Anfängerin sucht Hilfe für den ersten Mikroskop Kauf

  • Hallo zusammen! :)

    Ich bin frisch hier und habe etwa vor einer Woche angefangen, mich durch ein paar Beiträge hier zu lesen.
    Da es nun zur Sache gehen soll, hab ich mich mal angemeldet.

    Wie der Titel verrät, bin ich ganz neu in dieser Welt der Mikroskopie.
    Ich hoffe, dass mir jemand beratend zur Seite stehen kann für meinen ersten Kauf. :S

    Ich hab ganz scheu schon versucht, mir ein paar grundsätzliche Infos rauszusuchen. Das ist so halbwegs geglückt.
    https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9026.0 Dieser Beitrag wurde hier schon mal erwähnt, den hab ich mir angesehen.
    Dazu kommen ein zwei englischsprachige Videos von Youtube.
    Leider bin ich aber immer wieder ein bisschen gebremst worden, weil dann doch ein paar Fachbegriffe zuviel gefallen sind. Deshalb steh ich wirklich noch ziemlich am Anfang.

    Ich denke, es ist am Besten, wenn ich einfach mal meine Absichten mit dem Mikroskop mit euch teile. :) 

    Also, ich hab überhaupt kein spezielles Gebiet auf das ich es abgesehen hätte.
    Nach einigen Fotos hier aus dem Forum muss ich einfach sagen: Es gibt wirklich sehr viele interessante Dinge die man unters Mikroskop legen kann!
    Insekten, Bärtierchen, aufgeweichte Holzstückchen...
    Es würde mir total gefallen, wenn ich wirklich eine breite Palette von Zeugs stark vergrössern könnte. Ich denke da nebst den vorhin genannten auch an Haare, Hautschüppchen, Dreck unter den Fingernägeln, Dreck aus dem Wald, Dreck aus nem Teich, ein Stück Käse, ein Pflanzenteilchen, ein paar "Schwimmer" (die grosszügigerweise von jemand anderem gespendet werden :S ), Dreck aus dem Staubsauger, Zeugs das auf Tieren lebt, Speichel, Käferbeine, usw.
    Naja, eben so ziemlich alles!
    Der Grund ist einfach nur Neugier.
    Die Motivation läuft bei mir meist in Phasen: Paar Monate völlige Besessenheit, dann wieder paar Monate Pause, rinse & repeat.

    Noch ein Punkt der wichtig sein könnte (ist für mich eben schwer einzuschätzen):
    Ich hab kürzlich beschlossen, meinen Studiengang zu wechseln - und zwar in archäologische Gefilde. :love:
    Nun weiss ich zwar, dass meine Richtung (zumindest an meiner Uni) sich eher mit den sprachlichen und kulturellen Themen auseinandersetzt als mit den naturwissenschaftlichen...
    Trotzdem werd ich aber auch dort ein paar Vorlesungen oder Kurse haben. Natürlich ist die Uni mit eigenen Mikroskopen ausgerichtet.
    Aber ich hätt's natürlich schön gefunden, wenn ich auch Zuhause ein bisschen aktiv werden kann.
    Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass wir im Fach beispielsweise viel mit Pflanzenteilchen und kleinen Tierknochen zu tun haben. Ansonsten weiss ich nicht was mich erwartet.
    Vielleicht hat ja hier im Forum jemand eine Idee, in welchen Bereichen die Mikroskopie gut mit Archäologie zusammenpasst.
    (Info am Rande: Soweit ich gehört habe, sind keine speziell naturwissenschaftlichen Kenntnisse vonnöten. Hätt ich auch gar nicht. ^^ Ich hab ein Abi ohne Chemie/Bio/Mathe/Physik.)

    Weiter im Text. An was hab ich schon gedacht?
    Ich denke, mir wäre ein Binokular schon recht. Oder vielleicht doch ein Trinokular?
    Die bequemste Variante wär wohl am Besten. Und ich hab eine ganz kleine Sehschwäche, das sei noch angemerkt.
    Es wäre toll, wenn ich ein paar tolle Bilder machen könnte. Muss keine Profi-Fotografie Ausrüstung sein. Aber schon genug hübsch, dass man ein paar tolle Schnappschüsse für Freunde und Familie hat. Oder gäbe es vielleicht auch die Möglichkeit der Videoaufnahme oder sowas wie eine "gleichzeitige" (mir fällt grad das passender Wort nicht ein) Bildübertragung auf den PC?

