen ?
      Gruß
      Klaus
    • Hallo Klaus -
      da erinnere ich mich dumpf an noch was: das Zahnrad vom Getriebe konnte irgendwo verstellt werden (ich glaube am Getriebe). Es wird irgendwie an das Ritzel auf der Hohlwelle gedrückt damit das spielfrei läuft - vielleicht ist dieser Andruck zu stark, weil der Lagerblock geringfügig verschoben ist?
      Gruß
      Rolf
    • Guten Abend Rolf,
      Danke für Deine Tips,das Problem konnte ich inzwischen lösen.
      Nachdem ich den Lagerblock und die Grobtriebwelle nochmals entfettet habe, stellte ich fest, dass die Welle im Block doch etwas stramm lief . Beim näheren Hinsehen zeigte sich, dass die Lagerfläche im Messingblock von dem alten Fett angegriffen war (aufgeqollen?). Daraufhin habe ich den Block fest ans Stativ geschraubt und die Welle von der Gegenseite mit feiner Polierpaste eingeführt und durch Drehen poliert .
      Bereits nach kurzer Zeit lief die Welle wieder frei.
      Nachfolgend wurden Welle und Lagerblock von Schleifmittel gereinigt und neu gefettet.
      Jetzt läuft sie wieder geschmeidig.
      Klaus
    • Hallo Klaus -

      na also! Die Tücken dieser Triebe sind mir geläufig!
      Bei meinem jetzigen Axiovert war während des Transports die Feintriebachse gebrochen. Das kommt häufiger vor, weil die Verpacker nicht begreifen, dass die dicken Feintriebknöpfe nur auf einer 3,5 mm dicken Achse aus recht sprödem Stahl sitzen, die auch noch an der Stelle wo die Kugeln reiben ziemlich scharfkantig auf 3,0 mm heruntergedreht ist und dadurch eine Sollbruchstelle aufweist.
      Gottseidank konnte ich die dort gebrochene Achse durch einen 3,0 mm Draht aus Federstahl ersetzen. Allerdings muss ich ihr (und damit den Knöpfen) nun etwa 0,5 mm Axialspiel belassen. Jeder Versuch das zu beseitigen resultiert ebenfalls in erhöhter und störender Friktion. Nun ist das aber nur ein ästhetisches Problem und ich lebe ganz gut damit.

      Viele Grüße

      Rolf
    • Hallo Bernd -

      du hast natürlich recht, aber diese Reparatur ist nun auch schon 5 Jahre her und ich habe nur noch dumpfe Erinnerungen. Kann auch sein, dass das Spiel für den misshandelten Knopf notwendig war, der inzwischen ersetzt wurde wobei ich nicht darauf geachtet habe die Unterlagscheiben wieder nachzulegen.
      Jedenfalls habe ich viele "interessante" Stunden mit dem Getriebe dieses Teils verbracht - und das Fett darin stammt von Dir ;)

      Viele Grüße

      Rolf
    • Hallo Rolf,

      es freut mich, daß du trotz der dumpfen Erinnungen sogar noch meine Schmierstoffe in Erwähnung bringst, die nach so langer Zeit sogar immer noch vorzuhalten scheinen. :)
      Die "interessanten" Stunden bleiben jedenfalls nicht aus, wenn man sich mit der Überholung und Reparatur von solchen Getrieben beschäftigt und nicht alles verläuft reibungslos.
      Für viele Probleme gibt es auch sicher eine Lösung, aber wenn das Problem ziemlich ungenau beschrieben wird und dazu noch Fotos fehlen, die oftmals eben notwendig sind, um auch hilfreiche Tips geben zu können, wird es eben sehr schwierig.

      VG
      Bernd
    • Hallo Bernd,
      wenn mit der ungenauen Beschreibung Meine gemeint war, bitte ich um Entschuldigung !
      Trotzdem hat es mich gewundet, dass Du Dich nicht eher gemeldet hast.
      Anfangs habe ich, als Bewunderer Deiner Druckwerke überlegt, Dich zu bitten mir die geborstene Kappe des Kugelgehäuses zu drucken.
      Habe dann aber darauf verzichtet,weil mir diese Kunststoffkappe zu fragil erschien.
      Schönen Abend
      Klaus
    • docanderecke schrieb:

      Trotzdem hat es mich gewundet, dass Du Dich nicht eher gemeldet hast.
      Anfangs habe ich, als Bewunderer Deiner Druckwerke überlegt, Dich zu bitten mir die geborstene Kappe des Kugelgehäuses zu drucken.
      Habe dann aber darauf verzichtet,weil mir diese Kunststoffkappe zu fragil erschien.
      Hallo Klaus,
      nun, ich war die letzte Wocher gerade im Urlaub und konnte nur per Smartphone reinschauen, was hier so los ist. Lesen geht zwar, Schreiben ist damit aber eher unbequem. Als ich wieder zurück war, hatte dich Rolf ja bereits bedient und du konntest die Sache nun selbst in Griff bekommen. Aber riechen kann ich so etwas nun auch nicht, wo und wie etwas genau festsitzt bzw. klemmt.
      Ähnlich verhält es sich mit dieser Kunsstoffkappe. Wenn du meinst, in gedruckter Ausführung wäre das nichts, dann ist das wohl nichts.
      Abschätzen und beurteilen kann ich es aber auch nicht, ohne sie gesehen zu haben. Ist aber nun eigentlich auch wurscht, denn es hat dir ja bereits jemand eine Ersatzkappe aus Messing drehen können wie du eingangs beschrieben hast. Also ist doch alles OK.

      Ebenfalls einen schönen Abend noch.
      Bernd