Eine rote Grünalge, Hamatococcus pluvialis

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    • Eine rote Grünalge, Hamatococcus pluvialis

      Hallo zusammen,

      an meinem Gartenteich, dessen Wasser sehr grün ist, steht ein Blumentopfuntersetzer, der Vögeln in den heißen Sommermonaten zum Trinken und Baden dient.
      Ab und zu wird diese kleine Vogelbadeanstalt mit Teichwasser aufgefüllt, meißtens aber mit frischem Brunnenwasser.



      Vor kurzem fiel mir auf, dass der Bodensatz dieses Untersetzers rötlich aussah. Leider hatte daraufhin mein Sohn diese kleine Schale sorgfälig ausgespritzt und ich musste ein paar Tage warten, bis es sich meiner Meinnung nach lohnte, eine Probe zu untersuchen.

      Auf dem ersten Blick zeigten sich unter dem Mikroskop eine Menge rote Kreise.


      Leitz PL 25/0.50


      Leitz PL 25/0.50 hier im Dunkelfeld

      Ich dachte erst, ich hätte eine Rotalge erwischt. Laut meiner Recherche müsste es sich aber um die Blutregenalge Hamatococcus pluvialis handeln.
      Dieses ist eine Grünalge, die sich unter ungünstigen Lebensbedingungen rot färbt.


      Leitz FL 63/0.85

      In dieser Vogelbadewanne konte ich sehr viele Wimperntiere (Berichtigt dank Lupo) finden.


      Leitz PL 40/0.65

      Dauernd sind die kleinen Turbinen im Betrieb und ließen sich nicht vernünfig abbilden.
      Nach längerer Suche fand ich eine die sich in Ruhestellung befand.


      Leitz FL 63/0.85

      Des weiteren sind dort auch noch kleine Sterne vorhanden, die ich bisher noch nicht kenne. Sonnerntierchen müssten doch dünnere Strahlen haben, oder?


      Leitz FL 63/0.85


      Viele Grüße
      Detlef

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von detlef.q ()

    • Hallo, Detlef.

      Mit Hamatococcus pluvialis liegst Du richtig. Mit Der Einschätzung "Rädertiere" nicht; es sind Wimperntiere (Ciliaten). Hinsichtlich des Sterns hat es im deutschen Forum vor einiger Zeit eine Diskussion gegeben. Was es genau ist, weiß ich im Augenblick nicht, ein Heliozoon ist es jedenfalls nicht.

      Schönen Abend .

      Lupo
    • Hallo Detlef,

      probier mal auf dem Objektträger einen Tropfen Untersuchungswasser mit ein ein paar Brösel Polyvinylalkohol und einem Deckglas. Dann kannst du zusehen, wie die Viecherl langsamer und langsamer werden wenn sich das PVA auflöst. Bei mir ist noch keines der Organismen dabei geplatzt. Zur Not tut es auch Tapetenkleister, nur der hat keine so guten optischen Eigenschaften wie PVA.

      VG
      Klemens
    • Neu

      Hallo Klemens,

      ich habe eben probiert, die Chilaten mit Polyvinylalkohol langsamer zu machen.
      Sie sind jedoch ganz schön hartnäckig, die wollen sich bewegen!
      Evtl. habe ich auch zu wenig PVOH zugegeben, aber ich wollte die Soße nicht zu dick machen.
      Wie es scheint ziehen sich die Tiere auch zusammen, wenn's ihnen nicht mehr gefällt.
      Auf jeden Fall wurden sie etwas langsamer.

      PVOH ist wunderbar klar, deshalb habe ich es schon mal als Einschlußmittel verwendet.

      Nachfolgend 3 Bilder von den "Viecherl".

      Gruß Detlef





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