    Bei der Vergrösserung und Auflösung hab ich wirklich keinen blassen Schimmer.
    Schlussendlich weiss ich ja gar nicht, welche Dinge überhaupt wie stark vergrössert werden müssen, um "etwas Interessantes" zu sehen.
    Bakterien? Zellen? Klar! Her damit!
    Die Frage ist dann eigentlich nur noch, ob es für mich auch bezahlbar ist.

    Durchlicht? Ja, vermutlich, oder nicht?
    Ausser es gäbe ein Gerät, welches... irgendwie einfach alles kann. Und bezahlbar ist.

    Apropos bezahlbar:
    Mein Budget sind so etwa 300-400 EU.
    Bitte nicht lachen, ich hoffe, dass das nicht allzu abwegig ist. :saint: Ich hab keine Ahnung, was ich für das Geld kriege.
    Es *muss* aber auch nicht so teuer sein, wenn es nicht wirklich sein muss.
    Einerseits möchte man vielleicht nicht allzu tief in die Börse greifen, ohne zu wissen, ob sich das Interesse auch längerfristig hält - andererseits bleibt man garantiert auch besser bei der Sache, wenn man ein paar tolle Wow!-Momente erlebt und etwas mehr hat als ein Plastikspielzeug. Man möchte ja auch bei Laune gehalten werden.
    Wo genau dieser schmale Grat verläuft, kann ich aber beim besten Willen nicht sagen. :S

    Gebraucht oder neu?
    Lieber neu, das ist mir einfach unkomplizierter.
    Super wär auch, wenn ich im selben Onlineshop auch gleich noch das benötigte Zubehör finde. Objektträger beispielsweise.
    Ach ja und: Selber alles zusammenbasteln liegt mir nicht so.
    Ein fixfertiges und halbwegs benutzerfreundliches Stück wär definitiv am besten.

    Zubehör:
    Ich hab mir die Auswahl in den Shops ein bisschen angeschaut und bin komplett überfordert - Besteck, anderes Besteck, Zeug aus Glas, viiiiiiiele Flüssigkeiten von denen ich noch nie was gehört habe... :/ Für das Zubehör will ich mal kein spezielles, finanzielles Limit setzen.
    Aber natürlich muss ich mich auch nicht für ein halbes Vermögen mit Zeug eindecken, welches im am Ende gar nicht brauche.


    Also zusammengefasst:
    - Es soll möglichst viel unter das Mikroskop
    - Hübsche Fotos u.o. Videos
    - Nutzen für's Archäologie Studium
    - Bequeme Nutzung, kein Monokular
    - keine Ahnung was die Vergrösserung und Auflösung betrifft
    - Durchlicht vermutlich?
    - Lieber neu als gebraucht
    - Gerne auch Empfehlungen zum Zubehör
    - Budget (ohne Zubehör) bis ca. 400 EU, muss aber nicht zwingend ausgereizt werden


    So, mir fällt nichts weiteres ein, was ich an dieser Stelle noch erwähnen könnte. :/

    Würde mich freuen, wenn mir jemand einen guten Tipp geben kann! ^^

    lg, Rena

  • Hallo Rena,


    herzlich Willkommen im Forum:)


    Um gleich auf den Punkt zu kommen:


    Wenn du so ein breites Spektrum abdecken willst, kommst du um ein Stereomikroskop kaum rum, gerade in Bezug auf die Archäologie. In diesem Bereich wird vornehmlich mit Stereomikroskopen gearbeitet.

    Die meisten im Forum, mich eingeschlossen, haben daher mindestens ein Stereomikroskop und ein klassisches Mikroskop.


    Ich würde dir ein unbedingt raten, bei der Preisspanne ein Gebrauchtmikroskop zu kaufen.


    Warum?


    - mechanisch hervorragend

    - stabil und langlebig

    - präzise und spielfreie Funktion

    - beliebig ausbaubar

    - für 400€ bekommst du eine hervorragende Ausrüstung.


    Ich habe dafür ein hervorragendes Stativ mit sehr guten Objektiven und Phasenkontrastkondensor bekommen.


