Beiträge von Nomarski

    Hallo zusammen,


    schon wieder ist etwas zu richten, diesmal an einem Trino-Tubus von einem Leitz Orthoplan.



    Eigentlich ist es unauffällig, aber wenn man an der Schiebebrücke etwas stärker zerrt, merkt man ein gewisses Spiel, das darauf hinweist, daß etwas nicht richtig angezogen ist.

    Es kommt aber aus dem Inneren, dazu muß einiges demontiert werden, um die betreffende Stelle finden zu können in der Hoffnung, daß nichts ausgeschlagen ist.



    Deseweiteren ist mir noch aufgefallen, daß sich die Anschlagschraube der Prismenumschaltung stark verbogen hat. Offenbar durch zu starken Dreschen beim Umschalten mit der Zugsstange. Um die Schraube ersetzen zu können muß die ganze Prismenführung ausgebaut werden. Ich hoffe mal, daß ich die Schraube ohne Ausbohren herausbekommen werde.


    Schauen wir mal, was bei der weiteren Demontage noch so alles zutage treten wird.


    BG

    Bernd

    Mir fällt dazu noch was ein, da ich kürzlich doch ein ähnliches Problem bei meinem Nf hatte, an dem ich ein Kondensor vom Amplival angesetzt hatte. Das hatte zuerst auch nicht gestimmt und ich dachte schon, daß diese System inkompatibel seien. Aber der Träger war nur nicht richtig an der Aufnahme angesetzt und hatte sich etwas verkippen können. Vielleicht hast du ein ähnliches Problem.

    Fluchtet denn die optische Achse auch in die Mitte des Lichtaustritts im Fuß bis zur Lampe?

    Hallo zusammen,


    obwohl es bei den Temperaturen schon recht schwerfällt, nun doch noch eine kleine Fotostrecke.

    Es handelt sich um ein Leitz Orthoplan, dessen Knöpfe für den Grobtrieb als zu schwergängig befunden wurden. Gehen wir der Sache mal auf den Grund:


    Da der Trieb koaxial ist, wäre zuerst der kleinere Feintriebknopf abzubauen. Zwar ist die zentrale Schraube schnell herausgedreht, aber dennoch läßt sich der Knopf nicht so einfach abziehen. Er ist nämlich aufgepresst. Um ihn herunterzubekommen, muß er abgedrückt werden.


    Ist dies geschafft, kommt auch schon das darunterliegende Achsialdrucklager zum Vorschein. Die Kuglen laufen zwischen zwei dünnen Scheiben aus Blech. Dazu noch eine Anlaufscheibe, die beim Wiederzusammenbau nicht vergessen werden sollte.


    Hier ist also der Laufkäfig bereits entnommen. Nach Herausnehmen der hinteren Scheibe werden die drei kleinen Schrauben zugänglich , um die Zwischenabdeckung abnehmen zu können. An den sichtbaren äußeren Schrauben sollte nach Möglichkeit nichts verstellt werden, sie dienen zur Justage.


    Es sind kleine Madenschrauben, dessen Spitzen nach dem Wiederanbau in den Druckpunkten landen sollten, um die Justage zur erhalten.

    Dennoch sollte diese Scheibe aus dem Knopf herausgenommen werden, um sie von der Verharzung zu reinigen. Darunter befindet sich nämlich eine weitere Anlaufscheibe aus Kuststoff.


    Bequemer ist es, wenn man dazu den Grobtriebknopf abnimmt, was sich in dem Montagezustand einfach bewerkstelligen läßt.


    Auf der gegenüberliegenden Seite geht die Demontage und der Wiederzusammenbau genauso vonstatten. Der einzige Unterschied ist, daß sich unter dem Feintriebknopf eine Druckfeder befindet. Sie dient zum Ausgleich des Achsialspiels für die zentrale Feintriebachse. Das Achsialspiel der beiden Grobtriebknöpfe wird dagegen über die bereits erwähnten Madenschrauben eingestellt.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo Marcel,


    irgenwo ist es nun das, was ich kürzlich beim Stöbern in meinen alten Archiven vorgefunden habe, war vor etwa 10 Jahren als ich mich mit der ringförmigen Beleuchtung auseinandergesetzt hatte. Vorhanden war eben nur eine Farbkamera und die Bilder wurden im Monochrom-Modus aufgenommen. Mit Grünfilter dazu hat es dann sogar recht gut geklappt. :99:

    Wenn man dazu noch ein Objektiv mit Irisblende verwendet, läßt sich bei der Abdrosselung die nötige Apertur noch ganz gut ermitteln.

