Hallo Zusammen
Bei einer mikroskopischen Untersuchung von Utricularia fallen neben den bekannten Fangblasen noch zahlreiche interessante Strukturen am vegetativen Spross auf.
Besonders schön sieht man hier die zahlreichen Chloroplasten in den Zellen der Sprossachse. Die Sprossoberfläche ist keineswegs glatt: Zwischen den Zellen finden sich auffällige haar- bzw. stachelartige Ausbildungen, die bei höherer Vergrößerung sehr deutlich hervortreten.
Auch die Fangblasen selbst zeigen eine erstaunlich komplexe Oberflächenstruktur. An den Fallen finden sich feine Haare und spezielle Strukturen, die mit dem hochspezialisierten Fangmechanismus zusammenhängen. Utricularia erzeugt dabei einen Unterdruck in der Falle und kann bei Auslösung innerhalb kürzester Zeit Wasser mitsamt kleinen Organismen einsaugen.
Faszinierend finde ich, wie deutlich sich unter dem Mikroskop die verschiedenen Funktionen dieser Pflanze voneinander abgrenzen lassen: photosynthetisch aktive Sprossachsen und hochspezialisierte Fangorgane, die auf den Fang kleinster Wasserorganismen ausgelegt sind.
Bei den hier sichtbaren oberflächlichen Strukturen möchte ich die genaue morphologische Zuordnung allerdings noch offenlassen – gerade bei Utricularia gibt es eine ganze Reihe spezialisierter Haare und Drüsen, die sich je nach Pflanzenteil unterscheiden.
Liebe Grüße Daniel