    Neu bekommst du dafür ein halbwegs gutes Mikroskop von Bresser. Dieses ist kaum ausbaufähig, die Verarbeitung ist nicht annähernd so gut und die Objektivausstattung ist nicht wirklich nennenswert.

    Ein besserer Objektivsatz kostet dann nochmals so viel wie das ganze Mikroskop.


    Meine Empfehlung: Frag mal Bernd (Nomarski), ob er was für dich hat. Da kannst du sicher sein, dass alles mechanisch einwandfrei ist und du lange Freude daran hast.


    Ich verstehe aber grundsätzlich, dass man etwas Neues möchte. Dann würde ich mir ein Bresser Mikroskop kaufen.

    Ein Mikroskop von Motic, der günstigste Hersteller von wirklich guten Mikroskopen, gibt es in diesem Preisrahmen auch, aber die Ausstattung ist wirklich minimalst. Das würde ich nicht empfehlen.


    Fotos und Videos kannst du am Anfang auch mit einem 20€ Smartphone Adapter machen. Alles andere würde vermutlich wieder den Preisrahmen sprengen. Es sind teilweise teure Adapter etc. von Nöten.



    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Je nachdem, ob du dich ganz sicher auf gebraucht / neu / Stereomikroskoo / klassisches Mikroskop festlegst, kann ich dir gerne etwas spezifisches empfehlen.


    beste Grüße,

    Simon

  • Hallo Rena,


    du hast so viel geschrieben, was du alles untersuchen möchtest ... das kommt nach und nach alles wenn du möchtest.


    Simon hat das ja schon sehr gut ausgeführt.


    Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es viele gut und ausbaufähige Geräte.

    Als Anfang ein Stereomikroskop für die Archäologie ist da für dich bestimmt sinnvoll. Allerdings hat solch ein Gerät (Stereolupe) nicht so eine starke Vergrößerung wie ein klassisches Mikroskop.

    Für viele Dinge welche du erwähnst, brauchst du eine hohe Vergrößerung.

    Die Tendenz bei uns Mikroskopiebegeisterten ist, nach und nach ziehen mehr Geräte in das Heim ein. :saint:

    Na ja und das ganze Zubehör füllt irgendwann mehrere Schubladen.


    Ich will dir jetzt keine Angst machen, aber der Wunsch sich zu verbessern oder weiterzukommen, entsteht irgendwann.


    Das Gute an einem ordentlichen Gebrauchtgerät ist auch, dass man dieses, falls man doch mal kein Interesse mehr daran hat, auch wieder verkaufen kann. Hier gibt es keinen großen Wertverfall.


    Klar das man sich anfangs etwas überfordert fühlt bei dem ganzen Zubehör wenn man in den Onlineshops rumsucht. Aber das muss sich in Ruhe entwickeln.

    Bezüglich Präparierbesteck: Ich habe mehrere über Ebay-Kleinanzeigen angekauft, Viele ehemalige Studenten verkaufen andauernd ihre Bestecke. Da gibt es immer gute Angebote. Das braucht man meiner Meinung nach nicht neu kaufen. Und für archäologische Untersuchungen braucht man das wohl nicht, oder?


    Viel Grüße

    Detlef

  • Danke Simon, für die Tipps.

    Das mit dem Stereomikroskop (im Bezug auf die Archäologie) ist interessant, das wusste ich gar nicht.
    Wenn ich nicht gleich pleite geh, dann würde ich doch durchaus auch noch ein Stereomikroskop anschaffen - zusätzlich zum Durchlicht.

    Du hast auch gute Argumente für ein gebrauchtes Gerät. Wenn ich natürlich eins aus seriöser Quelle kriege und nicht gleich über's Ohr gehauen werde, dann hab ich ja prinzipiell nichts gegen ein Gebrauchtgerät. :)
    Es sollte aber schon komplett und einsatzbereit sein.
    Mir wird vermutlich noch lange Zeit die Kompetenz fehlen, selber noch irgendwelche Teile anzubauen oder auszuwechseln.
    Ich hab mir schon oft irgendwelche Dinge selber beigebracht, daher weiss ich, wie zeitintensiv das sein kann. Aktuell seh ich mich noch nicht das ganze Wochenende hindurch Youtube Videos zum Zusammenbau studieren - ehe ich überhaupt die ersten Erfolge mit einem Mikroskop erreicht hätte. :)

