Olympus FH Trieb-Reparatur

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    • Olympus FH Trieb-Reparatur

      Hallo zusammen,

      ich habe ein vom Zustand her wunderschönes Olympus FH (das ist die Version mit koaxialem Trieb, die EH-Version hat getrennte Triebknöpfe) erstanden, technisch funktioniert auch alles weitgehend. Nur hat der Verkäufer wohl alle Triebe in Kriechöl gebadet, wodurch die Feintriebknöpfe nur sehr wenig "Griff" haben. Das möchte ich gerne richten, weiß aber nicht, wie man die Triebknöpfe abbekommt. Es sind konzentrisch 2 Stirnlochschrauben zu sehen, sind das Links- oder Rechtsgewinde ? Hat von Euch schon einmal ein solches System restauriert, dann wäre ich für Tipps sehr dankbar. Im Netz konnte ich nichts rechtes finden.
      Gruß !

      JB
    • Hallo zusammen,

      dann werde ich selbst antworten, habe inzwischen den Mut aufgebracht, es einfach zu versuchen.

      Zunächst einmal: Es handelt sich um dieses Mikroskop:



      Und an diesem um die beiden koaxial angeordneten Stirnlochmuttern (die Kratzer stammen nicht von mir, da war offensichtlich zuvor schon jemand tätig).



      Es handelt sich dabei um ein einfaches Doppel-Ini-Konstrukt, bei dem beide Muttern ein Rechtsgewinde aufweisen. Mit der größeren wird letztlich die Friktion des Feintriebes reguliert, mit der kleinen gekontert. Man bräuchte eigentlich zwei konzentrisch stehende Schraubendreher, wobei der äußere als Hülse ausgeführt ist, in die der kleinere eingeführt wird - ein absolutes Spezialteil also.

      Ein Festhalten / Fixieren des Drehknopfes z.B. mit einer BOA nutzt da nix, es handelt sich um eine "Rutschkupplung" des Drehknopfes auf der Achse, was ein Überdrehen des Feintriebes am oberen oder unteren Anschlag verhindert.

      Gruß !

      JB

      PS: Bin übrigens wirklich von der Solidität und exzellenten Verarbeitung dieser Instrumente und ihrer Ästhetik überrascht. Ich halte sie mit für die schönsten Mikroskope, die je gebaut wurden. Auch die Plan-Objektive dieser Reihe liefern ein ausgezeichnetes Bild, sind nahezu apochromatisch.