ImageJ/Fiji ein Open Source Programm für's Image Processing

  • So, ich fang mal ein Thema zu ImageJ/Fiji an.

    Zwei Anleitungen hab ich ja vor einiger Zeit schon erstellt

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    und

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    .

    Vorab aber mal die Installation und die ersten praktischen Anwendungen:

    1. Unter https://imagej.net/software/fiji/downloads das für deine Rechnerarchitektur passende ZIP-File herunterladen und entpacken. Ich beziehe mich auf die Windows Version.
    2. ohne Leerzeichen im Pfad entpacken, z.B. c:\Fiji\
    3. c:\Fiji\fiji-windows-x64.exe starten.

    Datei öffen, speichern, etc. findet man an den üblichen Stellen.
    Unter Image finden sich die Änderung des Grafiktyps (8bit, 32bit, RGB, ...)

    die Anpassung (Adjust)

    beschneiden, duplizieren, skalieren, transformieren, ...

    Unter Process findet man im Wesentlichen Filter und mathematische Operationen im weiteren Sinn

    unter Analyze vor allem die Messfunktion für Mittelwert, Min, Max, etc., die Plot- und die Histogrammfunktion (funktionieren auch in markierten Bereichen oder auf Linien), sehr brauchbar auch die Skalierung zur exakten Messung von Längen und Flächen (Aufnahme eines Kalibrierobjektträgers nötig). Mit einer geraden Linie und Plot lässt sich z.B. der Querschnitt von Zellen vermessen (angedeutet im Bild)

    und dann gibt es noch eine Menge Plugins, die schon dabei sind und die man aus dem Katalog nachladen kann.

    Sehr schön sind auch die Beispiele

    Fortsetzung folgt.

    VG Klemens

  • Hallo Klemens,

    toll, dass Du Dir die Mühe machst uns fiji näher zu bringen.
    Ich habe mich bisher nur einmal mit der CLAHE Funktion beschäftigt, das hat auch gut funktioniert.

    Leider bin ich gescheitert mit der RAW Bearbeitung (Panasonic G9MK2) sowie mit der langsamen Verarbeitungsgeschwindigkeit. Hier sollte es irgendwie möglich sein die Grafikkarte mit ins Boot zu nehmen, daran bin ich gescheitert, trotz Foren-Beiträgen.

    LG Frank

    LG aus Minden, Frank

  • Macros ermöglichen es reproduzierbare Abläufe zu automatisieren. Mit Ctrl-U wird der Recorder eingeschaltet, mit create kann das aufgenommene Programm in den Editor übernommen und bearbeitet werden.

    Mit New oder Edit kommt man auch zum Editor mit den üblichen Funktionen. Programmiert kann in mehreren Sprachen werden (Sprache muss z.T. vorher installiert werden).

    Dann kann man z.B. dieses Programm ablaufen lassen:

    Wie hier schon angedroht, macht es eine Flatfield Korrektur ohne extra aufgenommenes Flat und speichert das korrigierte Bild ab. Mit Strg+R (oder Menü: Run->Run) wird das Programm gestartet, mit Strg+Umschalt+R kann der markierte Programmtext ausgeführt werden.

    VG Klemens

  • Zum Vorverarbeiten der Bilder durch Mittelung, Median, etc. kann man einen Stack verwenden. Dazu nenne ich meine Objektbilder z.B. O_irgendwas_NN.tif und die dazugehörigen Flats z.B. H_irgendwas_NN.tif mit NN als fortlaufende Nummer. Dann lassen sich die Bilder mit File=>Import=>Image Sequence unter Angabe des Filters "O_" bzw. "H_" importieren.

                  

    mit Image=>Stacks=>Z Project... die gewünschte Operation ausführen

    ergibt dann ein neues Bild bei dem alle Bilder z.B. gemittelt sind.

    Als Macro sieht dann so aus. Das ergibt dann genau das was ich in diesem Posting gezeigt habe.

    Man kann natürlich das alles noch verfeinern in dem man z.B. die Farbkanäle separiert und einzeln "behandelt".