    Zu deiner Frage: Ich denke, dass ich den Start mal am liebsten mit einem klassischen Mikroskop hinlegen würde. Das Stereomikroskop kann ja dann noch folgen. Da mein Semester aber erst im Herbst beginnt, würde es vielleicht vorher auch keinen Sinn machen. Schliesslich weiss ich wirklich nicht, was wir dort genau alles unter dem Mikroskop betrachten.
    Und wie gesagt: Ein eigenes Mikroskop ist ja von der Uni aus auch überhaupt keine Voraussetzung - die haben alles dort und man darf die Geräte der Uni gleich vor Ort benutzen.

    Neu oder gebraucht?
    Tja, von mir aus auch gebraucht, sofern ich da Shoppinghilfe kriegen könnte. :) Allein wird das nicht klappen.

  • Hallo Detlef,

    keine Sorge, das macht mir keine Angst. :)
    Glücklicherweise bin ich gerade neulich in eine neue Wohnung gezogen die etwas grösser ist und über einige Einbauschränke verfügt.
    Stauraum ist also bereits vorhanden! ^^

    Auch du hast gute Argumente für ein Gebrauchtgerät.
    Trotzdem: Ruhe ist nicht so mein Ding. :) Ich sitz hier auf heissen Kohlen und will so schnell es geht zu einem Gerät kommen.
    Gestern beim Waldspaziergang war ich bereits ununterbrochen am seufzen, weil es überall so interessantes Zeug rumliegen hatte und ich nichts davon mitnehmen konnte.

    Wegen des Bestecks: Ach, gerade hier dachte ich, dass man das bestimmt neu kaufen sollte.
    Muss das Zubehör denn nicht steril sein? Oder vielleicht nur ein Teil davon?

  • Die wurden ja nun inzwischen mehrfach gegeben inkl. freundlichsten Begrüßungen.

    Ist denn das Riesen-Interesse schon wieder verflogen? Das wäre aber doch zu schade. :42:


    Beste Grüße

    Bernd

    Hallo Bernd

    Nein, keine Sorge, ich bin noch da. :) 

    Ich hab nur derzeit ein bisschen zu vollgeplante Tage.
    Und wenn sich die Leute schon so Mühe geben, mir ausführlich zu antworten, dann will ich auch zunächst mal einen ruhigen Tag und Moment finden, an dem ich mir so richtig Zeit nehmen kann um meinerseits zu antworten. :saint: 

    Nun, ich frag dich mal ganz direkt: Hättest du denn aktuell grad ein Gerät bei dir rumliegen, welches für mich geeignet sein könnte?

  • Hallo Rena,


    alles im grünen Bereich! :)

    Also die Geräte liegen eigenlich nicht bei mir rum, sondern können sogar von alleine stehen. :99:

    Eine gewisse Auswahl wäre zwar auch durchaus vorhanden, nur bin ich eben noch am Rätseln, welches für deine Vorstellungen, die du ja bereits ziemlich ausführlich beschrieben hast, am besten infrage käme.

    Übers Ohr hauen möchte ich dich dabei bestimmt nicht, dich zu einem Fehlkauf verleiten allerdings auch nicht.

    Ein Stereomikroskop wäre für dich für den Anfang sicherlich nicht verkehrt und es gibt dazu auch reichlich an Angeboten, bei denen man von der Beobachtung her auch gleich loslegen kann. Soll damit aber auch fotografiert werden können, so muß man eben wieder eine engere Auswahl treffen, da sich eben nicht alle Modelle zum Fotografieren und gleichzeitigen Bebobachten eignen.


    Beste Grüße

    Bernd

  • Hallo Rena,


    ich kenne das ebenfalls: manchmal kann es einfach nicht schnell genug gehen und schwupp hat man etwas gekauft, was man gar nicht richtig gebrauchen kann. So etwas habe ich jedenfalls schon geschafft! :whistling:


    Ich würde hier genau überlegen, womit du anfangen möchtest und nichts übereilen.


    Das Präparierbesteck muss nicht steril sein, wozu auch. Du wühlst ja nicht in Wunden rum, oder hast irgendwelche Kulturen angesetzt.

    Und außerdem wäre es ja nur bis zum ersten Einsatz steril.

