Probenhalter neure Generation

  • Hallo Mikroskopfreunde,


    Heute geht es um einen Probenhalter für die meisten gängigen Schlittenmikrotome, es soll ein kompakter Probenhalter werden der schnell ohne viel zu suchen und zusammen kramen gleich eingesetzt werden kann.
    Warum das Prinzip des Maschinenschraubstockes nicht übernehmen.
    Als Vorlage dient ein kleiner Schraubstock von meiner Fräsmaschine.



    Um die Haubtträgerplatte herzustellen brauche ich zunächst erst mal ein klein Aluminiumblock, der muss erst mal geschnitten werden, aber der ist mir zu dick, darum lass ich es lieber ein anderen machen, die schafft das.
    Die Maschine ist auch einer meiner Selbstbauten, angetrieben wird sie durch ein Elektromotor und ein Schneckengetriebe 12:1, sie erledigt das schneiden wärend ich die anderen Maschinen vorbereite.



    Der Alu-Block ist nun ab,jetzt werden erst mal alle Flächen ringsum begradigt und auf die richtige Größe gebracht und desweiteren natürlich auch im rechten Winkel.
    Ist das alles erledigt wird die Auflagefläche ausgearbeitet, um eine saubere Ebene zu erreichen, später noch werden die Frässpuren beseitigt.



    Ist das fertig wird der Block auf den Frästisch gespannt und das deshalb da er sich nachher zum Ende hin beim ausfräsen sich nicht verbiegen kann.
    Beim Boden und ausfräsen der Oberseite wird ein Schruppfräser verwendet, da er viel Material in kurzer Zeit abnehmen kann, das sollte vorher doch berechnet werden es könnte folgen haben, wer sich mit der Thematik beschäftigt kennt das.
    Im Bild unten kann man den Schlichtfräser erkennen, mit ihm werden die Innenflächen noch mal geglättet um die raue Oberfläche vom Schruppfräser zu beseitigen, dazu sollte man aber vorher nicht zu viel abnehmen, da der Rest auf das Sollmaß mit dem zweiten Durchgang erreicht wird.
    So sieht die Haubtträgerplatte aus, auf ihr werden dann alle anderen Elemente montiert.



    Die Andruckplatte wird so bearbeitet das auf beiden Seiten unten zwei Zapfen stehen bleiben die dann in zwei Nute greifen um später ein raus fallen zu verhindern.
    Die Seitenflanken bekommen an einer Kante eine Einfräsung die in Verbindung mit den Boden einen Nut bilden wo dann die Zapfen rein passen.



    Um die Sache etwas zu beschleunigen, hier sind schon mal alle Teile zu sehen.
    Diese lassen sich immer wieder passgerecht zusammen setzen falls er mal auseinander genommen wird, zwecks sauber machen.



    Da ist er, fast schon fertig, fehlt nur noch das Eloxieren und die Färbung.
    Die Andruckplatte lässt sich vor und zurück bewegen durch drehen der Schraube, das ist möglich durch eine kleine Sperrschraube die seitlich in der Abdruckplatte eingelassen wurde.



    Auf der Unterseite sieht man die restliche Verschraubung, die beiden Schrauben in der Mitte sind für das Prisma-Element verantwortlich.
    Die Schrauben sind so eingebracht das beim wenden des Elementes immer wieder punktgenau eingeschraubt werden kann und das Element liegt auch immer eng an der Rückseiten an.
    Also bei den beiden Bohrungen für das Prisma-Element ist eine hohe Genauigkeit gefragt, sonst passen die Bohrungen und Element nicht.



    Das ist das fertige Produkt, da Aluminium und Alu-Legierungen die Eigenschaften haben mit der Zeit anzulaufen durch Oxidation, werden alle Aluminium-Teile Eloxiert und damit beständig gemacht.
    Beim färben ist es eine Geschmacksache, man kann es Silber lassen oder Farbe einbringen das ist aber jeden selbst überlassen.
    Da ich viele Teile herstelle, ist auch das Eloxal- Verfahren was bei mir immer eine große Rolle spielt.
    Sollte was Pulverbeschichtet werden habe ich eine Firma die das für mich erledigt, da ich den Betreiber auch persönlich kenne ist das kein Problem, aber für diesen klein Probenhalter lohnt es nicht.



    Dieser Probenhalter erinnert jetzt irgendwie an einen kleinen Schraubstock.
    Wenn es noch Verbesserungsvorschläge gibt, immer her da mit.
    Viel Spaß beim betrachten, mit diesem Produkt ist ein schnelles einsetzen in Mikrotome und der Proben möglich ohne langes suchen.


    Mfg Mario

  • Ein Windeisen dient beim Gewindeschneiden zum Drehen eines Gewindeschneiders. Das vierkantige Ende passt in die vierkantige verstellbare Öffnung. Das Windeisen hat noch einfache, stabförmige Griffe, die seitlich abstehen. Einer feststehend, einer mit Gewinde (sozusagen die Schraube zu einem einfachen Griff verlängert).



    VG
    Klemens

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