    Aber auch das UV-Licht hat eben so seine Tücken, dazu hätte ich noch einen Artikel vom guten alten Köhler aus dem Jahre 1909.


    BG

    Bernd

    Hier nun die versprochene Versuchsreihe.

    Bei gleichen Setup wurde lediglich das Objektiv gewechselt. Ansonsten LED 400nm.


    Neofluar 16/0,4


    Zunächst wieder das 16er Neofluar mit der Apertur 0,4.


    Neofluar 25/0,6


    was mit dem 16er Neofluar klappt, klappt mit dem 25er Neofluar erst recht.


    Achromat 16/0,32


    Als nächstes der Versuch mit einem 16er Achromaten, Apertur 0,32. Leider reicht es nicht für die Auflösung.


    Achromat 25/0,45


    Beim 25er Achromaten reicht es wieder.


    Plan 16/0,35


    Dasselbe Spiel mit den Planachromaten.


    Plan 25/0,45



    War für mich auch sehr aufschlußreich. :78:

    Im kühlen Keller läßt es sich aber aushalten bei der brütenden Hitze. :57:

    Ich lebe ja auch nicht davon, sondern mache das nur, weil es für mich interessant ist. Und auf diese Art habe ich eben schon so manche Mikroskope von innen kennengelernt.

    Hallo Marcel,


    dazu muß man noch sagen, daß das LED-Licht aus dem Leuchtrohr im Fuß kommt und das Xe-Licht aus einem großen Lampenhaus. Die Beleuchtungsstrahlengänge sind also nicht ganz identisch.

    Nun war bei mir ein Neofluar dafür im Einsatz. Aber ich kann gerne noch den Vergleich bzw. Test mit einem Achromaten und einem Planachromaten nachholen.


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo zusammen,


    um herauszufinden ob es Unterschiede zwischen verschiedenen Beleuchtungsarten im UV-Bereich gibt, mal ein Experiment zum Vergleich.

    Als Versuchsobjekt dient eine Pleurosigma angulatum und als Aufnahmeobjektiv ein Neofluar 16 mit der Apertur 0,4. Die Kamera ist eine S/W-Kamera.


    Weiße LED


    Zunächst mit einer weißen LED beleuchtet läßt sich die Struktur nicht auflösen.


    LED 400nm


    Nach dem Tausch der weißen LED gegen eine UV-LED (Cree XL7090) schaut es bei 400nm schon anders aus.


    LED400nm + UG5


    Das zusätzliche Einschwenken eines UG5-Filters brachte keine merklichen Veränderungen. Auch die Belichtung wurde von der Kamera nicht nachgeregelt.


    Xe + UG5


    Zum Vergleich wurde nun auf das Xenon-Licht umgeschaltet mit dem UG5-Filter davor, um das breite Spektrum entsprechend abzufiltern.


    Xe + UG1


    Eine leichte Steigerung läßt sich noch erzielen durch das Umschalten von UG5 auf UG1 mit dem Durchlassbereich bei ca. 365nm.


    Hinweis:

    Durch das Anklicken des Lupensybols unten rechts kann die Bildanzeige vergrößert werden.

    War inzwischen nachmessen: Mei Auspuff hat auch 41mm. Passt also auch dort! :99:

    Aber mit dem Kabelanschuss von der Seite könnte sie sogar auch noch als Nelson-LED für das SM dienen.

    Wobei dieser Steckkolben mit den Rippen eben nur au deinen Umbau abgestimmt ist. Bei der Lampensockellosung kann man dagegen auch jedes andere Ortholux umrüsten in wenigen Sekunden wie bei einem Lampenwechsel.

    Nö. Ist ja auch OK so. Man hat eben nur nicht mehr die Möglichkeit, zum Original-Leuchtmittel zu wechseln, wenn man es wollte. Oder mal eben zwischen verschiedenen LED auf dem Sockel zu wechseln (z.B. UV)

    Da die LED nun keinen langen Glaskolben und keinen Schraubgewindesockel hat, konnte der Blechtubus vom Lampenhaus eben wegfallen.

    Ich behaupte mal, daß man auf die Zentrierung auch hätte verzichten können, wenn man sie von vornherein mittig befestigt.