    Wichtig finde ich, dass es qualitativ gute "Werkzeuge" sind.

    Das eine Schere auch richtig feine Sachen schneidet und das man mit einer Pinzette auch kleine Dinge exakt greifen kann.


    Doch das ist ja nur Nebensache, wichtiger ist ja nun deine Such nach dem für dich richtigen Gerät.


    Gruß Detlef

  • :99: Hehehe...
    Wie kann man sich das vorstellen? Hast du einen Keller und eine Garage gefüllt mit Mikroskopen, Ersatzteilen und Zubehör?

    Hmm.. gerade bei der Sache mit dem Stereomikroskop bin ich mir nicht ganz sicher.
    Das Ding ist ja: Ich werd bis zum Beginn des Herbstsemesters vermutlich nur wenig Nutzen daraus ziehen, da ich einfach nicht genau genug weiss, was wir uns dann ansehen und auf was ich mich dabei zu achten habe.
    Und notfalls hätte ich ja auch die Mikroskope der Fakultät zur Verfügung.
    Bei einem Durchlichtmikroskop könnte ich doch bereits jetzt anfangen, Zeug von draussen mitzunehmen, oder nicht?
    Zunächst ist mir die Bestimmung ja nicht so wichtig :/ Schliesslich hab ich mich ja noch auf keine besondere Richtung festgelegt. Ich kann nur sagen, dass ich einige der Bilder in den Foren einfach wunderbar gefunden habe - und das waren zumeist die, bei denen ich wirklich keinen Schimmer hatte, was eigentlich abgebildet ist. Merkwürdige Strukturen und Formen... völlig ausserirdischer Look.

  • Ja, das "Schwupp" kenn ich gut. :)
    Ich hab ein halbes Zimmer gefüllt mir "Schwupp". :saint:

    Immerhin hab ich's diesmal in ein Forum geschafft, das ist definitiv eine Verbesserung! ^^
    Ich kenn mich eben leider als sehr ungeduldigen Mensch: Wenn ich im Bereich der Gebrauchtgeräte nicht in "angemessener Zeit" etwas finde, dann kommt entweder der entnervte Impulskauf von "Schwupp" auf irgendeiner Herstellerseite.... oder das Ganze Projekt wird für ne Weile in die Ecke gestellt.

    Wegen des Bestecks:
    Naja, welche Kulturen könnte ich denn ansetzen? 8|
    (Wenn mir jemand ne Wunde gibt, dann wühl ich schon darin rum, kein Problem!)
    Aber ja, ich versteh was du meinst. Beim Besteck ist das wohl so, das will man ja auch mehr als einmal verwenden.
    Ich hab da eher an diese diversen kleinen Behälter und Plättchen gedacht. Ich kenn die meisten Begriffe dafür nicht. Phiolen, usw?
    Ich dachte mir nur: Wenn ich vielleicht eine bestimmte Flüssigkeit im Sinn habe, bswp. Speichel - dann möchte ich ja nicht auch noch Geschirrspülmittelreste, Fusel, Staub, usw. in dieser Speichelprobe haben. :/

  • Ach so, da fällt mir noch ein:
    Ich hab grad heute ein Bild gesehen von einem digitalen Mikroskop der Marke Bresser.

    Taugt das was, oder wieviel zahlt man hier schlussendlich für den kleinen Monitor?
    Auf den ersten Blick wirkt es ja ganz ansprechend: Gemütlich auf den kleinen Bildschirm schauen statt die Augen auf Gumminoppen zu drücken; dazu können gleich mehrere Leute die Probe betrachten; und schlussendlich ist es ja vielleicht sogar angenehmer für den Rücken?

    Ich werd nur das Gefühl nicht los, dass es da einen Haken gibt. :99:

  • Wie kann man sich das vorstellen? Hast du einen Keller und eine Garage gefüllt mit Mikroskopen, Ersatzteilen und Zubehör?

    Im Keller habe ich meine Werkstatt und in der Garage auch kein Platz mehr für ein Auto. :99: Aber dort Mikroskope aufzubewahren wäre eher ungünstig, da sie sonst schnell einstauben und Flugrost ansetzen würden. Daher sind dafür eher trockene und durchgängig beheizte Räume angesagt. Trotzdem ist die Werkstatt für die Reparaturen der Mikroskope und das Anfertigen von Zubehör eigentlich wichtiger als die Mikroskopie selbst. Würde ich alles fertig kaufen, wäre es ja auch irgendwie langweilig und reizlos.


