Beiträge von Ursinus

    Hallo Gernot,

    ich habe viele Jahre lang für eine externe Köhlerleuchte (6 V, 5 A) einen Dimmer auf der Primärseite des Trafos benützt. Bei dieser Hellgkeit mußte ja sowieso unbedingt gedimmt werden. Es war ein handelsüblicher Dimmer, wie er früher, als die guten alten Glühbirnen noch allgegenwärtig waren, als Kombigerät Schalter/Dimmer üblich war. Keinerlei Probleme! Ich weiß nicht, ob es solche Dimmer noch gibt, doch der war sehr praktisch.

    Schöne Grüße
    Gunther

    Lieber Bernd,

    ich staune und bewundere genauso wie die anderen! Gratulation!
    Zusätzlich: Wenn Du jetzt eine Halbmond-Blende einbaust, dann ersetzt Deine Erfindung ja den uralten Abbeschen Beleuchtungsapparat!

    Schöne Grüße
    Gunther

    Bernd hat seine Versuche an intakten Blättern gemacht. Zeigen diese starke Chlorophyllfluoreszenz, dann deutet das darauf hin, dass im Photosynthesesystem etwas nicht in Ordnung ist, vereinfacht gesagt, dass die eingestrahlte Lichtenergie vom Chlorophyll zwar aufgenommen wurde, aber dann nicht mehr in die Photosynthese gesteckt werden kann und "notgedrungen" als Fluoreszenz oder Wärme wieder abgegeben wird.

    Dein "Pflichtexperiment aus dem pflanzenphysiologischen Praktikum" ;) bezieht sich hingegen auf m.o.w reines Chlorophyll, das aus dem Membranverband des Chlorplasten gelöst ist und dann natürlich ideale Voraussetzungen für die Fluoreszenz bietet.

    Hallo Rolf,

    das alles war mir schon klar, bevor ich anfing zu schreiben. Ich dachte halt nur - ein bisserl augenzwinkernd gewissermaßen - man könnte auf diesen klassischen Versuch hinweisen, denn es wäre ja möglich, daß mancher diese schöne kräftige Fluoreszenz noch nie geshen hat.

    Schöne Grüße
    Gunther

    Hallo Bernd,

    die Fluoreszenz von Chlorophyll läßt sich auch ohne Mikroskop sehr eindrucksvoll beobachten, wenn man folgenden Versuch macht:

    Bätter von Spinat oder Brennesseln (viel Chlorophyll) werden zusammen mit etwas feinem Sand in einer Reibschale mit Spiritus zerrieben (sehr gründlich arbeiten!).
    Dieser Brei wird dann in einem Filtertrichter mit Papierfilter ausgequetscht, um eine Lösung das Chlorophylls in Spiritus zu bekommen.
    Man überschichtet jetzt die alkoholische Lösung mit relativ wenig Benzin und schüttelt kräftig. Das Chlorophyl geht jetzt in die Benzinphase über, und man erhält eine tiefgrüne Lösung.
    Diese Lösung trennt man ab und füllt sie in eine Küvette.
    Nun schickt man einen eng gebündelten Lichtstrahl waagerecht durch die Küvette mit der Lösung und betrachtet das Ganze von oben (also senkrecht zum Lichtstrahl auf die Oberfläche blickend).
    Der Lichtstrahl in der grünen Lösung erscheint jetzt tiefrot!

    Etwas aufwendig, zugegeben. Aber das Ergebnis ist faszinierend!

    Einen schönen Gruß
    Gunther

    Liebe Mikroskopiker,

    ich möchte hier zwei Links reichlich verspätet nachreichen. Es sind zwei Beiträge von mir, die ein Forumsmitglied des Deutschen Mikroforum freundlicherweise aufgespürt hat und mir mitgeteilt hat. (Ich selbst habe die Beiträge nicht gefunden, weil im genannten Forum die Suche nicht funktioniert.)
    Vielleicht kann jemand etwas damit anfangen.

    http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,45837,45837
    http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,40967,41026

    Außerdem hier noch der Beitrag eines damaligen Anwenders:
    http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.…45603#msg-45603

    Schöne Grüße an alle!