    VG Klemens

  • Hab nochmal genauer nachgesehen und nicht auf die KI vertraut. Siehe https://bio-formats.readthedocs.io/en/v8.3.0/supported-formats.html
    Es gibt dann noch einen extra Filehandler unter https://imagej.net/ij/plugins/file-handler.html der aber auch kein RW2 Format kennt. Panasonic hat da ein ganz eigenes Süppchen gekocht.

    Mein Lieblingsfileviewer Irfanview kann RW2 öffnen. Damit in ein uncompressed TIFF umwandeln (geht auch im Batch).

  • Hallo Klemenz,

    danke für Deine Bemühungen.

    Ich nutze XnView für die allgemeine Sortierung meiner Bilder, der hat aber komischerweise auch Probleme die RAW Datei der G9 MK2 zu öffnen bzw. umzuwandeln. Das kann alles aber auch ACDSee, den ich zur Bildbearbeitung heranziehe. IrfanView habe ich auch, probiere ich nochmal, ist mir aber etwas unangenehmer, als XnView.

    Bisher nutze ich das DNG-Format, da gibt es einen Adobe RAW-Umwandler, der kann quasi alle lesen. DNG habe ich jetzt hier mit Fiji noch nicht probiert, versuche ich nachher noch.

    Grüße aus Minden
    Frank

    LG aus Minden, Frank

  • Hi,

    ich habe versucht mit Fiji ein Bild zu analysieren. Es geht im wesentlichen darum, dass ich ein Bild von einem Drahtgewebe aufgenommen habe und dieses vermessen möchte. Das per Hand auszuzählen ist sehr mühsam und nervig.

    Fiji hat eigentlich eine super Macro funktion, aber vielleicht habe ich einfach die falsche Herangehensweise.

    Ich möchte "nur" die Höhe und Breite der Zwischenräume, die als Partikel analysiert werden und die Dicke der Drähte zwischen den Partikeln. So, wie in Bild 1 dargestellt (gelbe und grüne Linien).

    Ich habe verschiedene Hintergründe ausprobiert, aber es funktioniert nur bei den Testbildern mit schwarzem Hintergrund. Und dauch nicht so gut, da die Partikel nach dem Threashold immer ründlicher dargestellt werden, als sie sind und je nach Einstellung die Dräte dann eben dicker werden und die Zwischenräume kleiner. Das verzerrt das Ergebnis, da wir uns im µm Bereich bewegen...

    Gibt es alternative Ansätze zum Vermessen der Zwischenräume und der Drähte, oder ist einfach das Programm dafür nicht geeignet?

    LG Simba


    Bild 1

    Bild 2

  • Na ja, ad hoc würde ich eine Linie (in X, dann für Y die gleiche Prozedur) über die zu vermessenden Drähte ziehen und mit Analyze->Plot Profile ein Profil ausgeben lassen. Da kann man relativ gut die Abstände herausmessen. Automatisiert kenn ich nichts, das so präzise geht.
    Die Messwerte (Intensitäten entlang der Linie) lassen sich als Text ausgeben und weiterverarbeiten.

    Oder die Software von Karsten probieren ...

    Ein Versuch:

    Plot Profil, dann wiederum bei eine gewünschten Intensität eine Linie ziehen

    Plot Profil

    List

    Dort wo die Null steht, ist ein Schnittpunkt = Kante (bestimmter Intensität). Jetzt die Abstände von Null zu Null weiterverarbeiten.

    LG Klemens

  • Hi, das ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz.

    Da werde ich ein bisschen mit rumbasteln. Danke!

    Ich habe jetzt das Bild in 8-bit umgewandelt, lasse dann die Maschen als Partikel erkennen und vermessen. Und dann den Abstand von Partikel zu Partikel.

    Dafür habe ich dann ein Makro geschrieben, damit die Labormitarbeiter nichts anklicken müsen. Je mehr Schritte, desto höher die Fehlerquellen.

    Es werden natürlich dann Fragmente erzeugt, die man nachträglich aussortieren muss (z.B. an verstopften Maschen). Das geht über Sortierfunktion in Excel recht einfach, ist aber nervig.....

    Ich werde auf jeden Fall mit dem Plotten experimentieren. Das ist eine gute Idee.

    LG

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!