    Wenn du die Möglichkeit hast, Mikroskope der Fakultät zu nutzen, wäre es vielleicht nicht verkehrt, Erfahrungen zu sammeln, wie dein künftiges Mikroskop nun ausgestattet sein soll.

    Die einfachste Methode, zu interssanten Beobachtungen zu kommen wäre doch das Sammeln von Tümpelproben. Außer ein paar Sammelbehältnisse und einer Pipette brauchst du eigentlich kaum etwas. Selbst die Deckgläser und Objektträger lassen sich dann nach dem Gebrauch problemlos reinigen und wiederverwenden. Ich schmeiße eben ungerne was weg. :99:


    Wenn du erstmal Fuß gefasst und die Möglichkeiten entdeckt haben wirst, dürfte auf jeden Fall keine lange Weile mehr aufkommen.


    Beste Grüße

    Bernd

  • Tümpelproben! :love: Jaaa!

    Ich denke da würde ich gern anfangen!

    Krieg ich eine Einkaufsliste? ^^ Ich platz fast!

  • Außer ein paar Pipetten dürftest du die nötigen Utensilien eigentlich haben. Leere Marmeladengläser zum Sammeln. Wenn die Gewässer nicht direkt zugänglich sind wie z.B. Pfützen oder Regentonnen, kann man sich durch einen Stock zum Anbinden behelfen.

    Die Experten nutzen sogar noch Planktonnetze. Aber auch die kann man sich selber bauen. Anleitungen dazu wurden hier schon gepostet.

    Anregungen findet man aber auch zur Genüge in der Einsteigerliteratur. Aber da könnte ich dir ggf, mit einem oder mehreren PDFs aushelfen.

  • Als Beispiel:


    Standard 16 mit Binokulartubus, 5-Fach-Revolver, Phasenkontrast und sogar noch Polarisationseinrichtung.

    Der XY-Kreuztisch läßt sich bei Bedarf durch einen Drehtisch auswechseln. Zwar noch mit 6V/15W Glühlampenbeleuchtung mit stufenloser Regelung, aber einfach auf LED-Beleuchtung umrüstbar. Auch die Objektive, in dem Fall Achromate. lassen sich durch hochwertigere Planachromate, Neofluare oder gar Planapochromate tauschen.

  • Hallo zusammen,


    U.a. schön an dem obigen Standard 16 ist der Phasenkontrast-Revolverkondensor. Man kann hier sehr schnell zwischen Hellfeld, Dunkelfeld und Phasenkontrast wechseln.

    Bei Bresser kostet der Phasenkontrastsatz ca. 600€, der im übrigen nur bei manchen Modellen (ab 600€) nachrüstbar ist.


    Dann ist ein 5er Revolver verbaut, der bei Bresser Mikroskopen nur bei den Oberklasse-Modellen vorhanden ist.


    Die schwarzen Objektive sind vermutlich die besten und kontrastreichsten Achromaten der Zeiss Endlich-Serie.


    Das sind objektive Gründe für ein Gebrauchtgerät, das nicht umsonst überall empfohlen wird;)


    Grüße,

    Simon

  • Ergänzend sei noch angemerkt, daß man mit diesem Revolverkondensor noch einiges mehr als nur Phasenkontrast und Hellfeld machen kann. Neben der schiefen Beleuchtung kann mit der Phasenblende PH3 bei Objektiven mit geringerer Apertur Dunkelfeld gemacht werden. Aber damit noch längst nicht genug, denn die beiden Leerfelder lassen sich auch noch mit Blendeneinsätzen belegen, so daß beim 0,9er Kondensor ein Dunkelfeld für ein 40er Objektiv mit der Apertur 0,75 realisiert werden kann. Desweiteren wird noch Raum für Eigenkreativität geboten wie z.B. Rheinbergblenden, die sich ohne Probleme zusammenbasteln lassen. Muss man natürlich nicht, kann man aber.

    Wenn man dann noch über einen 3D-Drucker verfügt, stehen sogar noch weitere Möglichkeiten offen.


    BG

    Bernd

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