    Gunther

    Mein Produkt war (aber das ist nun viele Jahre her) wie sehr zäher Honig.
    Ich habe nur mit Xylol verdünnt. Terpentinöl müßte gehen - an einer geringen Menge ausprobieren. Es könnte allerdings sein, daß der fertige Balsam langsamer aushärtet, wenn man damit Präparate herstellt (??).

    Eine Frage: Ist das gelieferte Produkt glasklar?

    Daraus sollten sich etwa 100ml Balsam herstellen lassen.

    Vorsicht! Ich würde nicht gleich 1 : 1 verdünnen. Ich würde mit deutlich weniger Lösungsmittel beginnen. Es kommt natürlich auf die Konsistenz des gelieferten Terpentins an. Man kann ja gegebenenfalls nach und nach steigern. Ich erinnere mich, daß ich seinerzeit nur relativ wenig Xylol zugesetzt habe, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen (honigartig).

    Schöne Grüße
    Gunther

    Liebe Mikroskopiker,

    Bernd hat den Artikel über Ringförmiges Hellfeld, den Pascal Ballester und ich 2005 im Mikrokosmos veröffentlicht haben, hier in der "Filebase" eingestellt. Um eventuellen Mißverständnissen oder Irritationen wegen der Bezeichnung RFB vorzubeugen, möchte ich folgendes anmerken:

    Weder ich noch Pascal Ballester, mit dem zusammen ich den oben erwähnten Mikrokosmos-Artikel verfaßt habe, erheben Anspruch darauf, das Verfahren RFB womöglich erfunden zu haben. Auch haben wir zu keiner Zeit Titelschutz für den gewählten Namen RFB begehrt.

    Die Geschichte, die dem Artikel vorausging, geht so: Vor etwa 35 Jahren habe ich für mich allein durch Herumbasteln am Mikroskop das Verfahren „erfunden“ – ohne auch nur irgendeine Information darüber zu besitzen, daß andere da längst auch schon draufgekommen waren. Ich habe damals Dunkelfeldblenden ausprobiert, und als einmal eine für das Objektiv 40/0,65 eine Spur zu klein war, fiel mir auf, daß das Objektiv bei dieser seltsamen Beleuchtung plötzlichStrukturen an Diatomeen auflöste, die im Hellfeld nicht zu sehen gewesen waren. Ich hatte damals kein Internet, und auch in der mikroskopischen Literatur war mir nichts diesbezüglichesaufgefallen. Ich nannte die Methode „Ringförmiges Hellfeld“ – sozusagen als Arbeitstitel, und in meinen persönlichen Notizen stand dafür das Kürzel „RH“.

    Bemerkenswert war, daß auch D. Gerlach in seinem Buch „Das Lichtmikroskop“ diese Bezeichnung verwendet (allerdings ohne näher darauf einzugehen). Auch G. Göke benützte genau diesen Begriff, als ich mit ihm darüber korrespondierte. (Von ihm erfuhr ich übrigens dann zum erstenmal, daß es sich um ein bereits seit langer Zeit bekanntes Verfahren handelte.)

    Viele Jahre später habe ich mich dann mit Pascal in der MVM darüber unterhalten, und nachdem er das selbst ausprobiert hatte, machte er den Vorschlag, darüber einen Artikel zu schreiben. Selbstverständlich stießen wir dann bei Recherchen auch auf die längst bekannte Bezeichnung COL = Circular oblique light. Pascal (er ist Franzose und lebt und arbeitet in Deutschland) wollte, so schien es mir, unbedingt eine deutschsprachige Bezeichnung und schlug eben jene „Ringförmige Beleuchtung = RFB“ vor. Ich habe dagegen nicht protestiert, weil mir das, ehrlich gesagt, ziemlich wurscht war. Mir ging es um die Sache, an den Namen hab ich gar nicht gedacht.

    Eigentlich ist es jetzt, in der Rückschau, bedauerlich, daß da eine derartige babylonische Sprachverwirrung herrscht. RH, COL, ASB und außerdem existiert noch eine französische Variante, abgekürzt mit ebenfalls drei Großbuchstaben – ich hab sie vergessen.

    Der Titel des Mikrokosmos-Artikels lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Ich kann für mich nur sagen, dass ich keineswegs auf der von uns damals gewählten Bezeichnung beharre. Jeder soll das nennen wie es ihm gefällt.

    Schöne Grüße
    Gunther

    Lieber Bernd,

    "nicht ganz unbekannt" ist gut! Wenn ich denke, was an meinen Mikroskopen alles von Dir gefertigt wurde...
    Ich schreibe in der letzten Zeit in allen von mir besuchten Foren nicht mehr viel. Bin auch gesundheitlich z.Z. nicht so ganz auf der Höhe.

    Noch einmal zum Terpentin: Ich habe vor langer Zeit schon einmal im deutschen Forum darüber ausführlich berichtet. Leider kann ich diese Beiträge nicht mehr finden, die Suche dort funktioniert nicht richtig. Sonst hätte ich hier einen Link setzen können.

    Schöne Grüße
    Gunther

    Liebe Mikroskopiker,

    das ist nun mein erster Beitrag hier, nachdem ich lange Zeit zwar angemeldet war, aber immer nur gelesen habe. Nein, ich bin kein Anfänger mehr; ich mikroskopiere seit mehr als sechzig Jahren.

    Die Erwähnung des venezianischen Terpentins hat mich gereizt, endlich einmal etwas zu schreiben - weil ich zu diesem Thema wirklich etwas zu sagen habe.

    Eines gleich vorweg: Wer nach gutem venezianischem Terpentin sucht, der sollte in jeder größeren Stadt ohne weiteres fündig werden. Nämlich in guten (!) Geschäften für Künstlerbedarf! Dort wird es nämlich in guter Qualität (absolut transparent, dick honigartig) auch in kleineren Mengen angeboten. Maler verwenden es als Zusatz für diverse Firnisse.

    Ich habe bereits vor etlichen Jahren damit bei Insektenpräparaten sehr gute Erfolge erzielt. Ich habe Präparate, die bereits viele Jahre alt sind - sie sehen aus wie am ersten Tag.
    Man muß das käufliche Terpentin mit einer geringen Menge Xylol verdünnen, bis es die zur Verwendung richtige Konsistenz hat. Arbeiten dann wie mit Kanadabalsam oder Malinol. Im Gegensatz zu Kanadabalsam färbt es sich im Laufe der Zeit nicht intensiv gelb, sondern bleibt praktisch farblos. Nach meinem Eindruck schrumpft es beim Trocknen auch kaum. Der Brechungsindex ist dem des Kanadabalsams ähnlich.

    Für Insektenpräparate (wenn sie hell genug sind, bzw. nötigenfalls aufgehellt wurden) ist Terpentin hervorragend geeignet. Ich verwende es dafür praktisch immer.

    Ein Vorteil ist auch, daß es bei den von mir genannten Quellen erheblich billiger ist als Kanadabalsam (bei dem man heutzutage oft an der Qualität zweifeln muß). Übrigens: Kolophonium entsteht aus Terpentin als Rückstand, wenn durch Destillation Terpentinöl aus Terpentin gewonnen wird. Es ist also dasselbe Harz.

    Schöne Grüße
    Gunther

    P.S.: Kann oder muß man man sich hier irgendwo vorstellen? Ich habe nichts derartiges gefunden. Aber falls gewünscht, will ich es gern nachholen.